Mani Pirouz, SAP – Wie strategische Käufer wirklich entscheiden: Signavio, LeanIX, WalkMe (#7)
Shownotes
Mani Pirouz hat bei SAP einige der größten Tech-Akquisitionen der letzten Jahre begleitet: Signavio, LeanIX und WalkMe. In dieser Episode öffnet er die Buy‑Side‑Perspektive eines strategischen Käufers und erklärt, was Gründer lange vor einem Exit richtig machen müssen, um überhaupt kaufbar zu werden.
Warum sind potenzielle Käufer oft schon Jahre vorher Kunde oder Partner? Was wird im Boardroom wirklich diskutiert – jenseits von Pitchdecks und ARR-Multiples? Und warum entscheidet sich der Erfolg eines Exits häufig vor dem eigentlichen M&A‑Prozess?
Mani spricht offen über Kartellrechts‑Absurditäten (Stichwort: Zypern), warum Produkte selten der eigentliche Kaufgrund sind, wie Vertrauen über Jahre entsteht – und was es bei SAP mit der Hochzeitstorte auf sich hat.
Eine Folge für Buy-Side Strategen und Gründer, die verstehen wollen, wie man auf die strategische Shortlist kommt – nicht erst, wenn es zu spät ist.
Links, die Mani im Podcast referenziert:
- Er folgt gerne https://www.linkedin.com/in/saanyaojha/
- Kartellamts-Meldung zum SAP-LeanIX Deal: https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2023/11102023_LeanIX.html
💰 Bereit, deine Seed oder Series A/B Runde schneller, besser und stressfreier zu raisen? Dann schau Dir jetzt Iskender’s FundraisingCOUP Programm an: https://fundraisingcoup.com
Dieser Podcast wird produziert von TLDR Studios.
Transkript anzeigen
00:00:04: Mein Name ist Iskander Dirk, ich bin CEO Advisor und Investor.
00:00:07: Im Dealmacher-Podcast geht es um Fundraising, M&A, Private Equity und die Person hinter den spannendsten Deals.
00:00:14: So wie Manny Pirous.
00:00:39: Hallo Skender, ich freue mich sehr, hier zu sein.
00:00:41: Manny.
00:00:42: Was war dein spannendster oder absurdester Moment in deinem Acquisitionsprozess?
00:00:47: Fangen wir direkt bei Absurditäten an.
00:00:49: Ich sag nur Zypern.
00:00:51: Okay.
00:00:52: Na ja, weißt du, wenn du eine Acquisition machst, hast du diese Phase zwischen Signing und Closing.
00:00:57: Das heißt, du wartest auf gewisse Dinge wie zum Beispiel Kartellrechtsfreigaben.
00:01:00: Und das klingt jetzt erstmal sehr profan und der eine oder andere MNA-Vorgang geht dann zum Beispiel zum Bundeskartellamt.
00:01:09: Wir haben im Falle von Lina X zum Beispiel auch sehr viele Nachfragen bekommen und hatten da am Ende sogar ein Zitat des Präsidenten des Deutschen Bundeskartellamts, dem Andreas Mund, in einem Pressrelease, also wirklich mit Bravour alles bestanden.
00:01:23: Aber du musst auf alle.
00:01:25: Kartellrechtlichen Behörden warten, die dir diese Transaktion erlauben, abzuschließen.
00:01:30: Und so warteten wir, und warteten wir, und es blieben dann zum Schluss noch zwei Länder übrig.
00:01:35: Türkei und Zypern.
00:01:38: Und das wurde schon langsam so ein bisschen in Warnengag.
00:01:40: Wir wussten, Zypern braucht immer lange.
00:01:42: Und haben wirklich überlegt so.
00:01:44: Kann man vielleicht bei den zypriotischen Behörden irgendwie sagen, dass die Türken schon einen Schritt voran sind oder andersrum in den Türken sagen, dass die Zyprioten und so weiter.
00:01:50: Wir haben es dann aber abgewartet und dann kamen dann auch irgendwann die Karteilrechtsfreigabe aus Zypern.
00:01:54: Zypern ist eine Absurdität gewesen, die übrigens in mehreren Fällen, also wir kannten das schon, immer wieder zu, ich sag mal, so ein bisschen Verzögerung im Betriebsablauf geführt hat.
00:02:03: Entgegner Zypern.
00:02:04: Na ja, nicht ganz, aber ein interessantes Absurdium.
00:02:08: Magst du uns ganz kurz erzählen, wer du bist und was du machst?
00:02:11: Sehr gerne.
00:02:12: Ich bin Manipiros, bin bei der SAP zuständig im Bereich Business Transformation Management.
00:02:17: Das ist eine neue Business Unit, die wir vor inzwischen fünf Jahren ins Leben gerufen haben, um Unternehmen zu helfen, ihre Geschäftsprozesse zu transformieren, ihre IT-Transformation hinzubekommen und die Mitarbeiter mitzunehmen auf dieser Reise.
00:02:30: Es ist eigentlich ein völlig neuer Anspruch gewesen, nicht nur Software zur Verfügung zu stellen, sondern den Unternehmen tatsächlich bei ihrer Transformation als eine ihrer Kernkompetenzen, die sie brauchen.
00:02:41: die richtigen Werkzeuge lernen zu geben.
00:02:43: Und wir hatten zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger eine Idee, dass wir das machen wollen und haben aber bei diesem Bereich sehr stark durch Zugkäufe geprägt.
00:02:53: Das fing an mit Signave.
00:02:54: Ich bin in diese Julien reingekommen, kurz nach der Signavio-Übernahme, habe das Partnermanagement dort verantwortet.
00:03:00: Dann haben wir die Firma Linux gekauft und zu guter Letzt noch Walkme.
00:03:06: Das ist jetzt meine letzte Station bei der SAP gewesen.
00:03:08: vielleicht ein bisschen weiter ausholend, weil ich glaube, du willst nicht nur wissen, wer Manni die letzten Jahre in seinem beruflichen Umfeld war.
00:03:16: Ich bin relativ lange in der Softwarebranche, inzwischen glaube ich seit über einundzwanzig Jahren.
00:03:21: Das ist schon wirklich sehr, sehr lange.
00:03:23: Ich habe Station gehabt bei der SAP.
00:03:24: Ich bin ein Rückkehrer zu dieser Firma.
00:03:27: war aber auch bei Salesforce und bei Salesforce Partnern tätig, hab aus verschiedenen Blickwinkeln unsere Branche entwickeln sehen.
00:03:35: Bin von Haus aus, wenn man jetzt chronologisch zurückgeht, aber gar kein Software-Engineer oder Wirtschaftsinformatiker oder so.
00:03:41: Ich hab Kommunikationswissenschaften studiert, im schönen Hannover und bin eigentlich auch eher durch Zufall in die Softwarebranche gekommen.
00:03:51: Und ja, haltet es aber für einen der Glücksmomente so in meinem Leben, dass ich, obwohl ich da keinerlei familiäre Prägung hatte oder auch regional jetzt nicht nah an Waldorf dran war, wo ja auch wirklich in Deutschland eigentlich das einzige Nennenswertsoftwareunternehmen beheimatet ist, ich diesen Weg dahin gefunden habe.
00:04:12: Und ja, von meinem Background her hatte eigentlich sonst nicht so viel dafür gesprochen, jetzt in die Softwarewelt zu kommen.
00:04:20: Während des Studiums schon beim Daimler gearbeitet, in Stuttgart, habe dort mein Diplomarbeit geschrieben, hatte schon Arbeitsvertrag beim Daimler in der Tasche, habe mich dann aber dagegen entschieden und habe das Angebot der SAP angenommen und bereust bis heute nicht.
00:04:36: Signavi und Lineax sind ja mit die größten Tech-Aquisitionen der letzten Jahre.
00:04:41: Vielleicht nur ganz kurz für diejenigen, die diese Firmen nicht kennen.
00:04:45: Kannst du ganz kurz einordnen, über welche Größenordnung wir bei diesen Übernahmen sprechen?
00:04:49: Ja, es sind Unternehmen, die im Bereich, ich sag mal, zwischen fünfzig und hundert Millionen ARR jeweils waren, also schon ein etabliertes Market Momentum hatten.
00:05:01: Und die Akquisitionspreise kann man der Presse entnehmen, wir berichten sowas ja nicht nach außen, aber das sind so im Bereich der Milliardentransaktionen jeweils Transaktionen gewesen und so guter Let's.
00:05:12: Walk Me war ja sogar Börsennotiert.
00:05:15: Das ist auch eine Acquisition ungefähr in dieser Größe.
00:05:17: Also wir haben über die letzten...
00:05:19: Entschuldige aus, Walk Me.
