Daniel Grözinger, Partner Parklane Capital – Wie man einen Exit vorbereitet (#6)

Shownotes

Daniel Grözinger ist einer der profiliertesten M&A-Berater Deutschlands – und war vorher selbst erfolgreicher Unternehmer. In dieser Episode erklärt er, wie und warum sich Gründer früh mit dem Thema Exit beschäftigen sollten, aber trotzdem den Fokus aufs operative Geschäft legen müssen. Ein Gespräch über chaotische Deals, sauber strukturierte Prozesse, duale Strategien zwischen Fundraising und Verkauf – und den Unterschied zwischen Fundraising und M&A.

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Dieser Podcast wird produziert von TLDR Studios.

Transkript anzeigen

00:00:04: Willkommen im Dealroom, Daniel.

00:00:08: Danke für die Einladung.

00:00:11: Mein Name ist Iskander Dirig.

00:00:13: Ich berate CEOs in den Bereichen Fundraising, M&A und auch Executive Branding.

00:00:20: Und viel wichtiger, du, Daniel, bist einer der erfahrensten Dealmaker des Landes.

00:00:27: Eine M&A-Korrifet und deswegen freue ich mich sehr heute, Insights zum Thema M&A zu bekommen.

00:00:34: zu erfahren, was Gründer tun können, um ihr Unternehmen erfolgreich zu verkaufen.

00:01:02: Was war der absurdeste Moment, den du in einem M&A-Deal jemals erlebt hast?

00:01:08: Oh, da fallen mir spontan zwei ein.

00:01:11: Einer war einen ganzen Deal durchverhandelt und waren uns einig, Verträge waren fertig, Notartermin war vorbereitet.

00:01:21: Wir gehen beim Notar rein, der Käufer kommt und sagt, wir können nicht unterschreiben.

00:01:26: Alle gucken sich an.

00:01:27: Was war passiert?

00:01:29: Der Käufer hat einen Check auf den Verkäufer laufen lassen und dort entdeckt, dass eine Strafanzeige gestellt wurde gegen den Verkäufer, von der der Verkäufer selber noch gar nichts wusste.

00:01:40: Es hat sich dann hinterher auch herausgestellt, es ging um eine zivilrechtliche Auseinandersetzung, wo um den Zurück zu erhöhen, der die Gegenpartei mit Strafanzeige gestellt hat, die war auch total unberechtigt, die ist dann auch sofort wieder eingestellt worden, hat aber tatsächlich den gesamten Deal um etwas über vier Wochen verschoben, weil das Thema erst mal geklärt werden musste, denn rein von den Formalien der PE in dem Fall nicht kaufen durfte, wenn eine Strafanzeige vorliegt.

00:02:04: Das ist natürlich schon ein bisschen ärgerlich, wenn das am Notatermin passiert.

00:02:07: konnte aber geklärt werden.

00:02:09: Noch ein bisschen abstruser vielleicht, das ist die zweite Geschichte.

00:02:14: Wir hatten eine Transaktion, das war eine deutsche Gesellschaft, die hatte eine serbische Tochtergesellschaft.

00:02:20: Und da es letztendlich was Ähnliches passiert ist, wurde ein Check auf die handelnden Personen, auf den Geschäftsführer vor Ort geführt.

00:02:26: Und der hatte dummerweise den gleichen Namen wie ein serbischer Kriegsverbrecher, der aus einer Sanktionsliste stand.

00:02:32: Und das wiederum ist dem in der Prüfung nicht aufgefallen, dass es nicht die gleiche Person war.

00:02:38: Und dann war auch nicht beim Notartermin, aber kurz davor Alarm und es hieß, wir können nicht unterschreiben.

00:02:44: Und es hat auch den Käufer im ersten Moment nicht interessiert, dass unser, dass dieser Geschäftsführer vor Ort zum Zeiten des Krieges irgendwie elf Jahre alt gewesen war.

00:02:53: quasi bei Definition nicht der Kriegsverbrecher sein konnte, hat sich dann auch in ein paar Wochen geklärt, aber wir mussten tatsächlich explizit nachweisen, dass das zwei unterschiedliche Personen sind.

00:03:02: Aber auch den gleichen Namen wie den Kriegsverbrecher zu tragen, das ist dann natürlich auch schon, das ist schon einfach Pech, war aber beides in dem Moment schon schockierend, hat sich zum Glück beides aufgelöst.

00:03:13: Lernen wir was draus?

00:03:15: Ich glaube, die Sachen kannst du nicht vorbereiten.

00:03:17: Ich glaube, eine gute Vorbereitung auf einen Prozess ist extrem wertvoll.

00:03:21: Aber solche, ja, ich werde sagen, Black Swan ist vielleicht ein bisschen übertrieben, Black Swan, aber grundsätzlich solche außergewöhnlichen Momente, das ist schwer, die alle, alle zu berücksichtigen.

00:03:31: Das wird immer mal wieder passieren.

00:03:34: Okay.

00:03:35: Du hast uns aber zwei Dinge mitgebracht.

00:03:39: Normalerweise frage ich meine Gäste ja bitte ich sie, darum ein Objekt mitzubringen, dass eine Geschichte über sie erzählt.

00:03:44: Du hast gleich zwei mitgebracht.

00:03:46: Magst du vielleicht mal kurz antiesern?

00:03:49: was es ist, wonach es aussieht, vor allem auch für diejenigen, die nicht zu gucken, sondern nur zu hören.

00:03:54: Ihr könnt auch gerne bei YouTube zu gucken und wir werden dann später darüber sprechen, was dahinter steckt.

00:04:00: Zum einen habe ich hier eine Art Erinnerungsstück, eine Fahne, die was über meine unternehmerische Laufbahn sagt.

00:04:10: Eine

00:04:11: rote Fahne, die auch ein Umhang sein könnte.

00:04:13: Die auch ein Umhang sein könnte von der Größe.

00:04:16: Und dann habe ich hier so ein grünes, dickes Buch und tatsächlich ist das eine sehr besondere Briefmarkensammlung und hat auch für meine Unternehmensschuld Laufbahn eine ganz große Bedeutung.

00:04:29: Auch, glaube ich, da kommen wir nachher.

00:04:31: Da

00:04:31: kommen wir nachher dazu.

00:04:32: Ich bin gespannt.

00:04:34: Magst du kurz erzählen, wer du bist?

00:04:36: Ich bin Daniel, Daniel Grözwinger.

00:04:39: Wie du schon sagst, ist M&A-Berater.

00:04:42: Wir sind in einer... M&E-Botik mit sechzehn Leuten unterwegs.

00:04:46: Ich selber bin einer der drei Partner, hab für ein M&E-Berater einen etwas ungewöhnlichen Hintergrund.

00:04:51: Ich war die ersten fünfzehn Jahre selber Unternehmer im eher Start-up-Umfeld, wo du ja auch sehr, sehr viele erfolgreiche Sachen schon gemacht hast.

00:05:00: Hab so ein bisschen das Glück, neunundneinzig mit dem Studium fertig zu werden, hab mich dann selbstständig gemacht, einige wie sie finanzierte Start-ups aufgebaut, teilweise auch ... ... aus eigener, aus eigenen Mitteln finanzierte Unternehmen aufgebaut ... ... und hab dann, ... ... ein klein wenig die Seite gewechselt ... ... und berate seitdem ... ... andere Unternehmer ... ... in ihren Verkaufsprozessen.

00:05:21: Und ansonsten ... ... lebe ich in Hamburg, ... ... hab drei Kinder, ... ... die auch jetzt so langsam ... ... mit dem Berufsleben schon fast anfangen.

00:05:27: Und ja, ... ... das so in aller Kürze zu mir.

00:05:30: Wollen wir noch kurz ... ... die Namen deiner ...

00:05:33: Auch die verraten wir, also sehr, sehr gut.

00:05:37: Wir sind Parkland Capital aus Hamburg, wie eben schon erwähnt, sechzehn Leute und spezialisiert auf Transaktionen so in der Größenordnung von zwanzig bis zwanzigfünfzig Millionen Euro.

00:05:49: Das größte, was wir gemacht haben, war knapp fünfhundert Millionen.

00:05:51: Das ist aber bei uns eher ein Ausreißer.

00:05:53: Wir sind nur Unternehmerbutik, aber ich glaube, da kommen wir im Laufe des Gesprächs noch drauf.

00:05:58: Was war denn der spannendste oder chaotischste?

00:06:01: Du darfst dir aussuchen, M&A-Deal, den du je begleitet hast und was hast du daraus gelernt?

00:06:09: Tatsächlich ist es so, dass man aus fast jedem M&A-Prozess viel lernt.

00:06:14: Wir hatten einen ganz, ganz tollen im letzten Jahr.

00:06:16: Da ging es um eine Sicherheitsfirma, die elektronische Sicherheitslösungen anbietet.

00:06:23: Und ein sehr typisches Szenario für uns, ein Gründer, der sensationell an Unternehmen aufgebaut hat, als ein Mann Betrieb angefangen, Elektromeister, und dann später auf zweihundertfünfzig Leute skaliert hat, wirtschaftlich auch sehr, sehr erfolgreich, aber etliches nicht unbedingt optimiert auf ein Verkaufs-Szenario.

00:06:46: Und das war schon, ich sag mal, chaotisch, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber sehr viel Arbeit in der Vorbereitung ihm zu helfen, das so aufzubereiten, dass es eben auch für Investoren attraktiv ist.

00:06:57: Da waren ganz viele Kleinigkeiten dabei, von HR neu mit aufsetzen und die Finanzplanung, das ist ja sehr häufig dabei, aber Finanzplanung sehr detailliert zu machen, Konsolidierung, sieben Gesellschaften zusammenzuführen.

00:07:10: Das war ein sehr, sehr intensiver Prozess.

00:07:13: etlichen chaotischen Momenten, die wir aber alle ganz gut lösen konnten.

00:07:16: Und zwar tatsächlich auch ein sehr, sehr spannender Prozess.

00:07:20: Ein extrem großes, ein sehr interessanter Markt für Investoren.

00:07:23: Der wächst strukturell.

00:07:25: Der unteres Unternehmen war die größte unabhängige Plattform, die es in Deutschland da gab.

00:07:30: Und das hat sich dann, das auf großes Interesse bei Investoren gestoßen, sodass wir so einen wirklich sehr, sehr guten Optionsprozess quasi hatten mit hohen Impressen, mit über fünfundzwanzig Angebote und später fünf Parteien, Parallel Energy Diligence.

00:07:51: Das war außergewöhnlich spannend und auch mit einem sehr, sehr tollen Ergebnis für die Verkäufer.

00:08:00: Wann sollte ich mich als Unternehmer denn mit einem Exit beschäftigen?

00:08:04: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

00:08:08: Ich glaube, dass die Priorität für ein Unternehmer immer die Entwicklung des Unternehmens sein sollte und nicht primär der M&A-Prozess.

00:08:20: Der Schwerpunkt, wenn er dann konkreter wird, verschiebt sich das vielleicht ein bisschen, aber die Daumenregel aus meiner Sicht ist, wenn etwas gut für die Entwicklung des Geschäftes ist, dann ist es auch gut für die Entwicklung des Wertes dieses Geschäftes und damit gut für den M&A- und Exit-Prozess.

00:08:38: Es hilft aber dennoch schon mal frühzeitig sich zu vergegenwärtigen, wenn man das Thema Exit, wenn das in Frage kommt für den Gesellschafterkreis, sich schon mal frühzeitig ein paar Fragen zu stellen.

00:08:51: Nicht wahnsinnig hoch priorisieren.

00:08:53: Wie gesagt, Priorität sollte auf dem operativen Geschäft liegen.

00:08:56: Aber man kann vorbereitend schon Dinge tun, die helfen.

00:09:01: Sei es einfach, klingen jetzt wahrscheinlich relativ banal, aber ... Informationen sauber abzulegen, Reportings einzuschüren, so wie es ein Investor dann auch braucht oder auch überhaupt Daten zu sammeln.

00:09:15: Wir erleben viele Situationen bei unseren Kunden und ich hatte erwähnt, dass wir eine Unternehmerbutik sind.

00:09:21: Das sind viele Bootstrapped Companies.

00:09:23: Das sind ganz tolle Unternehmer, die auch erfolgreich sind.

00:09:26: Sonst würden sie nicht mit unseren Verkaufsprozess steigen.

00:09:28: Sie wachsen, die sind wirtschaftlich erfolgreich.

00:09:32: Aber die treffen Vielfachentscheidungen dann aus einem sehr guten, aus einem tiefen Branchenkenntnis raus und einem guten Bauchgefühl.

00:09:39: Und das macht sie erfolgreich.

00:09:41: Aber das ist nicht unbedingt das, was ein externer Interessent braucht.

00:09:46: Der braucht zusätzlich sauber aufbereitete Daten, um seine Kaufentscheidung zu treffen bzw.

00:09:53: der Verkäufer den optimalen Preis erzielt.

00:09:55: Und damit frühzeitig anzufangen, das macht schon Sinn.

00:10:00: Ich möchte aber nicht unbedingt einen Zeitstempel dranhängen.

00:10:05: Das kann sechs Monate vorher sein, das kann natürlich auch noch früher sein.

00:10:08: Man kriegt es auch sehr kurzfristig hin, aber Priho sollte immer das operative Geschäft haben und die operative Geschäftsentwicklung.

00:10:15: Ist es fair zu sagen, dass Venture finanzierte Unternehmen eine dankbare Struktur haben, wenn es um den Exit geht, weil die schon dran gewöhnt sind an Investoren zu reporten, Investoren im Board zu haben und da diese externe Accountability Funktion schon haben, anders als bei Bootstrap Companies.

00:10:38: Ja, das ist, glaube ich, fair zu sagen, bis die ein Stück weit besser auf den, also von den Formalitäten her sozusagen, etwas besser auf den Fair-Cost-Prozess vorbereitet sein können.

00:10:48: Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Unternehmer auch tut, aber häufig hat es bei dem eben nicht die gleiche Priorität, weil du richtigerweise sagst, dass ein wenscherfinanziertes Unternehmen einfach auch schon reporten muss und jemandem rechenschaftschuldig ist.

00:11:03: Und insofern kann man schon sagen.

00:11:07: Gilt nicht auf dem Einzelfall, aber im Durchschnitt würde ich schon sagen, ja.

00:11:12: Im Venture Capital Bereich gibt es diesen Rat an Gründer, wenn sie raisen, sprecht nicht über den Exit, denkt nicht an den Exit, macht von Anfang an das,

00:11:22: was das

00:11:23: Beste ist fürs Unternehmen, bauen ein gesundes Unternehmen auf.

00:11:27: Dann gibt es aber auch eine Gegentease, die da sagt, es macht total Sinn, schon sehr, sehr frühen Ideen zu haben, wie so ein Exit ausschauen könnte, wer Käufer sein könnte.

00:11:36: Art von Käufern, merkte, warum, um dann zu Reverse-Engineern und sehr früh schon früh die Weichen die richtige Richtung zu legen.

00:11:45: Also wenn wir jetzt euch mit den Line-Ix anschauen, die schon sehr früh mit SAP gepartnert haben, was dann zu einem Exit-Kanal wurde, wie siehst du das?

00:11:54: Macht das aus deiner Sicht oder wenn du heute ein Start-up gründen würdest, würdest du schon sehr früh bei Exit-Kanäle nachdenken und strategisch Konsequenzen daraus ableiten?

00:12:07: Ich würde sagen, beides ist richtig, was du sagst, und ich glaube nicht, dass sich das ausschließt.

00:12:11: Ich glaube, in erster Linie sollte ein Unternehmen immer irgendeinen Kunden Nutzen erfüllen und ein Produkt bauen, was irgendein Problem löst, idealerweise für einen Markt, der auch groß genug ist.

00:12:24: Und das heißt, für mich ist das im Prinzip ein erster Punkt, dass ein Unternehmen sollte sich auf das operative Geschäft fokussieren.

00:12:32: Wenn das gut läuft, dann kannst du auch einen guten Exit machen.

00:12:35: Ich glaube trotzdem, dass auch das zweite richtig ist.

00:12:40: Nämlich, also für mich ist das kein entweder oder.

00:12:44: Dein Beispiel mit Lineax.

00:12:46: Es ist sehr schwierig ein Unternehmen oder schwieriger ein Unternehmen zu verkaufen an jemanden, der noch nie von diesem Unternehmen gehört hat.

00:12:53: Also, das ist auch unsere Empfehlung an unsere Klienten.

00:12:57: Wenn wir frühzeitig mit ihnen sprechen, lasst uns gemeinsam schauen, dass ihr.

00:13:01: im Relevant Set bei den Strategien, also trifft noch ein bisschen mehr auf strategische Käufer zu, als auf PES.

00:13:07: PES sind da, die bagen sich auch ganz neue Themen ran, aber ein Strategie kauft natürlich nur etwas, was zu seinem Geschäft passt und was ist es immer sehr hilfreich, wenn der... schon mal Kontaktpunkte mit diesem Unternehmen haben.

00:13:20: Das kann wie bei Lina X eine Partnerschaft sein.

00:13:22: Das kann auch das Gegenteil sein, dass ich dem strategisch ein paar Kunden weggenommen habe oder der jedes Mal ein PR-Bericht liest und sagt, Mensch, die entwickeln sich ja offensichtlich super.

00:13:33: Das hilft schon.

00:13:34: Also insofern so flankierend über das Thema Exit schon nachzudenken und auch einige Maßnahmen zu machen, das finde ich richtig.

00:13:43: Aber ich würde nicht Wenn ich mich entweder oder entscheiden müsste, dann würde ich sagen, immer das operative Geschäft der Kunden nutzen, das ist die Priorität.

00:13:54: und dann ein erfolgreiches, wachsendes Unternehmen, findet auch ein Käufer.

00:14:00: Welche zwei, drei Dinge könnten Gründer können, sollten Gründer tun, wenn sie in zwei, drei Jahren verkaufen möchten?

00:14:15: Ich würde das ein klein wenig mal auf unsere Zielgruppe als Parklain beziehen.

00:14:21: Das sind Unternehmen, die profitabel sind, die wachsend sind.

00:14:28: Das ist nicht der ganz typische Venture Case, der jetzt mit sehr viel Funding auf eine Unicorn-Bewertung zuläuft und dann einen großen Exit macht.

00:14:41: Toller Bereich, das ist nicht ganz unser Bereich, auf den wir jetzt spezialisiert sind.

00:14:46: Ich sage dir ein bisschen zu der Transaktionsgröße, die ich da genannt habe.

00:14:50: Das sind dann von der Käuferlandschaft, Private Equity Investoren oder Strategen oder die Mischung aus beidem, die dieses kaufen.

00:14:57: Wenn ein Unternehmen in diesem Segment in zwei, drei Jahren verkaufen möchte, ist der wichtigste Tipp, den wir schon eben angesprochen haben, fokussiert euch auf das operative Geschäft.

00:15:10: lasst, stellt sicher, dass ihr wachsend seid, dass ihr wachst, dass ihr profitabel seid, dass ihr bestimmte, dass ihr neue Kunden gewinnt, dass ihr vielleicht auch ein bisschen Fokus dazu nehmt.

00:15:24: Firmen, die wir betreuen, haben teilweise Unternehmer von Unternehmern aufgebaut, Unternehmer haben teilweise ein bisschen Unternehmer, haben diese Tendenzen nach allen Alternativen alle Opportunitäten zu ergreifen.

00:15:38: Und das ist auch... Als Unternehmer ja nicht falsch, aber manchmal verlieren sie dann so ein bisschen Fokus.

00:15:43: Da kann man ein bisschen was in Richtung Fokus machen.

00:15:46: Also zumindest sollte man es mal diskutieren.

00:15:49: Das hilft.

00:15:49: Und dann eben die Reportingsvorbereiten, eine Historie auch an KPIs dokumentieren zu können, ganz banal Unterlagen sauber dokumentieren, also Verträge und ähnliches.

00:16:05: Das kann ich alles schon machen, auch mit zwei, drei Jahren Vorlauf.

00:16:08: Der größte Wertreiber ist trotzdem das operative Geschäft, wie sich das entwickelt.

00:16:13: Insofern sollte dort die Priorität liegen.

00:16:17: Du sagst, man sollte das tun, was fürs operative Geschäft und das Wachstum der Firma am besten ist.

00:16:22: Jetzt hört man ja doch schon mal, dass wenn es in Richtung M&A-Deal geht, vielleicht die eine oder andere Investition nicht getätigt wird, damit das Ergebnis besser aussieht.

00:16:34: Die eine oder andere Investition, die fürs Wachstum ist, unternehmens vielleicht ganz gut wäre.

00:16:39: Was sagst du denn zu dem Spannungsfeld?

00:16:42: Das ist eine sehr, sehr individuelle Entscheidung.

00:16:44: Erstmal muss man sagen, wenn ich diese Investitionen klar zusortieren kann und wir als M&A-Berater, wir sind ja keine Wirtschaftsprüfer.

00:16:54: Was wir ja machen, ist, dass das Ziel einer guten M&A-Beratung ist, den bestmöglichen Deal für die Verkäufer hinzubekommen, also wenn ich auf der Verkäuferseite mandatiert bin.

00:17:04: Und wir schauen uns natürlich, also da ist ein wesentlicher Teil davon ist, dass man das Potenzial der Firma aufzeigt und dass das gut in die Bewertung mit einfließt, dass ich quasi ein höheres Multiple bekomme, weil das Unternehmen sehr viel Potenzial hat.

00:17:18: Und was wir dann machen, ist mit den Unternehmern zusammen, dass wir uns genau diese Investitionen anschauen, dass wir die rausrechnen, dass wir mit einem Adjusted-Ebit in die Kommunikation einsteigen.

00:17:30: Insofern würde ich nicht sagen, dass man unbedingt diese Investitionen alle schieben muss.

00:17:35: Wie gesagt, es ist trotzdem eine individuelle Entscheidung, wenn das eine Investition ist, die jetzt vielleicht sich erst in zehn Jahren irgendwie auszahlt, dann kann es schon mal besser sein, dann ist es wahrscheinlich nicht ganz so einfach, das als Adjustment durchzukriegen.

00:17:49: Insofern, es bleibt eine individuelle Entscheidung, aber die Käufer, die sind heute auch relativ versiert und gucken genau hin, die verstehen solche Zusammenhänge schon.

00:18:03: Und auch umgekehrt, wenn ich, also die verstehen auch, wenn ich einfach mir alle Investitionen spare, dann kommt auch die Rückfrage.

00:18:10: Also ich glaube, es ist eher Investitionen, die ich gut verteidigen kann, die sinnvoll sind, die würde ich in den meisten, nicht in allen, aber in den meisten Fällen doch weiterhin machen.

00:18:20: Magst du uns vielleicht?

00:18:21: vor allem alle, die noch keinem und ein Prozess durchgespielt haben, einmal skizzieren wie so ein ideal typischer Prozess von Idee bis Closing aussieht.

00:18:32: Gerne, das ist natürlich zum einen fast ein abenfüllendes Thema, aber ich versuche es mal so ein bisschen kurz.

00:18:37: Ich glaube, ich komme nochmal einmal zurück auf das Ziel.

00:18:40: Das Ziel ist ja, eine Lösung zu finden, die für die Gesellschaft da die Wunschlösung für die Gesellschaft dazu finden.

00:18:48: Das ist ja unsere Aufgabe.

00:18:50: Und das ist natürlich ganz wesentlich eine gute Bewertung.

00:18:54: Aber das ist auch Dealstruktur.

00:18:56: Wir haben sehr viele Deals, wo der Verkäufer gar nicht hundert Prozent verkauft, sondern eine höhere Rückbeteiligung eingeht.

00:19:04: oder der möchte weitermachen oder er möchte genau das Gegenteil.

00:19:08: Er möchte lieber aufhören mit der Transaktion.

00:19:10: Das heißt, Jeder Prozess startet eigentlich damit, dass wir das erstmal verstehen müssen, dass wir sehr intensiv mit unserem Klienten darüber reden, was ist eigentlich dein Zielbild, was möchtest du gerne und ihn auch dabei beratschlagen und ihm auch die verschiedenen Alternativen aufzeigen.

00:19:23: Damit geht eigentlich der Prozess immer los.

00:19:25: Das ist meistens schon in der Anbahnungsphase, bevor wir überhaupt mandatiert sind.

00:19:29: Und dann der klassische Prozess geht eigentlich damit los, dass wir sehr, sehr tief in dieses Geschäftsmodell einsteigen, Daten sammeln, eine Businessplanung bauen, eine werttreiberbasierte Businessplanung bauen.

00:19:41: Ich hatte vorhin erklärt, das Ziel ist, das Potenzialwerte zu bekommen oder in die Bewertung einfließen zu lassen.

00:19:46: Das heißt, wir wollen aufzeigen, was in diesem Unternehmen alles noch steckt.

00:19:50: Dann entwickeln wir eine sogenannte Equity-Story, ein letztendlich so eine Art Verkaufsprospekt, kann man sich das so vorstellen.

00:19:59: Das wird auch häufig IM genannt, Information Memorandum.

00:20:02: Das sind dann so ... Sechzig bis hundertzwanzig Seiten, wo sehr, sehr detailliert am einerseits das Unternehmen beschrieben wird, aber eben vor allem auch das Potenzial dieses Unternehmen beschrieben wird, sodass ich Leute wie in deinem Fall, wo du ja sehr viel Pitch Beratung machst, jetzt für Fundraising Sachen, wo ich Interesse wecke, wo ich sage, Mensch, das möchte ich besser verstehen als Käufer.

00:20:24: Und wenn wir das alles fertig haben, also Businessplanung, IM.

00:20:30: gibt es noch ein TeeSan und ein paar andere Dokumente, dann gehen wir zum einem bestimmten Zeitpunkt raus.

00:20:35: Es ist aus meiner Sicht in den allermeisten Fällen super wichtig, dass man gut vorbereitet und dann an alle potenziellten Käufer mehr oder minder gleichzeitig herausgeht, was man erreichen möchte, ist, dass man im Prozess möglichst viele Parteien, möglichst lange in der gleichen Phase hält.

00:20:54: Das ist sowieso schon schwer, weil man natürlich die Gegenpartei nicht kontrollieren kann.