00:05:20: Walk Me ist eine israelische Börsenotierte Firma, die auch in dieses Portfolio mit rein akquiriert wurde.
00:05:28: Und wir sprechen Summa Summarum über circa dreidreinhalb Milliarden Infositionsvolumen, um diesen neuen Geschäftsbereich für die SAP aufzubauen.
00:05:35: Leider gibt es so viele Beispiele anderer.
00:05:38: Transaktionen in dieser Größenordnung in den letzten Jahren ja nicht in Deutschland.
00:05:41: Deswegen freuen wir uns umso mehr heute Insights von dir zu bekommen, wie diese Transaktionen zustande gekommen sind und was du daraus gelernt hast.
00:05:49: Vorher aber, du bist der Tradition... all meiner Podcast Gäste soweit gefolgt und hast ein oder sogar zwei Objekte mitgebracht, die eine Geschichte über dich erzählen.
00:06:01: Wir lösen noch nicht jetzt auf, was das ist, aber vielleicht für diejenigen, die nicht zuschauen, weil sie nicht bei YouTube dabei sind, können wir mal ganz kurz beschreiben, was es ist.
00:06:10: Ich sehe hier nämlich auf dem Tisch ein Blatt Papier und mag sie mir das einmal rüberreichen.
00:06:17: Und es ist schön und klar, Sichtfolie, sehr deutsch.
00:06:20: Und da steht Teilnahmebescheinigung drauf.
00:06:23: SBA.
00:06:24: Mit Sicherheit ans Ziel steht da drüber.
00:06:26: Das ist ein Online-Zertifikat.
00:06:27: Alles andere lösen wir später auf.
00:06:30: Und dann bist du in Schuhen gekommen, richtig?
00:06:32: Ganz außergewöhnlich.
00:06:33: Ich habe sogar Schuhe an.
00:06:34: Ich
00:06:34: habe sogar Schuhe an.
00:06:36: Soll ich sie auf dem Tisch legen, kurz?
00:06:38: Wir sehen mal auf dem Tisch.
00:06:40: kurz.
00:06:40: Okay, Neikeys.
00:06:44: Da sehe ich ein Lineaxx-Logo bzw.
00:06:46: Stiftzug und auf der anderen Seite sehe ich ein Signario.
00:06:50: Wir werden drüber sprechen.
00:06:51: Money.
00:06:53: Warum hat SAP Signavi und DINIX gekauft?
00:06:58: Also am Anfang einer Überlegung, wie man einen Geschäftsbereich entwickelt, ist eigentlich immer klassisches Portfolio-Management.
00:07:05: Ich hatte das Glück, als ich zurückkam zu SAP, war ich in einer zentralen Portfolio-Steuerung tätig.
00:07:14: Portfolio-Management ist aus meiner Sicht der Dreh- und Angelpunkt, wo man eigentlich entscheidet.
00:07:20: Was sind die Bereiche, in denen wir heute gut performen und einfach organisch weiter wachsen wollen, zum Beispiel unsere Investitionen erhöhen, entweder in Vertrieb oder Produktentwicklung?
00:07:28: Was sind Bereiche, wo wir vielleicht über Partnerschaften den Markt besser bedienen können?
00:07:34: Und was sind Bereiche, wo wir zukaufen wollen?
00:07:35: Das ist eine klassische Bild bei Partneranalyse.
00:07:39: Und der Bereich, den wir neu aufgebaut haben für das ganze Thema Geschäftsprozessentwicklung, Geschäftsprozess und Transformation von Unternehmen.
00:07:49: war eigentlich ein Weitspace, wir hatten zu einem Teil Partnerschaften in diesem Bereich eingegangen, aber waren uns sicher, dass das ganz existenziell wichtig ist für Unternehmen, um resilienter zu werden.
00:08:02: Wenn man überlegt, die letzten sechs, sieben Jahre waren geprägt von sehr, sehr starken Destruktionen.
00:08:10: Die Covid-Krise hat ja nicht nur eine gesundheitliche Krise, sondern insbesondere die Lieferketten sind zusammengebrochen.
00:08:17: Wir haben eine Zeit von geopolitischer Unsicherheit die letzten Jahre.
00:08:20: Wir haben eine Phase, wo Unternehmen sich immer wieder neu erfinden müssen durch die technologischen Neuerungen, die aufkommen.
00:08:26: Das heißt, die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen sich ständig diesen äußeren und inneren Herausforderungen stellen müssen, wächst.
00:08:33: Und ich glaube, dass es richtig war, zu sagen, wir müssen dafür ein anderes Angebot an den Markt bringen.
00:08:39: SAP hat bereits ein sehr breites Portfolio.
00:08:40: Wir haben Lösungen für klassisch ERP, Enterprise Resource Planning, also den Bereich Finanzen, Materialmanagement, Supply Chain, Personal, Customer Relationship Management.
00:08:52: Also die Dinge, die man eigentlich mit klassischer Software verbindet, die ich einfach kaufe, um einen bestimmten Prozess abzubilden, wie zum Beispiel Personalmanagement, oder ich möchte meine Supplier besser bedienen.
00:09:06: Aber dahinter steht da die Frage, wie werde ich als Unternehmen effizienter in dem, was ich tue?
00:09:11: Sind diese Prozesse denn so, wie ich sie mir gerne gestalten möchte, wenn ich sie jetzt einfach an einem Whiteboard mir anzeigen lassen könnte?
00:09:20: Sind das denn die Best Practice Prozesse, die ich dort lebe?
00:09:22: Und was muss ich tun, um dahin zu kommen, dass meine Prozesse so werden, wie ich sie mir gerne gestalten möchte.
00:09:29: Und da war immer die Frage, was bieten wir eigentlich unseren Kunden an?
00:09:33: Wir hatten Partnerschaften in diesem Bereich, unter anderem zum Beispiel mit der Firma Ceylonis für das Thema Process Mining.
00:09:39: Aber das war nur ein Aspekt des ganzen Themenfeldes, Business Transformation Management.
00:09:46: Und die Firma Signapher hat da sehr gut reingepasst, also zum einen, weil die SAP bereits seit vielen Jahren Kunde war.
00:09:52: von Signavio.
00:09:53: Wir kannten diese Firma quasi aus der Kundenbeziehung.
00:09:55: Wir hatten intern unsere Prozesse seit Jahren modelliert mit Signavio.
00:10:00: Und es war ein erster Schritt, um tatsächlich dem Kunden etwas an die Hand zu geben, um seine Istprozesse und die Sollprozesse hervorragend abbilden zu können.
00:10:09: Wirklich zu verstehen, wie werden meine Prozesse besser ausgesteuert in dieser Welt, die so geprägt ist von Disruption.
00:10:16: Das war ein Bereich, wo relativ klar war, da haben wir jetzt auch nicht die Zeit, da selber was zu entwickeln.
00:10:21: Das ist etwas, was wir auch innerhalb der Firma als, ja, ich sag mal, so ein bisschen Start-up im Unternehmen aufbauen möchten.
00:10:27: Und das war dann die Entscheidung, hier nicht mit einer Partnerschaft weiterzumachen, sondern tatsächlich eine Acquisition anzugehen.
00:10:33: Und das war dann der Moment, wo Signale reinkamen.
00:10:35: Ich muss dazu sagen, ich war nicht Teil dieser Transaktion, weil ich damals noch im Partnermanagement tätig war.
00:10:40: Ich habe es ein bisschen am Rand mitgerichtet, weil wenn man ein Partner bedient und mit dem partnerschaftlich zusammenarbeitet, Und man kauft aber doch eine andere Firma, ist das natürlich auch eine Disruption.
00:10:50: Das heißt ganz kurz, du warst für Zelonis, für die Zelonis-Partnerschaft?
00:10:54: Also mein Team hat auch Teile der Zelonis-Partnerschaft damals mit betreut.
00:10:57: Und
00:10:57: für diejenigen, die den Bereich nicht so gut kennen, Signavio ist ein Wettbewerber von Zelonis, kann man das so sagen?
00:11:03: Zum damaligen Zeitpunkt vielleicht eingeschränkt.
00:11:06: Das ist gar nicht so einfach, weil zum Zeitpunkt, wo SAP sich entschieden hat, Signavio zu kaufen, weil Signavio in erster Linie eine Prozessmodellierungs- Selonis war damals bereits für das Thema Process Mining, steht übrigens auch im Gartellamtsbericht damals zur Übernahme, uneingeschränkter Marktführer.
00:11:25: Der Marktführer von Process Mining war die Firma Selonis und wir haben aber nicht ein Process Mining-Unternehmen gekauft in erster Linie, sondern vor allem eins für Prozessmodellierung.
00:11:36: Jetzt ist es aber so, ich finde, das zeigt relativ interessant, wie Unternehmen über Überzukäufe wachsen.