00:20:57: Aber wenn ich schon unterschiedlich starte, dann haben wir am Anfang schon verloren.

00:21:00: Das heißt, man sollte da sehr gut vorbereitet reingehen.

00:21:04: Dann sprechen wir in dem Fall, in den meisten Fällen die Käufer an, teilweise tut es auch der Verkäufer.

00:21:10: Wir stellen Ihnen das Unternehmen vor, wir pitchen das.

00:21:15: Das ist ein bisschen anders wie im Venture-Bereich, wo es ja immer das Team macht.

00:21:20: Wir machen das zum Teil, manchmal auch die Verkäufer selbst, aber das ist im M&L-Prozess durchaus üblich, dass das auch der M&L-Berater macht.

00:21:27: Zu dem Zeitpunkt kennen wir das Unternehmen auch extrem gut und können das extrem gut pitchen.

00:21:32: Und dann ... Werden Informationen ausgetauscht, ein NDA, dann kriegen sie das Information-Memorandum und gucken sich das an.

00:21:39: Dann gibt es Rückfragen, wie beantworten wir, auch mit dem Management-Tag, was wir zusammen.

00:21:42: Dann gibt es typischerweise ein Management-Meeting.

00:21:44: Teilweise gibt es vorgezogen Koffelt, ein bisschen Kennenlernen-Meetings nochmal.

00:21:49: Und dann, wenn es gut läuft, haben wir Interessenten, dann gibt es einen LOI, also eine Absichtserklärung oder einen Bewertungsvorschlag von dem Käufer, die werden verhandelt.

00:21:59: Und dann entscheidet man sich, mit wem man in den Detailations reingehen möchte.

00:22:03: Jeder Käufer will das exklusiv haben.

00:22:05: Wir wollen das in der Regel nicht.

00:22:06: Das ist immer ein Verhandlungspunkt.

00:22:08: Dann geht Detailations los.

00:22:10: Dann sind verschiedene Parteien in der Energy Diligence.

00:22:12: Es gibt einen virtuellen Datenraum.

00:22:14: Da geht supertief alle Informationen zu dem Unternehmen.

00:22:16: Das haben wir natürlich vorher alles vorbereitet.

00:22:18: Viele Rückfragen, Expert Sessions haben.

00:22:21: Da geht es dann von uns darum, alle Parteien sauber durch diese Due Diligence zu managen, denen so viel zu sagen, dass sie alles wissen, was sie wissen müssen, aber vielleicht auch nicht unbedingt sehr viel mehr.

00:22:31: Und also den Fokus nicht zu verlieren, will ich damit sagen.

00:22:34: Und wenn das gut läuft, was in der Regel dann der Fall ist, dann gibt es hinterher die Vertragsverhandlungen, wird ein SPA gemacht, also Share Purchase Agreement ist der Kaufvertrag und häufig auch ein SHA, also es ist ein Share Holder Agreement.

00:22:49: Das ist regelt.

00:22:51: Das ist immer dann notwendig, wenn es eine Rückbeteiligung gibt oder nicht hundert Prozent verkauft wird, dann muss ja das Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer in der Zukunft geregelt werden.

00:22:58: Das ist darin geregelt.

00:23:00: Das wird beides verhandelt und weil es auch dann weiterhin super läuft, dann werden die Verträge alle finalisiert mit Anlagen und allem rum und ran.

00:23:07: Dann bin ich beim Notar, gibt es ein Signing und dann, wir waren am Anfang bei den Beispielen, wo es manchmal nicht so gut gelaufen ist, dann geht es zum Closing.

00:23:13: Das heißt, das Geld wird bezahlt, manchmal gibt es eine Kartellfreigabe und andere Closing Conditions.

00:23:18: Und dann ist der Prozess vorbei.

00:23:20: Ich habe zwei Punkte vielleicht nochmal ein bisschen hervorheben.

00:23:25: Zum einen gerade diese Vorbereitungsphase.

00:23:28: Wenn ich nicht wahnsinnigen Zeitdruck habe, was ich ja üblicherweise bei einem wachsenden profitablen Unternehmen nicht unbedingt habe, ist auch ein bisschen anders beim Fanscherbereich, wo ich ja teilweise einfach das Geld brauche, weil ich defizitär bin und die Unternehmensentwicklung weiter finanzieren muss.

00:23:43: habe ich glücklicherweise meistens auch ein bisschen mehr Zeit an und dann sollte man sich diese Zeit auch nehmen.

00:23:48: Je besser vorbereitet ich da reingehe, je besser ich die Equity Story shape, je je besser ich das Management auf die da vorbereite, die haben auch vielfach nicht gelernt zu pitchen.

00:24:00: üben wir dann mit denen.

00:24:02: und dass also die Vorbereitung sich ein bisschen mehr Zeit zu lassen ist in den allermeisten Fällen empfehlenswert.

00:24:08: Und dann hatte ich vorhin gesagt, die Investorenansprache, was dem schon vorgeschaltet ist, ist nochmal, wir machen dann schon so Pre-Marketing.

00:24:13: Ich hatte vorhin gesagt, dass ihr, dass die Verkäufer schon ein bisschen dafür sorgen können, dass sie auf dem Relevant Set der Strategen landen, dass die sich schon mal begegnet sind.

00:24:29: oder von der Firma schon mal gehört haben.

00:24:31: Wir können das Gleiche natürlich sowohl mit Strategien, auch wie auch mit Private Equity-Investoren auch machen.

00:24:36: Das heißt, wir rufen die an, wir sagen, wir kommen da mit einem spannenden Thema, hast du dir den Markt schon mal angeschaut?

00:24:40: und in dem Moment sagen wir vielleicht noch gar nicht, um welche Firma es sich handelt.

00:24:44: Wir machen auch andere Aktionen.

00:24:47: Es kann gut sein, das mal so ein... Verkäufer vielleicht mal dem ein oder anderen Podcast auftaucht.

00:24:52: Wir versuchen einfach Aufmerksamkeit für diese Firma zu erzeugen.

00:24:55: Und da gibt es noch viele kleine Dinge, die man zusätzlich machen kann.

00:24:59: Und genau, also das sind nochmal so zwei Themen, die so ein bisschen parallel zu diesem Standard, zu diesem Standardprozess laufen.

00:25:05: Max, was einmal so eine Zeitschiene einordnen heißt, wann kommt dir typischerweise dazu und wie lange dauert so ein... Prozess.

00:25:15: Und was würdest du empfehlen, wenn du eine ideal typische Situation hast, grüne Wiese, wann man schon mit den Vorbereitungen anfängt?

00:25:23: Also was immer am schwierigsten.

00:25:25: zu beziffern ist, ist diese Vorbereitungsphase, weil das natürlich sehr davon abhängt, wie das Unternehmen darauf gestellt ist.

00:25:31: Es gibt Unternehmen, die schon super Datenlage haben und das ein bisschen schneller geht und es gibt Unternehmen, wo noch sehr viel zu machen ist.

00:25:41: Ich hatte dieses Beispiel genannt, da waren das wirklich sieben verschiedene Gesellschaften, es gab keine Konsolidierung der Zahlen, es gab keine historische Konsolidierung der Zahlen, das musste alles gemacht werden.

00:25:49: Dann hat die Vorbereitung etwas länger gedauert.

00:25:51: Deswegen kann diese Vorbereitung, also wenn jetzt ein Klient sagt, es muss in einem Monat losgehen, also mit der Ansprache losgehen, dann kriegen wir das hin.

00:25:59: Würden wir es empfehlen, wenn es andere Alternativen gibt?

00:26:02: Nein, eher nicht.

00:26:03: Da würden wir eher sagen, na ja, so drei Monate wäre schon ganz schön.

00:26:08: Wie gesagt, muss überhaupt nicht sein.

00:26:09: Es geht auch schneller, aber es ist meistens lohnt es sich.

00:26:13: Und es kann aber auch sein, dass wir Ich habe ein Extremwahlspiel, da ist es tatsächlich so, wir haben einen Verkaufsprozess gestartet, das heißt die Vorbereitung auf diesen Verkaufsprozess gestartet, das war vor drei Jahren.

00:26:25: Und wir haben in diesem Vorbereitungprozess so viel mit dem Unternehmer uns ausgetauscht und so viele dem noch gemeinsam identifiziert, wo sehr viel Wert drin gesteckt hat, dass der Unternehmer entschieden hat zu sagen, nee, die möchte ich selber noch umsetzen.

00:26:39: Und damit kommen wir jetzt nächstes Jahr an den Markt.

00:26:41: Das hat dann irgendwie drei Jahre gedauert.

00:26:42: Das ist aber ein extremer Ausreißer, um auf deine Frage ein bisschen spezifischer zurückzukommen.

00:26:47: Die Vorbereitungsphase, die dauert so zwischen ein, anderthalb und drei, vier Monate.

00:26:55: Man kann sich auch sechs Monate Zeit lassen.

00:26:57: Aber das wirklich nur, wenn man wirklich keine Eile hat.

00:27:00: Und dann geht die Ansprache los.

00:27:05: Und ab da würde ich sagen, dauern die Prozesse ... vier bis sechs Monate.

00:27:13: Es ist so, dass die ein bisschen langsamer geworden sind über die letzten zwei, drei Jahre.

00:27:18: Das liegt daran, dass sich die Investoren etwas mehr Zeit lassen, etwas genauer die Firmen anschauen.

00:27:26: Wie gesagt, immer wieder reden über Private Equity, wir reden nicht über Venture im Moment.

00:27:30: Private Equity sind bei uns die Käufer, bei den meisten, oder Strate.

00:27:35: Und die machen sehr genaue Datenanalysen.

00:27:37: Es wird heute fast keine Transaktionen mehr stattfinden, ohne dass ich einen Vollfund DataCube, also über operative Daten, je nach Geschäftsmodell, zur Verfügung stelle, die werden analysiert.

00:27:45: Das heißt, es dauert da ab und an auch mal ein bisschen länger.

00:27:51: Und dann hängt es natürlich immer ein bisschen auch damit zusammen, wie viel Interesse habe ich.

00:27:54: Also wenn ich da riesig viel Interesse habe, dann kann ich auch einen Datenraum öffnen und sagen, wir haben drei Wochen für die due diligence.

00:27:59: Und mir gibt's einfach nicht.

00:28:01: Da schaffen die dann auch alle, wenn die da sehr interessiert dran sind.

00:28:08: Das geht auch.

00:28:09: Ja, also ich würde sagen vier bis sechs Monate.

00:28:13: Ab dem Zeitpunkt, wo ich an den Markt gehe.

00:28:16: Wie ist ja so ein klassisches Modell, wie ihr Kaufmännisches Modell, wie ihr mit euren Klienten zusammenarbeitet?

00:28:26: Also, wie werden wir legen?

00:28:31: Oder wir haben in der Zusammenarbeit Interessensgleichheit.

00:28:37: Das bedeutet, wir bekommen eine prozentuale Vergütung von dem Transaktionsvolumen oder von dem Kaufpreis, den wir erzielen können.

00:28:45: Das ist auch branchenüblich.

00:28:47: Bei uns ist es ein bisschen speziell.

00:28:49: Wir haben zusätzlich berechnen, wie ein Retainer.

00:28:53: Auch das ist branchenüblich.

00:28:54: Der ist vielleicht bei dem ein bisschen höher, aber dem anderen ein bisschen niedriger.

00:29:00: Die Höhe der prozentualen Vergütung, die hängt natürlich immer so ein bisschen an einem Gesamtvolumen ab.

00:29:06: Also jeder kann ein bisschen matte.

00:29:09: Auf Zahnhundert Millionen Transaktionsvolumen kriegt prozentual ein bisschen weniger als auf zwanzig Millionen.

00:29:15: Da gibt es schon ein bisschen Unterschiede.

00:29:18: Ich glaube, da sind die Vergütungsmodelle von uns und unseren Kollegen, wenn man da in die gleichen Qualitätsschublade guckt, da sind die relativ... Mit leichten Abweichungen sind wir relativ ähnlich.

00:29:32: Also prozentuale Vergütung.

00:29:33: Bei uns ist es auch so, wir bekommen immer die Bezahlung dann.

00:29:36: Das macht nicht jeder.

00:29:38: Immer dann, wenn auch das Geld fließt, ich hatte ja vorhin erwähnt, dass viele Transaktionen auch mit einer Rückbeteiligung versehen sind oder mit einem variablen Kaufpreis versehen sind, also Kaufpreisanteil versehen sind.

00:29:48: Und dann berechnen wir unsere Vieh auch tatsächlich immer dann, wenn sie dem Verkäufer den Gesellschaft dann zufließt.

00:29:54: Das heißt, wir machen eine Transaktion, was ist ich, wo acht sich sofort gezahlt werden und zwanzig später, dann würden wir auf die zwanzig, auch erst die Vieh berechnen, wenn die zwanzig fließen.

00:30:03: Damit du deine Vieh bekommst und die möglichst.

00:30:07: Attraktiv ausfällt, bist du ja sehr stark auf den Gründer angewiesen.

00:30:10: am Ende.

00:30:11: Also ihr macht sehr, sehr viel in dem Prozess.

00:30:14: Die Vorbereitung des Pre-Marketing, das Modell rechnet ihr mit den Datenraum, die Equity-Story und da geht es jetzt nicht wie im Venture-Bereich um Schicke-Zwölf-Slides, sondern eher um Hundert-Slides.