00:11:43: Das Unternehmen, was man kauft in dem Moment, ist nicht unbedingt die Lösung, die tatsächlich das kaufende Unternehmen erfolgreich macht.
00:11:52: Also zum Zeitpunkt, wo ProSignal gekauft wurde, war es, wie gesagt, in erster Linie eine Prozessmodellierungssoftware mit ersten Ansätzen auch im Bereich Bosses Mining.
00:12:00: Die SAP selbst hatte dort auch ein paar Ansätze in dem Bereich bereits implementiert.
00:12:06: Aber wenn man jetzt mal schaut, ein paar Jahre später, und man schaut sich Industrieanalysen an wie von Gardner oder IDC oder der ähnlichen, spielen wir inzwischen extrem relevant mit in diesem Marktumfeld process mining also das wo eigentlich die acquisition gar nicht im fokus war und die firma die wir gekauft haben gar nicht dort der der führende player war.
00:12:25: zu dem zeitpunkt haben wir geschafft dahin zu entwickeln dass wir jetzt dort auch ein ein sehr sehr tragfähiges modell haben.
00:12:33: ich würde sogar sagen das produkt was man als ein Founder erschafft, wenn es zu einer Transaktion kommt, die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Produkt drei bis fünf Jahre nach der Transaktion noch die Cash-Cow ist sozusagen für den Akquirierenden, ist relativ gering.
00:12:50: Dafür ändert sich einfach auch unser Markt zu schnell.
00:12:52: Was kauft der Akquirierer denn dann eigentlich?
00:12:56: Er kauft vor allem ja ein Unternehmen, was gezeigt hat, dass es in der Lage ist, einen Markt nachhaltig zu bedienen.
00:13:03: Und nachhaltiges Bedien eines Marktes heißt auch, sich immer wieder neu zu erfinden.
00:13:08: Ich meine, wir reden dieser Tage sehr viel über künstliche Intelligenz, über Agentic AI und so weiter.
00:13:13: Das sind ja für die Transaktionen, die ich jetzt genannt hatte, ja, ob das Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr- und Ende des Jahr.
00:13:34: Da kam der Hype, wie wir ihn jetzt in den letzten zwölf Monaten hatten, war auch noch nicht da.
00:13:38: Das heißt, das waren keine klassischen AI Agentic Use Cases, die dort akquiriert wurden.
00:13:44: Aber wenn du jetzt mal von der heutigen Perspektive schaust, sind das drei Teile, die auch sehr wertvoll sind für eine Agentic AI Software Strategie.
00:13:56: Warum?
00:13:57: Du musst einen Agenten monitorn.
00:14:01: Du musst sehen, ob der einen vernünftigen Prozess abdeckt.
00:14:03: Signavio.
00:14:04: Du musst es managen können aus einer gesamten Architektur Sicht.
00:14:07: Das ist ja Teil deines Software Stacks, Lina X. Und du musst es in die Prozessumsetzung zum User tragen können, der damit arbeiten muss.
00:14:16: Der damit arbeiten können muss in dem Kontext seiner Prozesse, die er ohnehin bearbeitet.
00:14:22: Ob das jetzt in einer Personalsoftware ist oder in einem CRM-Software ist, das ist Walkme.
00:14:28: Also selbst das Thema Agentic, was kein Ansatzpunkt war für irgendeine dieser Übernahmen, zeigt sich jetzt in der Retrospective als extrem relevant für diese drei Produkte.
00:14:39: Und deshalb glaube ich, das Produkt, das man kauft, ist nicht das Produkt.
00:14:42: Was ist, wenn er erfolgreich macht?
00:14:44: Wie kommt es denn zu solchen Entscheidungen, zu solchen Kaufentscheidungen?
00:14:46: Habt ihr euch da hingesetzt?
00:14:47: Hat die SAP sich hingesetzt auf dem Reisbrett eine Strategie entwickelt und gesagt, richtig, BCG, MacKinsey-Manier.
00:14:56: So, okay, das ist die Strategie, so wie du sie gerade aufgezeigt hast, mit drei Säulen, die vielleicht noch fehlen.
00:15:02: Und dann ist man hingegangen und sagt, okay, wir brauchen jetzt, wir brauchen jetzt Assets, wir brauchen Produkte in diesen drei Bereichen.
00:15:08: Und jetzt gehen wir raus, also sehr analytisch, gehen wir raus und suchen nach Firmen in dem Bereich.
00:15:14: Oder hat sich diese Story so organisch ergeben?
00:15:19: Ich glaube, ein bisschen vermeiden.
00:15:21: Also ich glaube, am Anfang hat man schon eine gewisse Idee, man will hier einen neuen Markt bedienen und das Thema, den Kunden zu helfen, nicht nur mit einem Stück Software, also dem was ich dem Kunden anbiete, sondern auch dem, wie der Kunde sich transformiert.
00:15:34: Das sind sehr unterschiedliche Themenlagen sind übrigens.
00:15:37: Das stand schon im Raum.
00:15:38: Das ist, ich sage mal, eine strategische Marschrichtung zu sagen, ich möchte nicht nur Software anbieten, sondern ich möchte ganz bewusst Teil dieser Transformation meiner Kunden werden, mit dem was ich anbiete.
00:15:48: Dann ist natürlich die Frage, was passt dazu?
00:15:50: Und dort spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.
00:15:54: Es gibt die Portfolioanalyse, die ich vorhin nannte, dass man grundsätzlich mal überlegt, Build-by-Partner, das steht schon am Anfang, das ist auch ein wichtiger Prozess, der findet wiederkehrend statt, wo man sich genau solche Gedanken macht.
00:16:05: Aber wie ist dann tatsächlich dahin kommt, dass man sagt, dieses Unternehmen passt, da spielen viele, viele andere Facetten eine Rolle.
00:16:13: Ich würde sogar sagen, dass die Reisbrettstrategiefindung wichtig ist für das Setzen einer Richtung, aber nicht ausschlaggebend.
00:16:22: für eine tatsächliche Transaktion.
00:16:26: Wenn wir zum Beispiel Lina X anschauen, das ist ein Vorgang, den ich sehr gut kenne, weil ich von sehr, sehr früher Stunde dabei war.
00:16:34: André Christo und ich kennen uns seit, glaube ich, den Grunde.
00:16:38: Magst du vielleicht noch zwei Sätze zu Lina X sagen, was ist Lina
00:16:41: X?
00:16:42: Lina X ist ein deutsches Unternehmen, was im Bereich Enterprise Architecture Management sehr stark geworden ist.
00:16:51: Am besten beschrieben als das Google Maps für die IT-Infrastruktur.
00:16:55: Also wenn ein Unternehmen gerne verstehen möchte, wie es seine verschiedenen IT-Assets heute vorliegen hat, also sein Portfolio sozusagen aus einer IT-Sicht und wie es dieses weiterentwickeln möchte.
00:17:08: Da hat Lina X diesen Markt eigentlich aufgebrochen, weil das ein sehr, sehr tradierter Markt war, sehr, sehr schwierig für Endanwender auch so eine Visibilität zu erreichen.
00:17:20: Und Lina X hat einen ganz neuen Ansatz gefahren, eigentlich gesagt, nein, wir wollen, dass das eine Domäne ist, die auf viel breitere Füße gestellt wird, wo viel mehr Endanwender tatsächlich mitarbeiten können an der Ausgestaltung einer IT-Rotmap.
00:17:33: einer Enterprise-Architektur-Strategie.
00:17:35: Und das Thema Enterprise-Architektur hat lange ein bisschen ein Nischen da sein geführten Unternehmen.
00:17:39: Und ich würde sogar der Firma Lina X einen großen Teil dieser, ich sag mal, Renaissance der Rolle Enterprise-Architektur mitzuschreiben.
00:17:47: Und wenn ich davon jetzt mal die Brücke schlage, wie wir in Kontakt gekommen sind mit der Firma Lina X, das war nämlich in zwei Tausend Siebzehn.
00:17:54: Ich kam gerade zur SAP zurück, wie gesagt, Portfolio-Strategie, reisbrettmäßig, Bild bei Partner.
00:18:00: Und eine Frage, die wir intern hatten, für unser Portfoliomanagement war, gibt es denn da draußen eine Lösung, wie wir unser SRP-Portfolio besser abbilden können.
00:18:10: Und über einen gemeinsamen Freund kam dann der Kontakt zustande, der Mensch redet auch mal mit dem andere Christ, der hat da so eine Firma, fünfzig Mitarbeiter, das könnte passen.
00:18:18: Und dann kam auch der Andre nach Waldorf und dann haben wir einen kleinen Piloten aufgesetzt und geschaut.
00:18:24: könnte das denn passen?