00:30:26: Am Ende muss ja dann aber der Gründer glänzen im Gespräch mit dem Käufer.

00:30:32: Wie oft kommt es vor, dass du da sitzt mit dem in so einem Erstgesprächendext?

00:30:36: Nicht dein Ernst.

00:30:42: Das kommt gar nicht so häufig vor.

00:30:45: Das, was schon vorkommt, ist, dass ich mir denke, daran müssen wir arbeiten,

00:30:50: weil

00:30:51: die viele unserer Klienten ja nicht gewöhnt sind, ihr Unternehmen zu pitchen.

00:30:56: Und ein bisschen anders als im Venture-Bereich, wo dann schon irgendwie drei Venture-Runden gemacht wurden und die natürlich dann schon Erfahrung gesammelt haben aus diesen Venture-Runden.

00:31:06: Das sind... einige von unseren Klienten gewöhnt, andere nicht.

00:31:11: Und das kommt schon vor, aber das sind ja schon immer sehr gute Unternehmer, erfolgreiche Unternehmer, sonst würden die gar nicht über einen Exit nachdenken bzw.

00:31:20: in unsere relevant Set so reinfallen.

00:31:23: Und idealerweise ist das Unternehmen dann ja auch in einem Stadion, wo es nicht mehr so stark von dem gründer abhängig ist wie ein menscher unternehmen was gerade gründet was natürlich quasi hundert prozent von dem gründer oder dem gründer team abhängig ist.

00:31:40: das ist ja bei einem unternehmen was dann schon irgendwie ich fünfzig millionen umsatz macht und acht millionen euro ebit.

00:31:46: da ist natürlich.

00:31:47: in den allermeisten Fällen nicht mehr so stark von dem Grunde abhängig.

00:31:51: Also, was man, wenn das jetzt so richtig so gar nicht geht, habe ich tatsächlich noch nicht erlebt.

00:31:56: Was ich schon erlebt habe, ist, dass ich mir denke und das bespreche ich dann aber auch an.

00:31:59: Ich sage dann, Mensch, guck mal, wir helfen dir, die Präsentation zu machen.

00:32:03: Wir helfen dir, wir üben das mit dir.

00:32:06: Wir haben da ja auch tatsächlich auch mal jetzt ein Fall, wo wir da mal zusammenarbeiten, wo wir dann auch andere Berater empfehlen, die das gut machen.

00:32:18: Also das sehen wir auch mit als unsere Aufgabe, dass eine schlechte Performance in dem Management Meeting auch nicht passiert.

00:32:25: Das gehört mit zu unserer Verantwortung, das gut vorzubereiten.

00:32:29: Was würdest du sagen, sind so die zwei, drei größten Fehler, die Gründe an dem M&A-Prozess machen und wie vermeidet man die am besten?

00:32:40: Also ich glaube, der erste große Fehler ist erst mal, das ohne ein M&A-Berater zu machen.

00:32:43: Das klingt jetzt ein bisschen ... Natürlich vielleicht ein bisschen komisch, weil ich selber M&A-Berater bin, aber tatsächlich würde ich unabhängig davon, ob es jetzt mit mir ist oder auch mit einem Branchenkollegen oder Kolleginnen, das würde ich auf jeden Fall mit einem M&A-Berater machen.

00:33:02: Wir werden dafür gut bezahlt, aber wir erhöhen, ich habe wirklich noch keinen Fall erlebt, wo wir nicht, dass den Deal und den Teil auch besser gemacht haben.

00:33:12: Das würde ich immer empfehlen, weil dann genau diese eklatanten Fehler auch nicht passieren.

00:33:16: Wenn ich dann irgendwie nur Einzelgespräche zu früh irgendwelche Zahlen verteilen, wo ich ohne Adjustments was gemacht habe, wo ich nicht das Potenzial gezeigt habe und zu konservativ vielleicht reingehe und hinterher sage, ach nee, das wird doch alles viel besser, aber einmal genannte Zahlen kriege ich aus den Köpfen.

00:33:35: sehr, sehr schwer wieder raus.

00:33:36: Das ist so ein typischer Fehler.

00:33:38: Käufer ruft an und sagt, Mensch, wie groß bist du denn?

00:33:41: Und wie glückst du in den nächsten Jahren, Deutscher?

00:33:44: mittelständler ist er auch eher konservativ in seinen annahmen.

00:33:48: und der sagt und vorsichtig so typisch so bisschen typisch deutsch.

00:33:52: er sagt dann nur und ja wird schon gut laufen und dann so und da ist es viel besser an der equity story erst gemeinsam zu arbeiten und richtig verschenkt da einfach was.

00:34:04: und da ist durch mich oder durch unsere Branchen, auch meine Branchenkollegen, ist das schon sehr, sehr hilfreich da, da Support zu bekommen.

00:34:13: Und dann geht es natürlich weiter.

00:34:15: Dann geht es hinterher nachher um die Verträge, Garantien, so ein glücklicherweise, so ein M&A-Prozess echt komplex.

00:34:23: Und sonst bräuchte uns ja auch keiner.

00:34:26: Es ist schon sehr vielfältig.

00:34:27: Ich nehme manchmal das Beispiel... Aus meiner Sicht ist der Job eines Marklers für eine Immobilie relativ einfach.

00:34:34: Ich habe eine Immobilie, die steht da, die bleibt da auch stehen, die hat einen bestimmten Zustand, die hat bestimmte Mieteinnahmen, vielleicht, wenn es ein vermietetes Objekt ist, sondern muss ich das ein bisschen beschreiben, ich muss ein paar Fotos machen.

00:34:45: Das Gleiche machen wir letztendlich auch nur für ein viel, viel komplexeres Konstrukt, dass wir irgendwie mieten, da ist nicht viel Potenzial drin, vielleicht ein bisschen Erhöhungspotenzial, aber bei einer Firma, da steht ganz viel Potenzial in der Zukunft.

00:34:56: und die ganze Beschreibung, das besteht aus einem Team, das ist ja quasi ein Organismus, das ist ja eine juristische Person, die ich da verkaufe.

00:35:03: Und das ist halt in Summe sehr komplex.

00:35:05: und auch die Verträge sind viel komplexer.

00:35:07: Verträge sind immer hundert Seiten plus und das alles gut zu machen.

00:35:13: Da hilft schon Erfahrung.

00:35:16: Ich mach das jetzt seit zwölf Jahren.

00:35:19: Und es hat schon ein paar Jahre gedauert, bis ich irgendwie Selbstbewusst sagen kann, jetzt bin ich ein ganz guter M&A-Berater.

00:35:25: Und das würde ich immer warten und nicht zu frühzeitig.

00:35:31: Das ist vielleicht noch eine Ergänzung.

00:35:33: Ich würde dann auch empfehlen, redet einfach mal frühzeitig mit dem ein oder anderen anderen... Gründer, der vielleicht mal verkauft hat oder jemand, der Erfahrung in so einem Prozess hat.

00:35:44: Der sagt einem ja auch, was gut gelaufen ist, was er vielleicht in Nachhinein anders machen würde.

00:35:50: Ich muss nochmal wieder kurz darauf zurückkommen.

00:35:52: Es ist ein bisschen anders, wenn ich in dieser Benscherwelt unterwegs bin, wo es ja von Anfang an üblich ist, mit sehr vielen über seinen Unternehmen zu reden und mit... mit Investoren zu reden.

00:36:05: und als ein Pitch abgeschlossen fange ich eigentlich schon an, den Nächsten zu machen.

00:36:09: Das ist ja bei den Unternehmen, das ist teilweise bei unseren Unternehmen auch so, weil wir verkaufen eben auch den vorhin zitierten Elektromeister, der hat halt in den neunziger Jahren angefangen, Unternehmen aufzubauen, sensationell und das eben auf zweihundertfünfzig Leute skaliert.

00:36:22: Aber der hat noch nie einen Pitch gemacht, der hat noch nie dort mal sein Unternehmen präsentiert.

00:36:29: und da muss man eben aufpassen, dass man nicht zu früh falsche Sachen sagt.

00:36:33: sollte man unternehmer nicht auch raten schon sehr früh mit menschen wie dir zu sprechen also noch lange bevor man sagt jetzt wird es konkret so ein exter thema so?

00:36:41: von dir weiß ich ja dass du das sehr gerne machst also auch schon in einer sehr sehr frühen phase oder schon sehr gerne tipps gibt die vielleicht einem schon mal die weichen die richtigen richtungen stellen könnten.

00:36:52: ich finde sehr hilfreich.

00:36:53: ich würde das selber tun und würde das auch empfehlen.

00:36:57: wie gesagt es muss nicht ich alleine sein Du hast ja auch ganz tolle Tipps oder auch andere Menschen aus der Branche oder auch andere Unternehmer, die mal verkauft haben.

00:37:06: Ich würde das schon raten.

00:37:07: Der Fokus sollte das operative Geschäft sein.

00:37:09: Man sollte sich nicht Tag einen Tag aus mit diesem Thema beschäftigen, wenn nicht konkret was ansteht, aber frühzeitig sich ein paar Tipps abzuholen und so ein paar Themen schon frühzeitig zu berücksichtigen, das hilft.

00:37:23: Wie wichtig ist bei einem M&A-Berater wie dir, sind bestehende Kontakte zu Käufern?

00:37:28: Mit anderen Worten, wenn ich jetzt vor der Entscheidung stehe, mich für einen M&A-Berater entscheidend zu wollen, wie stark sollte ich darauf schauen, welche Kontakte der schon hat in meiner Zielkäufergruppe?

00:37:42: Oder ist das gar nicht so wichtig und dass es ein Skill den guten M&A-Berater haben, auch neue Kontakte aufzumachen?

00:37:48: Ich glaube, die Bedeutung davon wird immer von den Klienten etwas überschätzt.

00:37:57: Natürlich ist es wichtig, eine Reputation zu haben und Kontakte zu haben, aber ich kenne nie alle Käufer in keinem einzigen Verkaufsprozess, alle potenziellen Käufer oder fast nie, die zumindest ein breiterer Prozess sind.

00:38:17: wirklich kein Problem auch zu professionellen Käufern, die Kontakte aufzumachen.

00:38:25: So hilft es sicherlich ein bisschen, aber ich glaube, es ist eine gute Vorbereitung, eine gute Equity-Story, auch dieses flankierende Pre-Marketing, was ich vorhin erwähnt hatte.

00:38:38: Das sind alles Themen, die ich für wichtiger halte als als jetzt den konkreten Kontakt zu haben.

00:38:49: Ich glaube, wichtiger ist, finde ich ein Berater, der für meine Situation der richtige ist.

00:38:56: Ich hatte ja vorhin so ein bisschen beschrieben, wo unser Schwerpunkt liegt.

00:39:01: Es gibt bestimmt bessere Berater, die dein Unicorn verkaufen als mich.

00:39:05: Vielleicht bin ich das irgendwann, würde ich auch gerne mal machen.

00:39:07: Heute würde ich sagen, gibt es Berater, die das besser können.

00:39:10: ... die das schon häufiger gemacht haben.

00:39:15: Und da sind dann auch ein paar andere Skills notwendig.

00:39:17: Ich würde auch heute keinen.

00:39:20: Wir sind sehr spezialisiert eher auf Assetlight-Geschäftsmodelle, ... ... also jetzt irgendwie so ein Zementwerk verkaufen ... ... oder Biotech, das verstehe ich relativ wenig.

00:39:30: Kann ich den M&A-Teil davon?

00:39:32: Ja, verstehe ich jetzt.

00:39:33: Alle Wertreiber des Geschäftes, mit ein bisschen Zeit wahrscheinlich auch, aber es ist einfach nicht mein Home-Turf.

00:39:39: Da gibt es dann andere Berater.

00:39:40: Und dann musst du dich immer fragen, aus meiner Sicht, wer berät dich denn?

00:39:44: Also, es ist ja nicht die Frage, du engagierst ja eigentlich nicht eine Firma, sondern du engagierst schon gewisserweise so ein Team.

00:39:49: Und das zum Beispiel bei uns so, dass wir auf den Projekten auch selber arbeiten.

00:39:53: Und deswegen ... hatte ich das vorhin erwähnt.

00:39:55: Wir sind ein Unternehmer-Boutique.

00:39:56: Wir können sehr, sehr gut mit Unternehmer-Situationen.

00:39:59: Wir waren selber als Partner alle mal Unternehmer und sind gerade in dieser Vorbereitungsphase sehr, sehr gut.

00:40:07: Wir sind diese Equity-Story zu erzählen, die Wertreiber rauszuarbeiten, den Gründer mit an die Hand zu nehmen, weil wir selber mal in der Situation gewesen sind.

00:40:15: Das fällt uns ganz leicht oder das können wir ganz gut.

00:40:20: Wir können auch einen sehr guten Prozess dann hinterher organisieren.

00:40:24: Aber eben in diesem Segment, zwanzig bis zwanzigfünfzig, und das meiste liegt dann bis hundertfünfzig, das sind so die Deals, die wir gut können im Assetlight-Bereich.

00:40:34: Und ich sagte schon, es gibt auch andere gute Berater, die da am Markt unterwegs sind.