00:18:25: Können wir denn unseren Use Case, der übrigens nichts mit Enterprise Architecture zu tun hatte, so ein Air Portfolio Management, in der Lina X-Lösung abbilden?
00:18:34: Langereder gute Sinn, konnten wir nicht.
00:18:36: Es war, ehrlich gesagt, eine ziemliche Verbiegung des Use Cases.
00:18:41: Also man konnte gewisse Dinge schon tun, aber es war natürlich für, ich sag mal, internes Portfolio Management gibt es andere Ansätze als eine Enterprise Architecture-Lösung.
00:18:48: Aber wir fanden die Lösung extrem extrem gelungen.
00:18:52: Also wir hatten damals innerhalb der SAP selber eine Lösung für das Thema Enterprise Architecture.
00:18:58: Und der damalige Head of Enterprise Architecture bei der SAP, der Jan Gilg, heute einer unserer weltweiten Vertriebschefs, der hat es auch mitgekriegt, dass wir uns das angucken und meint der Mensch wir, wir suchen auch was nach modernerem.
00:19:12: und ganz ehrlich, ich würde nicht mal unsere eigene Lösung nehmen, weil unsere eigene Lösung ist schon ziemlich Ziemlich alt.
00:19:20: Also ihr macht ja eh den Piloten, wir machen auch noch einen Piloten für die interne Nutzung bei der SAP.
00:19:25: Also während unser Use Case nicht geklappt hat, hat der interne Use Case, nämlich für Enterprise Architecture bei der SAP, sehr gut funktioniert.
00:19:34: So dass wir dann am Ende dieser Pilotphase sind.
00:19:37: wir dann damals zum Thomas Sauer-Essig, inzwischen Vorstand für Service und Delivery bei der SAP.
00:19:43: Der war damals das CIO.
00:19:44: Wenn wir hin waren, haben wir gesagt, das sieht sehr, sehr gut aus und wir würden das licensieren.
00:19:50: Und da gab es dann Daumen hoch und wir haben dann damals Lina X-lizensiert für die interne Nutzung bei der SAP.
00:19:56: Das heißt, seit twenty-sebzehn ist SAP-Kunde von Lina X gewesen.
00:20:02: Noch einige Jahre früher sogar war bereits die SAP-Kunde von Signavio gewesen.
00:20:07: Das heißt, wir reden über lange Zeiträume, wo eine Geschäftsbeziehung vorhanden ist, wo ein Vertrauensverhältnis auch entstanden ist.
00:20:16: wo Customer Success Manager dieser Firmen uns als Kunden betreut haben.
00:20:21: Ich bin dann, wie gesagt, in den Bereich Business Transformation Management gewechselt und eine meiner ersten Amtshandlungen war.
00:20:29: Damals hatten wir gerade Signavi gekauft, was sind denn so die Adjacencies?
00:20:33: Also die Randbereiche, die man jetzt auch mit angehen könnte.
00:20:36: Und es war relativ klar, wenn man Prozesse managt, musst du eigentlich auch verstehen, wie diese Prozesse in IT abgebildet werden.
00:20:44: Und wenn du eine IT-Rotmap managst, musst du eigentlich auch verstehen, wie eine IT-Rotmap sich auswirkt auf die Geschäftsprozesse.
00:20:52: Also du willst dein Software Stack modernisieren, dann musst du natürlich überlegen, hat das jetzt Auswirkungen auf gewisse Prozesse, die vielleicht dann nicht mehr funktionieren.
00:21:00: Also dieses Thema Prozesse und IT war immer schon so zwei Seiten derselben Medaille.
00:21:04: Und es gab auch immer schon eine Partnerschaft, schon vor den Akquisitionen zwischen Signavi und Lina X. Und wir haben dann damals, ich habe dann mit dem André Christ in meiner neuen Funktion dann Kontakt aufgenommen und gesagt, mach jetzt hier das Partnermanagement.
00:21:15: Und wir haben Signavio.
00:21:17: Es wird ja sinnvoll sein, das war auch mal mit Lina X über eine strategische Partnerschaft sprechen.
00:21:21: Dann haben wir, das war im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, im, Das hieß, wir hatten ein sehr hoher Tier, wenn du so willst, in unserem Partnerprogramm gewesen.
00:21:41: Und diese Partnerschaft hat auch extrem gut funktioniert.
00:21:43: Das war eine gemeinsame Vertriebspartnerschaft, wo der andere Christoph persönlich dahinter stand und wir hatten an dedizierte Leute von jeder Seite auch auf dem Thema drauf.
00:21:54: Und das heißt, wir hatten eigentlich ein Kundenverhältnis über mehrere Jahre.
00:21:59: Wir hatten ein strategisches Partnerverhältnis über eine längere Zeit.
00:22:03: Wir hatten Vertriebspartnerschaft, die gemeinsame Absatzplanung gemacht hat, die gemeinsame Accountplanung gemacht hat.
00:22:11: Es fühlte sich gar nicht mehr so weit weg an, zu sagen, das passt ja extrem gut zusammen.
00:22:16: Und ich glaube, der Gero Decker, der Gründer von Signavio hat es mal beim Fabian Tausch im Unicorn Bakery Podcast mal gesagt.
00:22:28: Ich weiß es noch, weil ich dabei war.
00:22:30: Wir waren mal bei einer Konferenz von Lina X. Da hatten wir diese Endorse der Partnerschaft schon seit ungefähr einem Jahr am Laufen und es lief sehr gut.
00:22:37: Wir haben wirklich tolle gemeinsame Projekte gemacht.
00:22:40: Und der Gero hat einfach nur auf der Bühne so ein Pochen des Herz gezeigt, irgendwie in den Farben von Signavi und Lina X. Und dann kam danach die Leute an, ob das jetzt Zeichen sind, dass irgendwie zusammenwächst, was zusammengehört und so was.
00:22:56: Und wir hatten es gar nicht so direkt jetzt auf dem Schirm, aber es fühlte sich sehr natürlich an, dass diese Firmen einfach sehr gut zusammenarbeiten.
00:23:06: Ja, dann kamen einige Wochen später dann tatsächlich auch der konkrete Gedanke, ist dann gereift, dass man auch über Lina X als weiteren Zugauf nicht nur nachdenkt, sondern das doch auch angehen kann.
00:23:21: Da würde ich gerne anknüpfen.
00:23:22: Kannst du uns mal mitnehmen in den Boardroom bei so einer Transaktion, den SAP Boardroom.
00:23:27: Wer sitzt da?
00:23:29: Wer entscheidet da?
00:23:30: Wie wird da entschieden?
00:23:31: Vielleicht mal ein Beispiel Lina X. Mal ganz am Anfang anfangen.
00:23:35: Da gab's diese, ganz am Anfang war, hab ich jetzt verstanden, es gab eine langjährige Partnerschaft, eine Kundenbeziehung.
00:23:42: Übrigens heißt ja für Gründer eigentlich heute auch, hey, euer potenzieller Käufer könnte heute euer Kunde sein oder könnte heute euer Partner sein.
00:23:50: Das heißt, es gab eine langjährige Live-DD.
00:23:52: Mhm.
00:23:54: Wo war denn der Punkt, wo die Idee entstanden ist, Lina X zu kaufen?
00:23:59: Wie ging dann der Prozess los?
00:24:01: Na ja, witzigerweise, solche Dinge sind gar nicht unbedingt ... Bord-Meetings, irgendwelche Bord-Offsites.
00:24:10: Also ich weiß es noch, dass der Gedanke immer lauter gereift ist.
00:24:15: Also der Christian Klein, unser CEO, hat beim OMR Festival in Hamburg das Beispiel Lina X genannt, wenige Wochen bevor wir da auch tatsächlich in die Richtung aktiver geguckt haben.
00:24:30: Und dann waren wir glaube ich auf dem Weg zur Sapphire.
00:24:33: Und beim Boarding ist unsere Kundenkonferenz, unsere große, ehrliche Kundenkonferenz, die in den USA in Orlando stattfindet.
00:24:40: Und dann beim Boarding kam irgendwie so ein Spruch auf.
00:24:44: So, ja, das muss man sich jetzt auch mal wirklich angucken.
00:24:48: Von der Due Diligence her, dass man sich das ernsthaft jetzt anguckt.
00:24:54: Ich habe dann gedacht, wir haben natürlich eine NDA-Prozesse und alles intern dann aufgesetzt und dann geht das aber relativ schnell.
00:25:02: Man braucht natürlich für gewisse Punkte, wie das Unterschreiben eines Termsheets und LOI und so weiter, braucht es natürlich Board Resolution.
00:25:08: Da geben Dinge schon einen offiziellen Prozess, bis du das draußen hast.
00:25:13: Aber dieses Ja, wir gucken uns das jetzt an, ernsthaft, ist kein Prozess, der jetzt unglaublich lange bürokratische ... Wie geht's denn los?