00:40:38: Zum Glück nicht unendlich viele, aber es gibt schon auch andere gute.

00:40:41: Und die sind dann für andere Situationen auch super.

00:40:45: Ich glaube, in dieser Situation machen wir gute Arbeit.

00:40:47: Wir

00:40:47: können einen guten Prozess organisieren, das du gerade gesagt hast.

00:40:50: Dazu hätte ich zwei Fragen, die ich gerade aus der Venture-Welt mitgebracht habe.

00:40:55: Gern.

00:40:55: FOMO ist die erste.

00:40:58: Wie kann man FOMO in einem M&A-Prozess erzeugen?

00:41:02: Kann man?

00:41:07: Also zum einen glaube ich, dass das Thema FOMO eine etwas geringere Bedeutung hat als im Venture-Bereich in den Transaktionen, die wir begleiten.

00:41:19: Das heißt nicht, dass es keine Bedeutung hat, es nur eine komparativ etwas geringere Bedeutung.

00:41:22: Das liegt einfach daran, dass wir für den Verkauf und die eben, die haben schon relevant Umsatz, die haben, die haben den E-Bit, die wachsen, die sind profitabel, da wird die die Investitionsentscheidung wird, ich kann viel mehr Daten analysieren, ich kann mir sehr viel mehr anschauen von dem Unternehmen, von der Historie und so weiter, dass dass das in der Entscheidung, was ich denn jetzt dafür zahlen möchte und ob ich es machen möchte, eine komparativ etwas größere Rolle einnimmt und FOMO ein etwas geringere.

00:41:53: Trotzdem kann ich FOMO erzeugen.

00:41:55: Aus meiner Sicht gibt es da, sagen wir mal, zwei große Bereiche, das kann man beliebig noch weiter aufteilen, aber das eine ist... Aufmerksamkeit schaffen, die in den relevanten Set bei den Käufern kommen.

00:42:09: Ich hatte es vorhin Pre-Marketing genannt, mit den Käufern schon mal sprechen oder davor schon auch noch im Mindset des Käufer überhaupt aufzutauchen.

00:42:20: Und schon mal so ein bisschen bekommen da mit einem spannenden Thema.

00:42:23: Die Branche redet auch miteinander.

00:42:25: Dann wissen alle, da kommt einer mit einem spannenden Thema im Healthcare-Bereich oder so.

00:42:29: Und da erzeuge ich schon so ein bisschen und das tatsächlich so.

00:42:33: Dann rufen uns auch die IPEs an und sagen, wann kommt denn jetzt damit?

00:42:37: Du hast doch gesagt, das.

00:42:41: Da kannst du einiges machen, das funktioniert sehr gut.

00:42:44: Und dann später auch im Prozess.

00:42:46: Also im Prozess ist dann so, das meinte ich oder wollte ich damit sagen, dass man irgendwie parallel etwas, wenn man sich für einen breiten Prozess entscheidet.

00:42:55: Es gibt ja auch Situationen, wo man sagt, man möchte so ein eins zu eins Prozess fahren oder nur einen sehr kleinen Prozess.

00:43:01: gibt es auch Gründe für solche Art von Prozessen.

00:43:03: Aber im Moment beziehe ich mich auf einen eher breiteren Prozess.

00:43:07: Das heißt, ich spreche irgendwie dreißig, fünfzig, sechzig Parteien an, kann auch theoretisch auch noch mehr sein.

00:43:14: Je nachdem, was das Thema ist und wie viel für wie viel PE ist, das interessant sein könnte und wie viele Strategien und so.

00:43:19: Also dann geht es schon darum, ich kann schon FOMO erzeugen, indem ich die alle gleichzeitig anspreche, indem die fangen dann alle an zu reden, die sprechen mit Dienstleistern zu dem Thema, weil die sich ja auch am Ende dann, also da entsteht dann schon, ach der ist da auch dran und da entsteht dann schon so ein bisschen O-Mensch, mal hingucken.

00:43:39: Also da kann ich schon was, da kann ich schon viel machen, ich muss dann eher ein Straffenprozess organisieren, weil wenn die ersten irgendwie vielleicht auch keine Interesse mehr haben.

00:43:47: Und das kann auch an internen Themen liegen.

00:43:49: Das muss gar nicht an der Attraktivität des Assets liegen.

00:43:51: Das kann auch daran liegen, dass die gerade einen anderen Deal arbeiten und keine Kapazitäten haben oder so.

00:43:56: Aber wenn dann so die ersten abspringen, dann kann hier das FOMO auch in die andere Richtung laufen.

00:44:00: Das ist dann irgendwie, das Gefühl entsteht, oh, der ist abgesprungen.

00:44:02: Vielleicht soll die nochmal genauer hingucken.

00:44:04: Das heißt, man muss dann schon ein bisschen in den straffen Prozess, also ein gutes Prozessmanagement spätestens.

00:44:08: über den gesamten Prozess, aber gerade wenn ich anspreche, dann sollte es schon ein strafferguter Prozess sein, wo ich mit mehreren rede.

00:44:16: Und da kann ich eben auch, kann ich so eine Art Auktionssituation erzeugen.

00:44:22: Ich hatte das vorhin noch kurz mal zu einem Beispielprojekt, die Zahlen genannt, ja, ich glaube ich, elf, zwölf Management Meetings, dann waren fünf parallel in der due diligence.

00:44:33: Das erzeugt natürlich, dann haben wir natürlich am Ende der due diligence, die dann alle auch noch wollten und die haben ihre Angebote erhöht und dann kannst du die alle gegenseitig ein bisschen nach oben spielen.

00:44:42: Das funktioniert dann schon sehr, sehr gut.

00:44:45: Klingt einem natürlich nicht immer, aber also gutes Prozessmanagement erzeugt FOMO und aber auch gutes gute Vorbereitung.

00:44:59: und ja, wir verwenden immer pre-Marketing als Begriff.

00:45:04: Dann hätte ich gerne deine Meinung zum Thema dualer Prozess, denn es ist ein wiederkehrendes Thema, das ich mit gründern habe.

00:45:11: Gerade letzte Woche wieder ein Beispiel.

00:45:13: Sehr prominente Investoren im CapTable, zwanzig Millionen geraisst.

00:45:18: Schafft es gar nicht die Runde zu raisen, die er bräuchte.

00:45:21: Geld ist bald alle.

00:45:23: hat über hundert investoren angeschrieben absagen bekommen.

00:45:26: das heißt da ist auch nicht mehr viel potenzial in der pipeline und steht jetzt vor der herausforderung entweder jetzt noch mal eine kleine runde zu raisen wenn sie überhaupt zustande kommt oder zu verkaufen.

00:45:36: besser ist keiner.

00:45:38: was soll ich machen?

00:45:39: was hältst du von dem dualen prozess.

00:45:42: es heißt auf der einen seite zu schauen finde ich nicht doch noch investoren für eine normale equity runde und parallel aber auch schon mal um keine zeit zu verlieren weil die urtickt Der Runway wird immer kürzer, potenzielle Käufer anzusprechen.

00:45:57: Das ist ja durchaus tricky, die Situation.

00:46:00: Absolut.

00:46:01: Die ist absolut tricky und deswegen auch nicht so ganz zu leicht zu beantworten, die Frage.

00:46:07: Manchmal geben es ja die Gegebenheiten vor, auch wenn es nicht das ideale Szenario vielleicht ist, dass man sich überlegt, muss man es trotzdem so machen.

00:46:15: Was ja das Gefährliche an diesem dualen Prozess ist, wenn du Equity-Investoren ansprichst.

00:46:20: Kapitalerhöhungen für eine Kapitalerhöhung und der hört parallel davon, dass du auch verkaufen möchtest, dann fragt er sich natürlich so ein bisschen, glaubst du eigentlich an ein Geschäft, wie lange willst du dabei bleiben?

00:46:32: Nee, da investiere ich nicht.

00:46:36: Da muss man sehr, sehr vorsichtig sein, trotzdem kann es teilweise sinnvoll sein.

00:46:44: Ich glaube, auch da ist wieder ein gutes Prozessmanagement notwendig, dass man irgendwie ganz klar sagt, nee, ich will als Beispiel, ich will eine sehr individuell ausarbeiten, diese Strategie, aber grundsätzlich, ich will unbedingt Capital Race machen, ich spreche mit dir so und ja, übrigens bei mir haben auch noch irgendwie ein, zwei Strategien angeklopft, aber das ist nicht unbedingt meine Priorität.

00:47:05: Ich will eigentlich, ich glaube dran und so weiter und da eine gute Story hinterlegen und dann eben parallel auch mit irgendwie ein, zwei Käufern sprechen, ich würde, glaube ich, in der Situation, wenn ich es nicht zwingend machen muss, nicht unbedingt diesen Fährkaufsprozess dann super breitstreuen, weil dann natürlich die Gefahr ist, dass der andere im Hintergrund wird schon miteinander gesprochen.

00:47:30: Also spätestens die Dienstleister, teilweise die Banken, wenn es auch ein Venture-Bereich ist, eine Bankfinanzierung eher die absolute Ausnahme, aber auch die Depfans oder so, da wird schon schon mal sich ausgetauscht.

00:47:41: kriegt man schon mehr mit, als vielleicht der Gründer so hofft.

00:47:46: Und also insofern würde ich das dann nicht ganz so breit machen, aber dann mit zwei, drei Strategien zu sprechen.

00:47:51: Und die Wahrscheinlichkeit, dass mich einer kauft in dieser Situation ist ja meistens, weiß der Gründer ja relativ gut, das kommt eigentlich nur bei den drei, vier, fünf in Frage.

00:47:59: Und dann würde ich dir ansprechen und sagen, du, wir arbeiten gerade an einer Capital Race Runde hier, aber du hattest mich ja auch mal angesprochen und da gibt es auch irgendwie diesen unter jedem Engel, wir können uns gerne mal austauschen.

00:48:11: So, eine strategische Option zu prüfen.

00:48:13: Genau.

00:48:16: Sagen wir, es klappt mit dem Exit.

00:48:19: Warum sind alle Gründer nach der Earn-Out-Phase immer raus und warum klappen die meisten Post-Merger Integration nicht?

00:48:36: Ich weiß nicht, ob das so ganz allgemeingültig richtig ist, was du da sagst.

00:48:40: Also das ist schon richtig, dass das häufig der Fall ist.

00:48:43: Aber ich glaube, es ist nicht immer der Fall.

00:48:50: Wenn man so ein bisschen diese Venture-Welt anschaut, dann glaube ich, und da kauft es ein Strategie.

00:48:58: Und da gibt es eine On-Out-Phase, dann gehen die Gründer schon sehr häufig hinterher raus.

00:49:03: Das ist meiner Meinung nach... so, dass mindestens mal in Deutschland, wahrscheinlich in Europa auch, die Unternehmen, die dann dieses Start-ups kaufen, häufig nicht so bedingt die attraktive Kultur für die Unternehmer haben, die dann da drinnen arbeiten sollen.

00:49:26: Die können nicht mehr so viel gestalten, die können nicht mehr so viel beeinflussen.

00:49:30: Das macht sie in der Regel von ihrem naturellen nicht so glücklich.

00:49:33: Sie sind der Gründer geworden.

00:49:35: Und wenn sie diese Freiheiten verlieren, sind sie einfach nicht mehr so happy.

00:49:39: Und wirtschaftlich haben die natürlich auch nicht so wahr, das wahnsinnig attraktive Angebot, dann den Gründer auch noch längerfristig zu binden.

00:49:45: Zum einen hat der dann natürlich durch den Exit relativ viel Geld.

00:49:48: Und zum anderen ist es nicht mehr von dem Verdienst abhängig, aber auch die Bezahlermöglichkeiten sind einfach nicht so gut.

00:49:53: In den USA glaube ich ein bisschen anders.

00:49:54: Wenn du dir in den USA die Transaktion anschaust, da gibt es ja schon viele Tech-Transaktionen, wo dann auch der Gründer Ewigkeiten hinterher bei Meter oder ähnlichen bleibt, weil die haben eine andere Kultur und die können auch eine andere Bezahlung liefern über Aktienoptionen und ähnliches.

00:50:09: Also die schaffen das besser.

00:50:11: Das ist auch sehr schade.

00:50:12: Man beklagt sich auch manchmal in Deutschland, dass wenig Käufer da sind für Technologieunternehmen.

00:50:18: Ich glaube, das ist einer der Gründe, dass du eben, du schaffst es nicht, die Leute gut bei dir zu integrieren, dauerhaft, also kurzfristig schon, aber dauerhaft.

00:50:28: und du schaffst also einerseits wegen der Kultur aus meiner Sicht und zum anderen auch wegen den Bezahlmöglichkeiten, der Vergütungsmöglichkeiten.

00:50:36: In der, ich sage mal, Ehrer in der Welt, in der wir auch viel unterwegs sind.

00:50:46: Also ein Unternehmen, ich hatte vorhin gesagt, irgendwie fünfzig Millionen Umsatz, acht Millionen Euro E-Bit.