00:25:25: Wer
00:25:26: wirft da beim anderen an und was sagt der da?
00:25:29: Also ganz wichtig, man muss erst mal trennen, wenn eine Transaktion offiziell angegangen wird.
00:25:33: Gibt's schon eine Unterscheidung zwischen dem, was das M&A-Team macht, also Corporate Development, die auch das Zepter in der Hand haben für zum Beispiel den Initial Outreach, also die initiale Kontaktaufnahme mit einem Target.
00:25:49: was grundsätzlich die Interaktionen angeht, was das Thema Geheimhaltungsverpflichtung angeht, NDA und so weiter.
00:25:56: Das wird alles dann sehr, sehr stark auch zentral durch das Corporate Development Team übernommen.
00:26:01: Also das ist ganz wichtig.
00:26:03: Wir haben schon diesen Punkt, wo es dann aus langjähriger Partnerschaft, Vertrauensbeziehung in ein offizielles Fahrwasser geht.
00:26:10: Und dort ist dann wichtig, eine klare Aufgabentrennung auch zu haben zwischen, ich sag mal, den Transaktions-Profis.
00:26:17: Das ist die MNH-Abteilung.
00:26:20: und der den fachlichen Profis, das ist, ich sage mal, der Economic Bayer.
00:26:25: Weil eine M&A-Abteilung ist unglaublich stark darin, genau diese Struktur von, wir haben einen Tag identifiziert bis zum Signing, Closing und, ich sage mal, bis zur spätestens Legal Entity Consolidation, also Auflösung der rechtlichen Einheit, darüber reden wir später nochmal drüber.
00:26:44: Es ist ein ganz klarer zeitlicher Zeitraum, den die verantworten.
00:26:48: Auch als... ohne dieses Prozess ist.
00:26:52: Aber dahinter steht ja eine Abteilung, ein Geschäftsbereich, der ja die nächsten Jahrzehnte mit diesem Zukauf wirtschaftlich arbeiten möchte oder zusammenwächst mit diesem Preis.
00:27:04: Das ist ja kein reiner Aspekt der Zusammenarbeitung.
00:27:08: Du möchtest ja Mehrwerte generieren für die gesamte SAP und das ist ja nicht.
00:27:13: nach der Integration oder nach Abschluss eines Post-Murder-Integrationsprozesses ist es ja nicht abgeschlossen.
00:27:19: Die Fachabteilung, in dem Fall, ich stehe für die Fachabteilung, als Economic Bayer, hat noch mal eine ganz andere Rolle.
00:27:27: Also man ist natürlich sehr eng beteiligt, aber man ist nicht der Prozessverantwortlich zum Beispiel für Themen wie Initiale Kontaktaufnahmen und so weiter.
00:27:34: Das läuft über die Corporate Development.
00:27:36: Okay, okay.
00:27:39: Und dann sagst du es relativ schnell, bis man da einen Termsheet
00:27:43: ausschicken
00:27:44: kann?
00:27:45: Also ich kann jetzt für den Fall Lina X sprechen, das ist da... insgesamt sehr schnell ging.
00:27:49: Ich meine, wir haben im Mai ... ... zwanzig, dreiundzwanzig, glaube ich, die initiale Kontaktaufnahme gemacht oder Ende Mai, Juni, war's.
00:27:58: Und das ist witzig.
00:27:59: Man erinnert sich an solche Dinge immer, weil man weiß, man war irgendwo im Urlaub.
00:28:03: Also es war ... Wo war's denn im Urlaub?
00:28:05: Es gab, ja, gibt's so oft.
00:28:06: Ich weiß, ich hab den Anruf von meinem Chef bekommen, vom Rufen Morato, unserem Channel Manager für den Bereich.
00:28:14: Und ich war gerade in Südtirol.
00:28:15: Und ein Nächstes, da kommt ein NDA und guckt das mal an und da wusste ich, worum es geht.
00:28:23: Und wir haben uns kurz danach, das ging glaube ich keine, zwei Wochen später hatten wir einen ersten Termin, wo wir zusammen saßen, ganz, ganz kleine Gruppe, um eine Initiale, ja Initial-Due-Diligence-Workshop gemeinsam zu machen.
00:28:40: Wir haben uns in Frankfurt getroffen.
00:28:43: auf neutralem Grund bei einer Anwaltskanzlei und das hat sich da vielleicht mal die Nuancen, hat sich schon gezeigt, dass wichtig ist, dass man einander kennt.
00:28:53: Wir hatten von beiden Seiten ein sehr, sehr kleines Team, es waren von der SAP-Seite waren es der Gero Decker, was übrigens sehr, sehr wichtig war, weil es Ein Founder ist er selber nicht lange vorher verkauft hatte, der eine enge Beziehung zu Lina X auch selber persönlich
00:29:10: hatte.
00:29:10: Also mal klarzustellen, falls das nicht klar ist.
00:29:12: Der Gero ist der Gründer von Signavio, das hat er dir vorher gekauft und jetzt war der Gero mit im Prozess.
00:29:18: Genau.
00:29:20: Für die Lina X Übernahme.
00:29:21: Wir
00:29:21: wollten ja einen Geschäftsbereich aufbauen für das Thema Business Transformation Management.
00:29:27: Der erste Pfeiler sozusagen war schon da, das war Signavio, die Firma die Gerodecker gegründet hatte.
00:29:33: Und die wir ja zwanzig-einzwanzig gekauft hatten.
00:29:35: Und Gero war auch ab Tag eins sehr, sehr eng im initialen Team dabei, was die Übernahme von Lina X angeht.
00:29:45: Das war mein Chef, der rufen Berato nicht.
00:29:47: Wir waren in der ersten Runde dabei und ähnlich kleines Team auch von Seiten von Andre Christ, also vom Gründer von Lina X, auch ganz, ganz kleinen Gehalten am Anfang.
00:29:57: Und was war wichtig war, Es gibt natürlich einen offiziellen Teil, man blockt sich den Kalender, man trifft sich auf neutralem Grund und geht durch die Themen durch.
00:30:09: Wir haben uns vorher noch mal zu Wideressen getroffen, weil ich wusste, dass CFO war zum Beispiel dabei und die kannten sich noch nicht untereinander.
00:30:15: Und wir haben gesagt, gut, wir haben schon noch mal dafür sorgen, dass bevor wir jetzt ins offiziellen Teil gehen, noch mal eine persönliche Beziehung entsteht.
00:30:23: Sowas haben wir dann schon darauf geachtet, dass es einfach auch menschlich passt.
00:30:27: Selbst wenn man schon seit Jahren zusammengearbeitet hat, ist es ganz wichtig, glaube ich, everyone on the same page zu bringen in so einem Prozess.
00:30:36: Und ja, dann waren das doch recht intensive Wochen, also mit verschiedenen Aspekten der due diligence, die wir durchgegangen sind.
00:30:47: Und insgesamt hat sich der Prozess aber... Wenn man sich jetzt rückwirkend drauf schaut, wir haben Anfang September, ging das Announcement dann raus.
00:30:57: Es ist dann doch, ich sag mal, im Kern waren es drei Monate über den Sommer, um das Spruch reif zu haben.
00:31:04: Mit allen Aspekten der Due Diligence, mit allen Aspekten auch finanziell betrachtet mit den verschiedenen Investoren und so weiter.
00:31:13: Und würdest du sagen, das ging nur so schnell, weil es diese Beziehung schon gab und dieses... Vertrauensverhältnis schon gab und man nicht bei Null anfangen musste?
00:31:23: Also ich glaube, es gibt Transaktionen, die sehr, sehr schnell stattfinden, wo es dieses Vertrauensverhältnis vorher nicht gab.
00:31:31: Die SAP hat mal die Firma Qualtrics gekauft.
00:31:33: Das ging auch sehr, sehr schnell.
00:31:37: Das hat ja auch der Bill McDermitt, unserer damaliger CEO auch noch mal öffentlich erklärt, wie schnell das ging.
00:31:42: Und da musste eine Entscheidung sehr schnell herwaregeführt werden.
00:31:44: Ich glaube aber, dass für den Erfolg einer Transaktion Ist nicht nur die Schnelligkeit.
00:31:51: Schnell, aber richtig.
00:31:54: Schnell und falsch ist relativ oft möglich.
00:31:57: Du kannst sehr oft schnelle Entscheidungen treffen, liegst aber häufig dann nicht richtig mit deiner Entscheidung.
00:32:04: Schnell zu sein, agil zu sein und dabei auch noch das Gefühl zu haben, hier das Richtige zu tun.
00:32:10: Ich glaube, das ist ... zu einem großen Teil darauf gefußt, dass wir ziemlich genau wussten, worauf wir uns einlassen.