00:50:51: Der Gründer... dem geht's gut, aber der sagt halt, Mensch, für die nächste Phase bin ich vielleicht nicht mehr der richtige oder hat andere Gründe zu sagen, er möchte einen Teil verkaufen, aber da gibt's schon viele Modelle, wo der dann auch eine Rückbeteiligung eingeht und die auch lang erhält und auch länger dabei bleibt, weil natürlich der Kulturschock in Anführungsstrichen sauber weit und nicht so groß, das ist mehr etwas.

00:51:14: Das ist nicht so ein klassisches High-Growth-Venture-Business, sondern da gibt es schon spannende Bio- und Bildkonstrukte, wo auch die Gründer dann längerfristig dabei bleiben und die Integration auch besser funktioniert.

00:51:26: Die Integration ist trotzdem immer eine Schwierigkeit, weil natürlich zwei unterschiedliche Welten da irgendwo ein Stück weit aufeinander stoßen.

00:51:35: Und ja, das hängt, glaube ich, sehr davon ab, wie gut auch so eine Organisation die kauft.

00:51:42: Wie viele Erfahrungen, die hat irgendwie auch so Teams zu integrieren und Unternehmen zu integrieren.

00:51:47: Ich glaube, da gibt es schon ein bisschen Unterschied zwischen der Venture Heige-Earth-Welt und eher etwas, ich sage mal, ein Later-Stage.

00:51:55: Das heißt jetzt in dem Fall nicht unbedingt Größe, aber Erwachsenerinnen, Unternehmen im Sinne von Umsatz-Profit.

00:52:02: Da funktioniert die Integration schon häufiger mal gut.

00:52:05: Ich würde gerne bei dem Thema mal bleiben, aber die Perspektive wechseln.

00:52:10: Und zwar auf die Bye-Side gehen.

00:52:13: Du fängst morgen an bei einem großen deutschen Unternehmen, bei einem Schwarz, einer Porsche VW-Gruppe, wie auch immer, als Head-of-Hand und der A. Mit all dem, was du gelernt hast, auch als Vermittler in der Mitte und auch bei all dem, was du gesehen hast, was schief läuft und was gut läuft, wie würdest du so eine Aufgabe angehen?

00:52:34: Die Aufgabe, nämlich anorganisch zu wachsen.

00:52:37: Also du meinst, für ein Strategien,

00:52:39: für

00:52:40: ein Strategien an Organisch zu raten, also nicht in irgendwelche Tech-Themen zu investieren, sondern

00:52:46: durchzukäufe.

00:52:51: Worauf würdest du achten?

00:52:53: Was würdest du vermeiden?

00:53:00: Ich glaube, ich würde auf jeden Fall mit einer, sagen wir mal, mit einer Bestandsaufnahme anfangen.

00:53:04: Mit dem, was braucht eigentlich dieses Unternehmen?

00:53:07: Was passt in die Strategie dieses Unternehmen?

00:53:09: Was kann dieses Unternehmen, für das ich dann arbeite, organisch nicht erreichen?

00:53:14: Wo braucht es unorganisch, unorganisch Support?

00:53:20: Und ich würde dann bei den, wenn ich dann firmen, da aus das Ergebnis ist ja irgendein Kriterienkatalog.

00:53:27: Ich brauche bestimmte Ich brauche bestimmte Branchen, ich brauche bestimmte Fähigkeiten von den Firmen, die ich kaufe.

00:53:34: Und dann würde ich mir die entsprechenden Firmen suchen, die diese Kriterien erfüllen.

00:53:41: Und ich würde dann in meinem DD-Prozess, neben diesem klassischen DD-Prozess, gibt es da irgendwelche Probleme oder so, würde ich mir sehr genau anschauen, was sind das für Menschen, wie kann ich die integrieren?

00:53:51: und ehrlicherweise nicht nur bezogen auf... die drei, vier Gründer, sondern auch auf das Team darunter.

00:54:00: Und also das Erweitete der Team, ich habe das mal einmal in einer Transaktion erlebt, habe ich sonst nie erlebt, dass einer gesagt hat, ja okay, während der due diligence Phase möchten wir noch außerhalb des Management Teams mit zehn Leuten sprechen.

00:54:18: Und haben Sie Experten gehabt?

00:54:19: Das

00:54:19: ist eher die Ausnahme.

00:54:20: Das

00:54:20: ist eher die Ausnahme.

00:54:21: Ja, ist natürlich auch sehr schwer für den Gründer, weil er das typischerweise nicht so gerne hat, dass einer damit seinen Mitarbeitern spricht, weil das natürlich auch sehr viel Unruhe erzeugen kann.

00:54:32: Ich finde es aber ein sehr, sehr guten DD-Prozess oder DD-Step.

00:54:36: Also ich würde mir sehr genau neben den allen klassischen Sachen, würde ich mir sehr gut anschauen, wie gut passt das in die Kultur.

00:54:43: Und ich würde mir einen Plan machen, schon, bevor ich final entscheide, ob ich es kaufe, wie sieht die Integrationsprozesse aus?

00:54:50: Und ich würde denen auch diskutieren, sowohl mit meinem Team, die dann, also du brauchst ja einen Businessverantwortlichen, der aus meiner, ich bin ja der M&L-Verantwortliche, da muss er auch einen Businessverantwortlichen geben, für dieses, wo auch immer wir dann was kaufen und dem Team, was gekauft wird, dann würde ich diesen Post-Merchant-Plan auch schon erstellen.

00:55:09: Kann natürlich sein, dass ich das dadurch dann die ein oder andere Transaktion nicht bekomme, weil ich einen etwas komplexeren Prozess fahre und ein bisschen anstrengenderen Prozess für die Querkäufer und so diese zwei zusätzlichen Prozessschritte habe.

00:55:23: Aber das würde ich dann in Kauf nehmen, dass ich damit vielleicht das ein oder andere nicht bekomme.

00:55:29: Aber das, was ich bekomme, dann besser passt.

00:55:32: Wie verhindere ich denn, dass ich Synergiepotenziale unrealistisch sehe?

00:55:42: Das ist gar nicht so einfach, weil wenn ich so weit komme, dass ich mir das Energiepotenziale angucke, dann habe ich eigentlich ja schon häufig gesagt, ah, eins würde ich schon ganz gerne haben und dann rechnet man sich die immer gar nicht bewusst unbedingt, aber dann rechnet man sich die so ein bisschen schön.

00:55:55: Ich glaube, das Beste, was da hilft, ist einfach nicht das alleine zu machen, sondern irgendwie noch drei, vier andere Menschen damit einzubinden oder auch fünf.

00:56:07: Und meine Thesen zu Synergien dann zu validieren, den vorzustellen und zu sagen, was denkt ihr denn davon?

00:56:14: Und zwar aus meiner Organisation und vielleicht auch aus der verkaufenden Organisation, wobei die natürlich jetzt nicht so mit das größte Interesse haben, weil vielleicht mich richtig zu beraten.

00:56:24: Aber aus meiner Organisation, also ich glaube, sprechen hilft, gute Zahlenauswertung hilft oder umgekehrt gute Zahlenauswertung und dann drüber sprechen, das hilft dann, dass man sich nicht selber schön rechnet.

00:56:36: Ich möchte gerne zurück zum Unternehmer Daniel.

00:56:39: Und da auch schon so ein bisschen die Brücke bauen zu deinen Mitbringseln.

00:56:44: Mit einer Frage.

00:56:45: Danach kommen zu deinen Mitbringseln.

00:56:47: Wenn du heute nochmal gründen würdest, was für ein Unternehmen würdest du bauen?

00:56:53: Zum einen baue ich ja gerade eins.

00:56:54: Also auch Parklehne ist ein Unternehmen.

00:56:56: Ich bin einer der Partner.

00:56:58: Wir bauen dieses Unternehmen.

00:57:00: um sechzig Prozent gewachsen in den letzten achtzehn Monaten, also nur von zehn auf sechzehn, aber das also in der absoluten Zahl nicht so viel, aber das zieht natürlich sehr viel nach sich.

00:57:09: Auch wir müssen Business Development machen, wir müssen HR machen, wir müssen also ganz viele Themen machen, die auch da sind wir in der Rolle des Unternehmens.

00:57:17: Und das macht mir unheimlich viel Freude, der Job ist super, das Team ist super und das macht wahnsinnig viel Spaß mit den Klienten.

00:57:24: Also insofern, das ist ja eigentlich meine Entscheidung, das aktuell zu bauen.

00:57:27: Wenn ich jetzt was anderes bauen würde, Ich glaube, ich hänge es noch mal so ein bisschen davon ab.

00:57:33: Ist es eher das Szenario, ich bin noch mal irgendwie ... ... und durfte noch mal gründen oder gründe ich jetzt mit meiner Erfahrung.

00:57:45: Tatsächlich heute, mit meiner Erfahrung, glaube ich, dass ich eher sehr hilfreich sein könnte in Konstrukten, die nicht mehr bei einem Mitarbeiter irgendwie anfangen und bei einer Idee anfangen, sondern schon ein bisschen größer sind, wo es um die Fragen geht, die du gerade gestellt hast, wo es um Integration geht, wo es um etwas größere Themen geht, an so einem Thema irgendwie mitzuarbeiten auf der PE-Seite oder auch einem Unternehmen selber.

00:58:08: Da, glaube ich, hätte ich einen guten Wert beitragen.

00:58:13: uns jetzt schon auch sagen, dass das natürlich so Technologie, die verstehe ich glaube ich schon sehr gut, aber da gibt es natürlich auch Menschen, die gerade aus dem Studium rauskommen und sich sehr, sehr tief mit Technologien ausnahme gesetzt haben, so wie das bei mir vor fünfundzwanzig Jahren der Fall war.

00:58:29: Da konnte ich halt online Marketing extrem gut.

00:58:32: Heute wahrscheinlich war ich vor fünfundzwanzig Jahren oder Dreiundzwanzig Jahren war ich wahrscheinlich einer der zwanzig führenden Online Marketing Experten in Deutschland.

00:58:41: Es gab aber auch nicht so viele.

00:58:42: Es war ja alles gerade erst am Neue entstehen.

00:58:45: Und heute gehöre ich wahrscheinlich nicht mehr zu den zwanzig tausend Erfahrensten.

00:58:50: Da gibt es halt einfach wahnsinnig viel in der Technologie passiert und es sind viel mehr Menschen da drin.

00:58:54: So und so gilt das natürlich für andere Technologien auch.

00:58:57: Und wenn ich jetzt nochmal fünfundzwanzig dreißig wäre, na klar, die AI-Welle, die ist da, die wird aus meiner Sicht auch bleiben.

00:59:04: Es ist jetzt noch ein bisschen schwer zu erkennen, wo genau dann die größten Werte entstehen, aber ich würde mich auf jeden Fall mit dem Thema auseinandersetzen.

00:59:11: Ich glaube, das wird schon zu einer gesellschaftlichen Veränderung führen und auch zu einer Veränderung von Businessmodellen sehr, sehr stark.

00:59:19: Da liegt einfach ein Riesenpotenzial, dem würde ich mich noch mehr, also ich setze mich auch heute damit sehr auseinander, aber würde ich noch mehr mich damit auseinandersetzen.

00:59:30: Das finde ich unheimlich, das finde ich unheimlich spannend.

00:59:33: Das hast du uns ja mitgebracht.

00:59:36: Ich habe zwei Sachen mitgebracht und zwar, ich habe es vorhin schon erwähnt, ein Ein Briefmarken-Album, Kamera.

00:59:47: Ja, genau.

00:59:47: Wir machen mal hier da Briefmarken.

00:59:49: Und tatsächlich ist da die älteste Briefmarke der Welt drin.

00:59:52: Älteste Briefmarke der Welt.

00:59:53: Ja, Englisch.

00:59:57: Wie wertvoll ist die?

00:59:58: Penny One Black.

01:00:03: Da ist die Penny One Black mit drin.

01:00:04: Penny

01:00:04: One Black.

01:00:05: Genau, das ist in England, als die erste Briefmarke herausgekommen ist.

01:00:10: Hiermit dabei.

01:00:11: Wir können es mal so ein bisschen schräg hochhalten.

01:00:13: Das ist nicht genau, ob man es sehen kann.

01:00:17: Also warum bringe ich das mit?

01:00:18: Mein Vater ist Briefmarkenhändler.

01:00:20: Und tatsächlich bin ich quasi in einem sehr unternehmerisch geprägten Haushalt aufgewachsen.

01:00:25: Und mein Vater hat sich mit vierzehn selbstständig gemacht, ist Briefmarkenhändler geworden und hat einen Versandhandel aufgebaut.

01:00:32: Dieser Versandhandel war immer bei uns zu Hause.

01:00:34: Das ist jetzt kein Riesengeschäft gewesen im Sinne von vielen Mitarbeitern, sondern in der Hochphase waren sie zwei, drei neben meinem Vater.

01:00:41: Aber ... Tag ein Tag aus war ich halt mit unternehmerischen Themen irgendwie konfrontiert von klein auf schon als nicht sechs siebenjähriger irgendwie mit Aufträge gemacht und viel gelernt über Einkauf über Verkauf letztendlich auch über Marketing natürlich zu der Zeit.

01:01:00: Und das hat ganz früh bei mir, das ist mein Vater auch wirklich ein Vorbild.

01:01:05: Er hat das irgendwie mit seinem Leben extrem gut organisiert.

01:01:08: Der war auch immer alleine selbstständig, finde ich auch beeindruckend.