00:32:15: Also ich will jetzt nicht sagen, es war A Walk in the Park, weil das ist es nicht.
00:32:20: Also eine Akquisition ist immer intensiv.
00:32:23: Es ist immer damit verbunden, dass du gewisse Dinge hinterfragen musst, die du für selbstverständlich gehalten hast.
00:32:31: Und wir können auch gerne darauf nochmal im Detail eingehen, weil ich glaube, viele können Gründer, wenn sie wissen, dass Unternehmen auf sowas achten, auch vorher durchaus in ihrer Wachstumsphase mit berücksichtigen.
00:32:43: Ja, ich glaube schon, das Vertrauensverhältnis und insbesondere eine Vertriebspartnerschaft vorher gehabt zu haben, Produktintegration gehabt zu haben vorher, Kunde gewesen zu sein, also zu wissen, dass dieses Produkt, was an andere große Firmen verkauft werden soll, die SAP selber seit Jahren für extrem gut befunden hat.
00:33:07: Wenn wir selber sind ein sehr großes Unternehmen, das heißt, wenn wir es für gut befinden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch andere Kunden das für eine sinnvolle Lösung befinden.
00:33:16: Ich meine, wir haben es letztlich über unser eigenes Produkt damals ausgewählt.
00:33:19: Wir hatten selber ein Produkt in den Bereichen und haben gesagt, nee, das ist besser, das nehmen wir.
00:33:25: Wie kommt man denn zu einem Kaufpreis bei so einer Transaktion?
00:33:29: Wie packt man da jetzt das Preistag drauf?
00:33:32: Ja, das ist natürlich ... einer der schwierigsten Fragen wahrscheinlich.
00:33:40: Es hat.
00:33:40: also von einer reinen Kalkulation her, guckt natürlich eine Käuferseite, dass es in den Business Case passt.
00:33:48: Also es ist ein klassisches Discounted Cashflow-Modell, was gerechnet wird, über einen bestimmten Zeitraum mit einer Exit Rate.
00:33:55: Das heißt, du musst gucken, dass der Kaufpreis hergibt, dass du über das Wachstum der kommenden Jahre so viel Ertrag erwirtschaftest, dass selbst wenn nach einem der Exit-Rate, also sagen wir mal nach fünf Jahren, sieben Jahren, weil noch immer man den Deckel legen will, wenn da nichts mehr passiert und dieses gekaufte Unternehmen flach bleibt, dass sich das gerechnet hat.
00:34:22: Das ist quasi das finanzielle Modell auf der Käuferseite, das glaube ich recht üblich ist, so eine Bewertung vorzunehmen.
00:34:30: Und dann muss das aber zu verschiedenen anderen Aspekten passen.
00:34:32: Marktumfeld ist ganz wichtig.
00:34:34: Es gibt natürlich, es gab Phasen der letzten fünf, sechs, sieben Jahre, wo Multiple aufgerufen wurden, die absurd waren.
00:34:41: Und es gab Phasen, wo es vielleicht ein besserer Markt war für Käufer, wo man zu realistischere Einschätzung kam.
00:34:50: Natürlich spielt es eine große Rolle, in welcher Bandbreite sich vom ARR her das Unternehmen befindet.
00:34:59: Es spielt eine große Rolle, welche Revenue-Qualität hat denn dieser Umsatz.
00:35:04: Ich glaube, das ist etwas, was vielleicht auch oft übersehen wird.
00:35:09: Ein großer Käufer wie eine SAP nimmt natürlich eine sehr tiefe Inspektion vor, was diesen Umsatz angeht.
00:35:17: Das sind verschiedene Aspekte.
00:35:19: Ist es tatsächlich Wiederkehr an der Umsatz?
00:35:22: tatsächlich recurring revenue im Sinne von ARR oder sind es große Anteile von Serviceleistungen, die damit in einem Umsatz auftauchen.
00:35:30: Also ein Services-Geschäft wird anders bewertet als ein wiederkehrender Umsatz.
00:35:35: Das führt zu einer ganz anderen Gesamtunternehmensbewertung.
00:35:40: Es wird sehr detailliert bei solchen Transaktionen darauf geschaut, ob dieser Umsatz auch tatsächlich so nachhaltig beibehalten werden kann.
00:35:50: Dafür spielen auch vertragliche Konstellationen eine Rolle.
00:35:52: Ich glaube, viele Gründer sind dann doch manchmal verwirrt, wenn ein Käufer, ein großer Käufer, eben nach seinen Rechnungs-Legungsstandards erst mal prüfen muss, ob dieser Umsatz tatsächlich als recurring Cloud Revenue in den Büchern einer großen Börsennotiertenfirma überhaupt Bestand hat.
00:36:11: Das ist ganz wichtig.
00:36:12: hat dieser Umsatz bestand in den Büchern des Käufers, dann gibt es alle möglichen rechtlichen Fallstricke in den einzelnen Kundenverträgen.
00:36:20: Das sollte man auch nicht unterschätzen.
00:36:23: Es gibt Unternehmen, die gerade in den ersten Jahren recht lax damit umgehen, welche Kondition sie ihren Kunden anbieten, zum Beispiel auch Verträge aufzukündigen.
00:36:36: Also im klassischer Fall sind so Sachen wie Change of Control Clauses.
00:36:39: Also das heißt, Vertragsparteien haben das Recht, den Vertrag zu kündigen oder anzupassen, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse der Eigentümer verändern.
00:36:48: So, wir reden ja hier über einen MNA-Fall.
00:36:51: Das heißt, wenn, ich sag mal, ein Großteil der Kunden das Recht hat, fristlos zu kündigen, nur weil die SAP diese Firma kauft, hätten wir ein Problem.
00:36:59: Also, das sind so Dinge, die am Ende alle auf die Bewertung einzahlen.
00:37:03: Der Founder guckt vielleicht auf seinen Balance-Schied und sagt, ich habe aber dreißig Millionen ARR und ich hätte gerne, weiß ich nicht, zehn, fünf zu nix.
00:37:12: Wir gucken aber vielleicht drauf und sagen ja von diesen dreißig Millionen muss ich jetzt leider fünf Millionen abziehen, weil da hängt ne.
00:37:19: Change of Control-Klausel dahinter oder du hast noch so viel Verträge mit Termination for convenience.
00:37:26: Das ist auch so ein schönes Red Flag, wenn man so sagen darf, wenn der Kunde kündigen darf, ohne weitere Angabe von Gründen.
00:37:34: Das sind alles Dinge, die werden in der Bewertung abgezogen.
00:37:37: Es geht wirklich runter auf Einzelvertrag-Ebene, wie inspiziert wird, ob dieser Umsatz nachhaltig ist.
00:37:42: Und das hat alles einen Einfluss auf die Unternehmensbewerbe.
00:37:44: Was vorhin auch von so einem kleinen Detail gesprochen, Verfügbarkeit.
00:37:48: Verfügbarkeit der Anwendung, dass die Start-up-Verträge da oft nicht das widerspiegeln, was ihr euren Kunden gegenüber zusichern müsst.
00:37:58: Das ist eher dann auf der Kostenseite, wenn du sowas wie Service und Support nimmst.
00:38:02: Also gibt Unternehmen, die auch durchaus globale Kunden bedienen, aber vielleicht noch nicht die Größenordnung haben, um rund um die Uhr Support anbieten zu können.
00:38:15: Bei der SAP ist es so, wenn du ein gewisses Kundenlevel hast, bekommst du rund um die Uhr Support durch die SAP.
00:38:23: Und wenn dann zum Beispiel eine zugekaufte Firma, Signalviolina X, andere Teil eines SAP-Vertragswerkes werden, musst du das mit anbieten.
00:38:31: Jetzt hat dabei diese zugekaufte Firma vielleicht diesen Service bisher nicht angeboten, diesen rund um die Uhr Support.
00:38:38: Das sind wiederum dann Dinge, die du auf der Kostenseite mit reinrechnen musst.
00:38:41: Der erinnert mich, kleine Anekdote am Rand, da denke ich immer an den Attersee.
00:38:47: Jetzt fragen sich die Zuhörer, warum denkt er an den Attersee, wenn es um Twenty Four by Seven Support geht?
00:38:53: Ich habe gesagt, die Lineal Extransaktion ging über den Sommer, also wieder ein Urlaubstiel.
00:38:57: Das habe ich mich übrigens nie nehmen lassen.
00:39:00: Auch in so Hochphasen, teilweise Samstag, Sonntag am Rechner, aber am Attersee.
00:39:04: Und ich weiß, wir hatten das Thema, was machen wir mit diesem Support?
00:39:07: Wie stellen wir den Support um von zeitlich begrenzt auf rund um die Uhr?
00:39:12: Und die Kalkulation dahinter, wie viel Personal brauchen wir dafür?