01:01:11: Das war ich persönlich nie.

01:01:12: Ich habe das immer mit Partnern gemacht.

01:01:15: Und ja, es hat mich einfach geprägt, sodass ich von Anfang an den Wunsch hatte, mich auch mal selbstständig zu machen.

01:01:22: Insofern haben diese Briefmarken tatsächlich wirklich, glaube ich, schon die Weichen gestellt, dass ich später Unternehmer geworden bin.

01:01:30: Moment.

01:01:31: Du hast noch nicht auf meine Frage geantwortet.

01:01:33: Was ist

01:01:34: die erste Briefmarke der Welt wert?

01:01:35: Die ist

01:01:35: tatsächlich in relativ hoher Auflage gedrückt worden.

01:01:38: Das heißt, die ist gar nicht so unglaublich wertvoll.

01:01:40: Also das Album wird hier fünf, sechs Tausend Euro wert sein.

01:01:43: Dass die Briefmarkenpreise entwickeln sich ehrlicherweise auch mit einigen Ausnahmen auch nicht gerade nach oben.

01:01:53: Briefmarken sammeln ist natürlich heute machen einfach weniger Menschen angeboten.

01:01:56: Nachfrage bestimmt den Preis.

01:01:58: machen jetzt nicht im Inner, sozusagen, ist kein Growth-Thema.

01:02:04: Aber mein Vater ist achtzig geworden dieses Jahr, ist immer noch selbstständig, hält ihn unheimlich frisch, immer noch toller Unternehmer und insofern wirklich da ein Vorbild und eine tolle Prägung.

01:02:16: Und tatsächlich hat sich das dazu geführt, dass ich, und das ist natürlich der zweite Gegenstand, dass ich mich tatsächlich direkt nach dem Studium dann auch selbstständig aus dem Studium raus habe.

01:02:25: Was ich mitgebracht habe ist ein bisschen groß.

01:02:27: Das ist im Prinzip ein Erinnerungsstück, in dem Fall.

01:02:33: Das ist

01:02:34: eine riesen Umhangflagge für die, die nicht zu gucken.

01:02:38: Genau.

01:02:38: Da steht Get Go drauf und das weckt Emotion in mir.

01:02:43: Ich bin alt genug, alt genug.

01:02:46: Was wir aus dem Studium rausgemacht haben, ist, wir haben ein Online-Ticketing-Unternehmen gegründet.

01:02:50: Das war damals Venture Capital finanziert.

01:02:52: Ich bin neunundneunzig mit dem Studium fertig geworden, habe neunundneunzig zwei Tausend angefangen und so die erste Welle dieser Internetgründung mitgenommen.

01:03:01: Und er war natürlich mega cool.

01:03:03: Wir haben Geld aufgenommen.

01:03:04: Ich habe das mit Partnern zusammen gegründet, haben Venture Capital gehabt, haben das Unternehmen skalieren lassen.

01:03:09: Es war eine schwierige Zeit.

01:03:11: Direkt dort ist auch der neue Markt ineinander zusammengebrochen.

01:03:15: Venture war dann auch ein paar Jahre eher tot.

01:03:17: Da waren kaum noch Venture Capital Deals stattgefunden.

01:03:20: Wir hatten die Finanzierung, haben es tatsächlich geschafft.

01:03:23: Ich muss mich ein bisschen erinnern.

01:03:26: Es gab kein Google.

01:03:27: Es gab kein Facebook.

01:03:28: Es gab

01:03:29: kein ... Über welche Jahre sprechen wir?

01:03:31: Wir haben neun und neunzig angefangen, formal gegründet, Anfang zweitausend.

01:03:35: Und die ... Es gab kein Performance-Marketing, hat sich mit Modem eingewählt.

01:03:41: Man hat ... Als Zahlarten gab es Lastschrift- und Kreditkarte.

01:03:44: Und die Kreditkartenpenetration war sehr gering.

01:03:47: Wahnsinn.

01:03:47: Sobald du Modem sagst, hab ich das Geräusch im Kopf.

01:03:50: So tief ist es drin.

01:03:51: Wer

01:03:51: damals schon dabei war, war da ganz tief drin.

01:03:54: Und also insofern, es gab auch keine Shop-Systeme, so etwas wie Shopify oder ähnliches.

01:04:00: Sondern man musste alles selber machen.

01:04:03: Es gab Intershop, da gab es schon, die waren schon sehr erfolgreich damals, aber das war nicht adaptierbar auf Dicketing.

01:04:08: Wir haben einen kompletten Shop programmiert, wir haben so den Begriff API gab es in der Form auch nicht.

01:04:13: Wir haben dann Schnittstellen irgendwie zu anderen Systemen hergestellt.

01:04:16: Hat aber trotzdem sehr, sehr gut funktioniert, war natürlich tolle Goldgrieberstimmung auch irgendwo, die ein bisschen gedämpft wurde durch den neuen Markt.

01:04:24: Wir sind relativ schnell Marktführer geworden, in einem zugegebenermaßen deutlich kleineren Markt damals, in dem Online-Markt damals.

01:04:31: Und hat sich super entwickelt, sind dann auch tatsächlich profitabel geworden und haben dann an CTS-Event im Verkauft.

01:04:39: Und genau, das war auch ein guter Exit.

01:04:46: Ex-Bewertungen sind später noch viel höher geworden, aber wir waren happy damals.

01:04:51: Und im Prinzip das, was Event heute im Endkunden-Geschäft macht, dafür haben wir den Grundstein gelegt.

01:04:57: Das habe ich dann auch ein paar Jahre dabei verantwortet, bin noch ein bisschen dabei geblieben, auch länger als die Earnout-Phase.

01:05:03: Und das hat auch sehr, sehr gut funktioniert, weil die Kultur auch gestimmt hat, also weil ich da auch sehr viel unternehmerische Freiheit hatte, habe dann zwei von vier Geschäftsbereichen dort verantwortet.

01:05:13: Und ja, aber natürlich so das erste Thema, was man gemacht hat, an dem hängt man.

01:05:17: Und deswegen habe ich es mitgebracht, weil es quasi der Staat in die unternehmerische Reise war, die ich dann fünfzehn Jahre gemacht habe.

01:05:23: Also ich mache sie ja heute auch noch, aber eben heute hat sich mein, mein Leistungsangebot ein bisschen verändert.

01:05:28: Also inzwischen habe ich die Seite gewechselt von selber Unternehmen aufbauen.

01:05:31: Heute helfe ich anderen, ihr Unternehmen zu verkaufen.

01:05:34: Und ja, genau.

01:05:35: Also zwei prägende.

01:05:38: Gegenstände.

01:05:38: Das eine hat den Grundstein dafür gelegt, dass ich mich selbstständig gemacht habe.

01:05:42: Das andere war die erste Selbstständigkeit.

01:05:44: Und dann denke ich sehr gerne daran zurück.

01:05:48: Jetzt fahren wir uns alle.

01:05:49: Wie oft hat Daniel wohl früher, jetzt ist er schon sehr, sehr lange mittlerweile verheiratet, hat er früher zu einer Frau gesagt, darf ich dir die erste Briefmarke der Welt zeigen?

01:06:00: Das

01:06:01: fragen wir uns jetzt.

01:06:01: Das bleibt.

01:06:02: Das bleibt auch mein Geheimnis.

01:06:03: Sehr gut.

01:06:05: Was würden die meisten Menschen nicht vermuten über dich?

01:06:14: Oh, das ist ja eine interessante Frage.

01:06:20: Jetzt kommen wir ein bisschen raus aus deinem Home-Turf mit dem Business Talk.

01:06:31: Wir sind ja schon lange befreundet, das müsste ich ja eigentlich dich fragen.

01:06:35: und was würde man über mich?

01:06:43: Die meisten Menschen, die vielleicht auch nicht so gut kennen, nicht vermuten deinen Kunden.

01:06:51: Also ein Thema habe ich schon gelernt, dass ich irgendwie aus der Briefmarkenwelt komme, glaube ich weiß man in der Digitalwelt eher selten.

01:06:59: Gute Freunde wissen das und vor allem alte Freunde wissen das, die auch damals ganz allen Freunden haben wir auch mit beim Vater im Büro gearbeitet.

01:07:06: Aber das ist natürlich heute ein eher sehr sehr tradiertes Thema.

01:07:13: Ansonsten Ja, gibt es viele Dinge, die mich, glaube ich, ausmachen.

01:07:19: Ich habe viel Spaß am Sport, ich habe viel Spaß am Fußball spielen, aber das sind als alles keine Themen, wo ich sagen würde, auf die kommt keiner, sondern die, ich glaube, das macht mir, macht mir da unheimlich viel Spaß, auf viel mit der Familie zu machen.

01:07:36: Ich arbeite aber auch sehr, sehr gerne und finde meinen Job super gut.

01:07:41: Das Glück, da auch ein tolles Team und vor allem auch zwei tolle Partner zu haben.

01:07:46: Aber das ist natürlich alles jetzt letztendlich kein Geheimnis.

01:07:52: Ich werde dir eine gute Antwort mitbringen, aber da muss ich vorher noch mal meine Frau fragen, was sie dazu sagt.

01:07:58: Interessant.

01:08:00: Also die würden wahrscheinlich sagen, oh Mensch, ein bisschen weniger Schnarchen wäre ganz gut, aber.

01:08:04: Na ja, das Thema kenn ich.

01:08:09: Gilt die Pleasures?

01:08:10: Leicht.

01:08:11: Gilt die Pläschers?

01:08:12: Ja.

01:08:22: Ich gebe dir noch ein bisschen Zeit.

01:08:25: Ich schaue gerne amerikanische Talent-Shows.

01:08:27: Achso.

01:08:30: Ja.

01:08:33: Gilt die Pläschers eigentlich nicht so wirklich.

01:08:45: Meine Frau kommt gerne Katzen und Hundevideos.

01:08:47: Da muss ich immer mitlachen.

01:08:51: Ich habe mich bemüht, die nie in meinem Feed auftauchen zu lassen.

01:08:55: Ich gucke immer nur bei ihr über die Schulter.

01:08:58: Das ist dann schon ganz lustig.

01:08:59: Aber

01:09:03: dann sag mir, was bedeutet für dich ein gutes Leben?

01:09:10: Meine Tochter hat vor acht Wochen angefangen zu studieren in Barcelona.

01:09:17: macht dort einen Bachelor und hat so eine Projektarbeit, wo sie zu verschiedenen Themen Interviews führen muss und zum Thema Liebe, zum Thema Schuld mit unterschiedlichen Personen.

01:09:28: und da habe ich gestern mit ihren Interview geführt oder sie mit mir so, wo es um das Thema Freiheit ging und was Freiheit für mich bedeutet.

01:09:38: und das Interview hat mir wieder gezeigt, wie wichtig das für mich ist, also was bedeutet für mich ein gutes Leben.

01:09:46: Tatsächlich bedeutet das Freiheit und das ist ja sehr vielschichtig.

01:09:51: Das ist Freiheit in finanzielle Freiheit.

01:09:57: Das ist Freiheit, meinen Beruf auswählen zu können, mir einen Beruf zu suchen, der mir große Freude macht und das ist glücklicherweise gelungen.

01:10:05: Das heißt auch Freiheit von gesundheitlichen Problemen, die ich glücklicherweise nicht habe, meine Familie ist auch gesund, meine Eltern werden.

01:10:14: Leider ein bisschen älter, aber das gehört natürlich zum Leben dazu.

01:10:19: Für mich ist das ein gutes Leben.

01:10:21: Für mich ist ein gutes Leben, eine gesunde Familie zu haben, selber gesund zu sein, finanzielle Freiheit zu haben, Sicherheit zu haben.

01:10:29: Ich finde, wir haben ein paar Themen, an denen wir als Gesellschaft Richtung Reform arbeiten müssen, aber wir leben in einem trotzdem in einem tollen Land.

01:10:40: auch bei allen Herausforderungen grundsätzlich eine hohe Sicherheit.

01:10:48: Ich konnte letztendlich immer das machen, was ich wollte.

01:10:50: Und insofern finde ich, dass ich da ein tolles Leben führe und auch viel Spaß daran habe, sowohl privat, tolle Freundschaften.

01:11:04: Das überschneidet sich aber uns auch zum großen Teil.

01:11:06: Das macht wahnsinnig viel Spaß, mit denen ich glücklicherweise viel Zeit verbringen kann mit der Familie.

01:11:12: Ja, das ist für mich also Freiheit in einem ganz guter Überbegriff für verschiedene andere Themen.

01:11:20: Jetzt hast du auch finanzielle Freiheit gesagt.

01:11:22: Du arbeitest ja mit sehr vielen Gründern, die finanzielle Freiheit erlangen, indem sie ihr Unternehmen verkaufen.

01:11:31: Beobachtest du, dass die danach auch glücklicher sind mit ihrem Leben?

01:11:39: Also, ich komme gleich auf die Frage zurück.

01:11:42: Was ich unter finanzieller Freiheit hier verstehe, ist eher sage ich mal so umgekehrt keine finanziellen Probleme.

01:11:49: Finanzielle Freiheit ist für mich jetzt nicht reichtum.

01:11:52: Natürlich ist es schön, wenn sich irgendwie ein Boot kaufen kann.