00:39:15: Wie viel Wachstum an Personal brauchst du dafür?
00:39:18: Und es war Superwetter, Kristall, Blauer See.
00:39:20: Da waren wir mit der Familie dort, haben wir ein bisschen Picnic gemacht am See und hatten unser Stand-up-Petalboard dabei.
00:39:26: Die Kinder waren eine Runde gefahren.
00:39:27: Ich dachte so, jetzt kannst du jetzt endlich mal drauf.
00:39:28: Und dann kam Call rein.
00:39:30: Jetzt geht's ans Eingemachte, twenty four by seven Support.
00:39:34: Da hatte ich die Wahl, gehe ich jetzt noch runde paddeln oder mache ich den M&A-Call.
00:39:37: Ich hab beides gemacht.
00:39:39: Die Airpods ins Ohr und aufs Wasser raus.
00:39:44: Und in der Tat hat die Kollegin dann auch gefragt, wo bist du gerade, ich stehe auf dem Wasser.
00:39:48: Ja, viel auf dem Wasser.
00:39:48: Ich bin im Urlaub.
00:39:49: Ich wollte das nützlich mit dem Praktischen verbinden.
00:39:52: Das war ein Kroll, den habe ich vom Sender-Petalboard gemacht.
00:39:57: Sehr gut.
00:40:00: War ein M&A-Berater mit involviert in dem Prozess?
00:40:04: Ja, auf der Werkhäufer-Seite ist es sehr, sehr üblich, dass ein M&A-Berater mit drin ist.
00:40:11: Es gibt Boutiques, die genau das machen.
00:40:14: Grüße an die Firma Catalyst in dem Fall, die ich mehrfach im Laufe meiner Karriere bewegt bin, die ein Beispiel dafür sind, die genauso was anbieten.
00:40:26: Und die sind auch sehr früh dabei.
00:40:27: Also die sind dabei, dann gibt es natürlich Investmentbanken bei börsnotierten Firmen.
00:40:31: unabdingbar, dass die die Transaktion auch käuferseitig über eine Investmentbank abgewickelt wird.
00:40:38: Ja, das ist natürlich internationale Kanzleien für die rechtliche Prüfung, fürs Vertragswerk und so weiter.
00:40:46: Jetzt hätte Lina Jax ja auch euer Termschied nehmen können und ein bisschen shoppen gehen können damit.
00:40:51: Das heißt, einen studierten Prozess aufsetzen, um zu schauen, ob man nicht woanders mehr Geld bekommt.
00:40:58: Das scheint ja, nehme ich jetzt mal an, bei der Timeline nicht passiert zu sein.
00:41:01: Ich glaube, das wäre schwierig gewesen in drei bis vier Monaten.
00:41:04: Ich weiß es nicht.
00:41:06: Warum denkst du, hat man das nicht getan?
00:41:09: Oft wird das empfohlen, okay?
00:41:11: Mehr Optionalität heißt, du hast einen höheren Leverage bei deiner Verhandlung, kannst potenziellen höheren Kaufpreis rausbekommen.
00:41:20: Ja, also ich glaube es gibt wieder hier verschiedene Gründe.
00:41:23: Also zum einen glaube ich, das langjährige Vertrauensverhältnis hat dem schon ein Stück weit den Grund dafür bereitet, dass man hier auch wirklich auch durch diesen Prozess erneut zusammen und vertrauensvoll durchgegangen ist.
00:41:39: Ich glaube aber auch, dass die Kombination aus einer Lina X und einer SAP nicht unbedingt austauschbar ist.
00:41:51: Also weder wir haben auf andere Tages in diesem Segment geschaut in dem Fall.
00:41:56: Das kannst du ja auch Shopping in die andere Richtung machen.
00:42:00: Und ich glaube auch, dass es nicht sinnvoll gewesen wäre aus Sicht von Lina X hier verschiedene Aufkäufer.
00:42:08: Ich glaube, die Frage war eher, möchte die Firma weiter alleine wachsen?
00:42:12: Es ist eine sehr, sehr gesunde Firma gewesen und heute nach wie vor ein sehr gesundes Business, extrem gut gemanagt.
00:42:19: Also auch zu jedem Zeitpunkt dieses Prozesses hatten wir kein schlechtes Bauchgefühl, kein, weiß nicht, du machst da den Deckel auf, Smoking Gun, hier Smoking Gun, dort, das war alles nicht der Fall, das ist wirklich extrem gut.
00:42:33: alles aufbereit, was übrigens selber ein Indikator dafür ist.
00:42:36: Wie gut ist eine Firma aufgestellt, wenn du zum Beispiel so Fragen stellst nach Vertragsklauseln.
00:42:41: Und willst wissen, welcher Anteil eurer Kunden hat denn eigentlich einen Rücktrittsrecht bei Veränderung der Eigentümerstruktur?
00:42:50: Und die könnte das aus der Kanone geschossen sagen, ist das ein Pluspunkt.
00:42:55: Selbst wenn das dann für dich heißt, okay, da muss ich diesen Anteil der Kunden reduzieren.
00:43:00: Ich glaube, es war in dem Fall sehr, sehr wichtig frühzeitig eine gemeinsame Strategie für die Zukunft zu entwickeln.
00:43:07: Genau zu wissen, warum dieses Asset mit der SAP gemeinsam mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.
00:43:13: Und ich glaube, das hat auch eine gewisse Konferenz auf beiden Seiten geschaffen, dass man hier mehr erschafft, als einfach nur eine, es ist ja keine reine wirtschaftliche Transaktion.
00:43:22: Das ist bei allen Übernahmen, ich glaube, eine der wichtigsten Fragen, die man sich stellen muss, ist, ist es eine reine Übernahme in einer Art Holding-Struktur?
00:43:34: Oder ist das Ziel die sogenannte Legal Entity Consolidation?
00:43:38: Das heißt, das Unternehmen geht auch auf in den Aufkäufer.
00:43:42: Das ist eine ganz wichtige Unterscheidung.
00:43:45: Und spätestens nach dem Signing muss diese Entscheidung klar sein.
00:43:50: Es gibt Beispiele.
00:43:51: Bei der SAP ist es zum Beispiel die Firma Concur, die zwar einhundert Prozent zur SAP gehört.
00:43:56: Concur macht Reisekostenmanagement und so weiter.
00:44:00: Die aber ... rechtlich eine eigene Einheit immer noch ist.
00:44:03: Da hat nie die sogenannte Legal Entity Consolidation, also das Aufgeben der Eigenständigkeit der Rechtseinheit, hat nie stattgefunden.
00:44:13: Bei Signavi und Lina X war von Anfang an klar, das Ziel ist Legal Entity Consolidation, wir wollen eins werden.
00:44:19: Und das ist, glaube ich, sehr, sehr wichtig.
00:44:20: Es gibt natürlich auch außerhalb der SAP gibt es Beispiele für Firmen, die bewusst nicht integriert werden.
00:44:25: Wir sind ja beide auch recht aktiv auf LinkedIn.
00:44:28: Das ist eine Microsoft Firma, die gehört zu einhundert Prozent Microsoft.
00:44:31: Aber du nimmst es als solches nicht wahr, weil nie die Legal Entity Consolidation stattgefunden hat und auch nie stattfinden soll.
00:44:38: Nur hat es dann relativ wenig zu tun mit gemeinsamer zukünftiger Vision.
00:44:43: Was können wir denn gemeinsam schaffen, was wir alleine nicht in der Form mit unserem Produkt erreichen konnten?
00:44:48: Und auch das, was ich eingangs erwähnt hatte, dass die Produktinnovation, die aus diesen zugekauften Führungen kommt, nochmal ganz andere Impulse gibt.
00:44:56: was man als gemeinsames produkt einen markt bringen kann ich glaube das ist das wo man schon auch ein bisschen um um die ecke gucken können muss um zu wissen okay hol ich mir da auch einen gewissen innovations drive mit in die firma rein die mit dinge erlaubt zu erschließen ich vielleicht alleine gar nicht angehen kann.
00:45:11: ich würde gleich gerne rüber gehen.
00:45:14: zum thema post merger.
00:45:17: nur ein zwei fragen abschließend bevor wir das machen.
00:45:21: was ist der unterschied in der in den Entscheidungsdenken bei einem strategischen Käufer versus einem Private Equity Käufer?
00:45:32: Also ich glaube, es gibt Gemeinsamkeiten manchmal, was Portfoliostrukturen angeht.
00:45:39: Es gibt Private Equity Käufer, die durchaus überlegen, wie kann ich hier eine Synergie im Portfolio schaffen?
00:45:44: Das ist ähnlich vielleicht wie bei einem strategischen Käufer.
00:45:46: Nur würde ich sagen, ein strategischer Käufer hat immer diese Denke.