01:11:54: Also mich interessiert das jetzt persönlich nicht so stark, aber wenn das jemand den Wunsch hat, dann ist es natürlich toll, wenn er das machen kann.

01:12:01: Ich meine eher keine finanziellen, ich meinte damit keine finanziellen Probleme zu haben.

01:12:06: Also das

01:12:07: jetzt

01:12:08: keine existenziellen Sorgen und vielleicht auch noch ein bisschen mehr, dass ich es mir jetzt erlauben kann, dass meine Töchter meine Tochter in Barcelona studiert, was vielleicht ein bisschen mehr kostet als in Deutschland.

01:12:18: Das ist super.

01:12:19: Ich habe da keine Sorgen.

01:12:21: Und zurückkommt auf deine Frage.

01:12:25: Ich glaube, das Glück hängt dann nicht an dem, was Sie da an Geld bekommen haben.

01:12:30: Es sei denn Sie hatten vorher sehr starke finanzielle Restriktion.

01:12:33: Dann ist es natürlich schon ein Gamechanger.

01:12:37: Ich glaube, langfristig ist es eher wichtig, eine Aufgabe zu haben und eine Aufgabe im familiären Umfeld, im beruflichen Umfeld.

01:12:47: Das ist, glaube ich, ein größerer, das ist wichtiger für die, für das Glück.

01:12:55: Wie gesagt, es ist toll, da sind viele dabei, die dann auch einen hohen zweistelligen Millionenbetrag oder dreistelligen Millionenbetrag haben.

01:13:02: Das gibt natürlich sehr, sehr viel Spielraum.

01:13:05: und Aber es sind erstaunlicherweise sehr viele Menschen dabei und eigentlich fast alle, die total auf dem Boden geblieben sind, ganz nette Menschen, in den allermeisten Mandaten kommen Freundschaften raus, die auch lange über das Mandat hinaus halten.

01:13:26: Und weil das sind schon ja irgendwie like-minded people.

01:13:31: Das sind Unternehmer, die haben alle irgendwie ins Blin, da würde ich mich auch mit einschließen.

01:13:37: aber total letztendlich sehr nett, sehr offen, sehr interessiert.

01:13:45: Und deswegen ist es denen eben auch wichtig, eine Aufgabe zu haben.

01:13:47: Und ich glaube, das ist eher das, was sie dann hinterher glücklich oder auch weniger glücklich macht.

01:13:52: Und die suchen sich, aber die haben natürlich die finanzielle Freiheit, sich dann auch Aufgaben zu suchen.

01:13:56: Das ist natürlich auch spannend.

01:13:57: Also, wenn du es in die Richtung siehst, dann ist es schon sehr, sehr hilfreich.

01:14:02: Okay, wir kommen langsam zum Ende.

01:14:05: Ich habe etwas am Anfang vergessen, ich habe auch einen Gegenstand mitgebracht, der leider nicht so kreativ ist, muss ich gestehen, der mich an dich erinnert, da komme ich am Ende gleich hin.

01:14:14: Ich würde kurz vorher noch mal eine kleine Shout-Out-Runde einbauen.

01:14:18: Was sind sehr geschätzte Kollegen auf der By-Side, vielleicht so zwei, drei, denen du ein Shout-Out geben möchtest, oder die als Käufer weiß ich besonders zu schätzen?

01:14:31: Wir haben zum Beispiel sehr gut mit Bregal zusammengearbeitet, dass ein Private Equity Investor, der jetzt gerade zehn Jahre alt geworden ist, relativ großer Fund, mit dem wir schon mehrere Transaktionen gemacht haben, für die wir was verkaufen durften, für die wir auf der Beisei aber auch schon gearbeitet haben.

01:14:52: Tolle unternehmerisch geprägter PE, den ich ... wo ich sehr, sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht habe, fand ich, finde ich, finde ich richtig, richtig gute, richtig gute Investoren.

01:15:07: Einer handelnde Person, die du besonders gernemals...

01:15:10: Den Jan Daniel Neumann ist einer der zwei January Partner bei dem Unternehmen, der auch in meinem Alter ist und schon lange in der Branche unterwegs ist.

01:15:20: Ganz, ganz toller Typ.

01:15:22: Noch jemanden?

01:15:26: Sie müssen ja schon aufpassen, dass ich jeden, den ich nicht nenne.

01:15:30: Bei zwei ist das kein Problem.

01:15:32: Wenn ich

01:15:32: nach fünf fragen würde, dann wäre das kritisch.

01:15:36: Um vielleicht mal jemanden aus dem Ausland zu nennen, wir haben im Sennlich noch zwei, wir haben einen tatsächlich.

01:15:46: Benz ist ein sehr guter Private Equity Investor aus den Niederlanden.

01:15:50: Auch mit deutschem Office haben wir auch schon Transaktionen sowohl gemacht, als auch diverse andere diskutiert.

01:15:55: Macht immer sehr Spaß, auch sehr unternehmerisch.

01:15:59: Der Yab und der Soran dort, beides ganz, also auch das gesamte Team, aber die beiden sind ganz toll.

01:16:06: Und wir haben einen etwas ungewöhnlichen Deal mal gemacht.

01:16:10: Wir haben eine Transaktion gemacht im Bereich medizinisches Cannabis.

01:16:15: Das ist ein recht spannender Deal geworden, sehr großer Deal, haben wir in den USA verkauft, ein deutsches Unternehmen, von ganz tollen Unternehmern aufgebaut.

01:16:25: Und wir haben in diesem Prozess ein Investor aus England kennengelernt, Artemis heißen die, die haben dort nicht investiert, aber ... weil wir uns später für einen strategischen Exit entschieden haben oder die Gründe haben sich dafür entschieden.

01:16:42: Also da waren wir so ein bisschen beim Dual Process, aber Dual Process im Sinne von Kapitalerhöhung auch und verkauft.

01:16:47: Das hat da sehr gut geklappt.

01:16:49: Und der hat uns wahnsinnig geholfen, obwohl er den Deal nicht bekommen hat.

01:16:53: Was ich unglaublich nett fand und in der Form noch nicht erlebt hat.

01:16:57: Der hat uns nachdem wir ihn abgesagt haben, hat er uns zahlreiche Lieds gemacht und also nicht nur uns, sondern auch dem Team natürlich.

01:17:04: Das fand ich sehr außergewöhnlich.

01:17:07: Das war toll.

01:17:13: Der Cannabis Deal hat auch zu gar keinen Gesprächsstoff im Freundeskreis.

01:17:16: Das weiß ich.

01:17:17: Das

01:17:18: kann ich bestätigen.

01:17:20: Nun ist das vielleicht nicht dein Fokus, aber trotzdem.

01:17:24: So ein bisschen kennst du dich ja schon aus in der Venture-Szene auch ein bisschen mehr.

01:17:27: Wenn du jetzt in zwei Fonds als LP, oder bist du ein Fonds investiert?

01:17:31: In Venture-Fonds?

01:17:33: Okay,

01:17:36: umso besser.

01:17:37: Wenn du in zwei Fonds oder drei Fonds investieren müsstest oder auch schon getan hast, welche wären das?

01:17:44: Also, ich bin investiert bei DTCP, ein toller Fonds.

01:17:50: Ich glaube, da hattest du ja auch den Thomas Preuß schon zu Gast, die ja ein bisschen nicht ganz so early stage unterwegs sind, ein bisschen mehr growth machen, finde ich, machen tollen.

01:18:01: machen einen tollen Job, finde ich sehr, sehr gut.

01:18:04: Und dann gibt es natürlich so ein paar Klassiker, die ich gut finde, wo ich nicht investiert bin, sei es jetzt Holzbrink oder Cherry Ventures, Project A. Das sind alles Menschen, die ich als Investoren sehr, sehr schätze und in die ich jetzt nicht investiert bin, aber grundsätzlich, die ich auch sehr, sehr gut finde.

01:18:25: Einen noch.

01:18:25: Wen nominierst du als ein meiner nächsten Gäste für den Podcast?

01:18:30: Oh, du erweiterst ja dein Spektrum ein wenig.

01:18:34: Gebst du mir einen hint in welche Richtung?

01:18:36: Oder wenig empfehlen

01:18:39: kann?

01:18:40: Wenig empfehlen kann, ist schon der Jan Daniel Neumann.

01:18:44: Den hab ich ja gerade erwähnt.

01:18:45: Den würde ich sagen, toller Gast, wenn du die gerne deinen Zuhörern auch die PE Perspektive näher bringen willst.

01:18:54: Es ist natürlich mehr in der PE-Welt unterwegs als in der Venture-Welt.

01:18:58: Danke für die Steilvorlage.

01:18:59: Ich bin ja gerade dabei, den Podcast umzubranden und es hat verschiedene Gründe und eine Gründe ist, dass ich tatsächlich auch gerne mehr PES hier sitzen haben möchte und generell Menschen, die die spannende Deals ausarbeiten, ob VCs, PES, By-Side oder Strategien.

01:19:18: Deswegen, Daniel, wir freuen uns auf dich.

01:19:23: Ich mach gerne eine Intro.

01:19:24: Das wird da bestimmt mal machen, wenn er in Hamburg ist.

01:19:28: Sehr schön.

01:19:28: Und wenn nicht, kriegen wir das auch remote hin.

01:19:31: Dann kommen wir zu meinem Objekt.

01:19:32: Ich entschuldige mich, Daniel.

01:19:33: Es ist wirklich weniger kreativ, hätte es nicht sein können.

01:19:37: Ich hab's einfach immer bei mir.

01:19:38: Das Objekt, das mich an dich erinnert.

01:19:40: Und das ist auch relativ offensichtlich.

01:19:44: Also, es ist mein Handy, mein Smartphone.

01:19:48: Das erinnert mich an Daniel, weil ... Jeder der Daniel kennt weiß, Daniel ist andauernd am Handy und ist im Urlaub, nicht im Urlaub, er ist am Handy und macht Deal.

01:20:01: Was ich dabei aber so bemerkenswert finde ist, ich weiß nicht wie ich es sich innerlich bei dir anfühlt, aber von außen betrachtet, wirkt so dabei immer so grundentspannt.

01:20:11: Egal ob es gar die heißeste Deal-Faser ist, ob es mal gerade irgendeinen Shit oder fuck abpassiert ist.

01:20:18: Das ist ein Thema, wo jemand anders, glaube ich, gerne dran zerbrechen würde oder total gestresst wirken würde.

01:20:26: Du bist da im Urlaub und am Handy gefühlt fühlt es sich auch so, als wärst du im Urlaub, obwohl du gerade an einem krassen Deal arbeitest.

01:20:34: Wie schaffst du das?

01:20:36: Oder sieht das nur von außen so aus, dass du dich da nicht so stressen lässt?

01:20:42: Ich glaube, es gibt für alles eine Lösung und die... Das habe ich, es hat lange gedauert.

01:20:51: Ja, das ist jetzt nicht so, dass man es beruhigt.

01:20:53: Es

01:20:53: hat schon wirklich lange gedauert.

01:20:55: Aber inzwischen haben wir doch eine Menge Deals gemacht und ich hatte ja vorhin paar extreme Beispiele im Racht.

01:21:02: Auch dafür gab es jeweils eine Lösung und man kann immer eine Lösung bleiben.

01:21:07: Man muss ja eben offen, man muss in der Kommunikation bleiben und dann kriegt man das auch hin.

01:21:13: Das aller, aller, allermeiste.

01:21:15: Und du hattest mich vorhin gefragt, fürst du ein glückliches Leben?

01:21:19: Und das tue ich.

01:21:21: Wie gesagt, ich habe eine tolle Familie und ich habe tolle Klienten.

01:21:26: Ich bin gesund.

01:21:28: Also, ich kann mich da nicht beklagen und da wird jetzt ein Problem, was natürlich auftritt und ständig auftritt, das wirft mich da inzwischen nicht mehr so leicht aus der Bahn.

01:21:37: Das war anders vor ein paar Jahren.

01:21:41: Und ja, ich glaube, das gelingt mir tatsächlich.

01:21:45: gelingt mir eigentlich ganz gut, den Stress als positiven Stress wahrzunehmen.

01:21:51: Ich glaube, das ist ein bisschen das Geheimnis, dass man, dass man, ja, dass man, ich glaube, Stress wird problematisch, wenn es negativer Stress ist.

01:22:01: Und den allermeisten Stress kann ich für mich als positiver Stress wahrnehmen.

01:22:08: Daniel, vielen Dank.

01:22:11: Sehr, sehr gerne.

01:22:12: Die Unternehmer daraus, wenn ihr Unterstützung im Bereich Fundraising braucht, sagt gerne Bescheid.

01:22:17: Ich mache euch auch sehr gerne ein Intro zu Daniel.

01:22:19: Auch damit ihr, wenn ihr vielleicht noch nicht direkt schon da seid oder das Thema Exit nicht schon vor der Tür steht, schon sehr frühzeitig vielleicht schon mal ein paar wertvolle Tipps bekommen könnt.

01:22:29: Also meldet euch gerne.

01:22:30: Danke Daniel nochmal.

01:22:31: Vielen Dank für die Einladung.

01:22:32: Hat Spaß gemacht.

01:22:34: Finde ich auch.

01:22:40: Dies ist eine Produktion der TLDR Studios.

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