00:45:50: Also ein strategischer Käufer wird nicht einen Zukunft rein aus finanziellen Gründen machen oder wird nicht versuchen zu flippen.
00:45:59: Das ist sehr selten so.
00:46:00: Das ist dann eher ein Betriebsunfall, wenn ein Flipping passiert.
00:46:05: Es ist, glaube ich, schon einer der großen Unterschiede ist, dass der Portfolio fit, sozusagen must have ist.
00:46:11: Und bei Abadeck für die Firmen, die versuchen Portfolien zu generieren, kann es mal sein, dass man sich auf bestimmte Segmente fokussiert und dann auch tatsächlich ein zusammengehöriges Portfolio kreiert.
00:46:25: Aber das ist eher seltener der Fall.
00:46:29: Das ist, glaube ich, ein großer Unterschied.
00:46:31: Ich glaube, der andere Aspekt ist, bei einem strategischen Käufer ist die Vertriebsbeschleunigung.
00:46:37: Wenn man vor allem über Zugkäufe nachdenkt, wo die gekauften Firmen doch um ein wesentliches Kleiner sind, als der Käufer.
00:46:46: Und das sind ja jetzt bei den Beispielen, die wir hier benannt hatten.
00:46:49: Und eigentlich die letzten, wenn man sich anschaut, die SAPA hat über die letzten zehn, fünfzehn Jahre natürlich relativ viele Assets gekauft, angefangen mit Success Factor als Arriva Conquer, hätte ich vorhin genannt.
00:47:00: Das sind ja alles einzelne unabhängige Unternehmen gewesen, hauptsächlich amerikanische Unternehmen, muss man dazu sagen.
00:47:06: Jetzt mit Lina X und Signavi auch zwei deutsche erfolgreiche Saas-Unternehmen und mit Walk Me noch ein israelisches.
00:47:16: sind aber alle zum Zeitpunkt des Zughaufs, also Faktor, hundert mindestens kleiner als die SAP.
00:47:23: Heißt aber auch, auf der Vertriebsseite ist das Potenzial natürlich riesig, wenn du die Möglichkeit hast, eine Lösung, die in ihrem Segment schon sehr stark ist, den sogenannten Leader Quadrant im Magic Quadrant von Gardner zum Beispiel bereits seit mehreren Jahren innehält oder schon erste internationale Großkunden gewonnen hat.
00:47:44: Dann kannst du plötzlich mit diesem Produkt in fast alle Herrenländer gehen.
00:47:48: Die SAP ist ja weltweit tätig, ein sehr, sehr breites Vertriebsnetz.
00:47:54: Und ich glaube, das ist ein großer Unterschied zum Paradequiti, weil diese Fantasie, was mache ich mit meiner bestehenden Vertriebsmacht, die gibt es oft nicht, sondern da ist ja oft dann, dass ich, dass ich durch das Zusammenbringen von verschiedenen Assets erst überhaupt Vertriebsenergien schaffe.
00:48:08: Bei uns ist quasi die Vertriebsmacht schon da.
00:48:11: Und das weitere Asset erlaubt quasi Krossenabzell oder auch weitere Erschließen von Märkten, die sonst dieses Unternehmen alleine wahrscheinlich in deutlich längerer Zeit erst erreicht hätte.
00:48:23: Also klassische Beispiele sind so Märkte wie Sausage, Latin America, auch der mittlere Osten.
00:48:31: Südeuropa tun sich viele Unternehmen schwer, frühzeitig reinzugehen.
00:48:36: Und das sind alles Märkte, wo eine SAP natürlich sehr stark vertreten ist.
00:48:41: Sag mal, jetzt wären das Zelones ja eigentlich ein offensichtlicherer Kaufkandidat gewesen, denke ich, damals für euch als ein Signavio.
00:48:51: Warum habt ihr nicht Zelones gekauft?
00:48:54: Naja, ich würde nicht sagen, es ist ein offensichtlicherer Zugabe.
00:48:56: Zum einen muss man sagen, wir hatten eine sehr erfolgreiche Vertriebspartnerschaft mit Zelones, aber es ist natürlich auch ein Unternehmensbewertungssicht, spielte das auf einem ganz anderen Level.
00:49:09: Und ich bin davon überzeugt, dass wir das, was wir geschafft haben, nämlich verschiedene Assets zusammenzubringen, die in der Summe mehr sind als ihre Einzelteile in der Konstellation erreicht haben, wie wir sie zusammengefügt haben.
00:49:21: Du hast eingangs gefragt, ob man das wie so eine BCG-Strategie-Paper irgendwo liegen hat.
00:49:27: Ich glaube, ganz am Anfang ging es erst mal darum, in diesem Bereich Prozessmanagement reinzukommen.
00:49:32: Und ich glaube, da war Signale ein sehr, sehr gutes Target.
00:49:37: Aber wenn man sich dann überlegt, okay, ich möchte ergänzend dazu eine Lösung haben für den Bereich IT Management.
00:49:44: Ich will eine Lösung haben für das Thema Change Management bei Mitarbeitern.
00:49:47: Das ist ja das, was Walk Me macht.
00:49:49: Und man hat das dann tatsächlich auch auf den Folien.
00:49:53: Ich glaube, in der Summe passt es heute so deutlich besser, als hätte man damals schon, ich sage mal, auch eine deutlich größere, deutlich komplexere Transaktion in Erwähung gezogen.
00:50:06: Man muss natürlich auch so ein bisschen überlegen, was ist der Return on Invest, den du da hast.
00:50:13: Und ich glaube, der ist extrem gut gelungen.
00:50:16: Also die Business Cases, die wir für jeden dieser Acquisitionen gemacht haben.
00:50:21: Wir haben immer natürlich Acquisitions Business Cases.
00:50:23: Ich habe ja das Discounted Cash Flow Modell von noch kurz angesprochen.
00:50:27: Die wurden alle erreicht.
00:50:28: Also wir haben in der Größenordnung, wie die Zugäufe waren, waren die Übernahmen auch alle ein Erfolg.
00:50:35: Das ist wichtig und ich glaube, wenn man eine größere Aquisition einen Anfang stellt, hat aber doch ein eher strategisches Ziel, dass man verschiedene Bereiche zusammenbringen will zu einem zu einem Gebilde, was größer ist als die Summe der Einzelteile.
00:50:49: Hätte man sich damit glaube ich schwerer getan.
00:50:50: Also so konnten wir relativ schnell zeigen, zum Beispiel mit Signavi, dass das erfolgreich ist, hatten damit auch die Credibility, den nächsten Schritt zu gehen.
00:50:59: Lina X war dann wieder erfolgreich und da war wieder die Credibility da, zu sagen, okay, jetzt machen wir auch mal etwas, was ein bisschen mehr Mundschott ist, um ehrlich zu sein.
00:51:07: Also Walk Me war nicht, ist nicht der Klassische.
00:51:10: Wir haben schon seit Jahren eine Geschäftsbeziehung gehabt und so weiter.
00:51:13: Also das war ein bisschen anders.
00:51:16: Aber auch dafür war dann ausreichend, das Mandat abbildbar, um das zu machen.
00:51:23: Und ich glaube, das lag daran, dass wir uns so entschieden haben, doch eher unternehmen dieser größten Kategorie.
00:51:28: aufzunehmen.
00:51:29: Lass uns mal die Transaktion nennen, an der Stelle abschließen.
00:51:33: Ich habe was von Kuchen gehört, der kommt, wenn die Transaktion abgeschlossen wird.
00:51:38: Ja, das ist ein großer Moment.
00:51:41: Also ich hatte ja gesagt, erst gibt es den Tag des Signings.
00:51:45: Ja, das ist der Tag, wo sehr viel Presse passiert.
00:51:50: Dann kommt aber auch der Tag des Closings.
00:51:52: Übrigens, total absurd zwischen Signing und Closing.
00:51:55: Die Phase ist irgendwie schräg.
00:51:58: Du hast quasi die Akquisition bekannt gegeben.
00:52:02: Darfst aber mit dem Target eigentlich kaum richtig operativ zusammenarbeiten, ne?
00:52:08: Weil du hast ja noch nicht gekauft.
00:52:09: Was fehlt ja noch zum Closing?
00:52:10: Diese
00:52:10: ganzen eintretenden Bedingungen wie Freigabe, die Skatellamt ist, die Financial due diligence muss abgeschlossen werden.
00:52:16: Das ist so wie du gehst zum Notar, hast unterschrieben, um Haus zu kaufen, aber du wartest dann quasi auf das Grundbuchamt.
00:52:24: Und so ähnlich ist das ja bei einer Firmenakquisition auch.
00:52:27: Aber zwischen Signing und Closing ist wirklich, du darfst relativ wenig überhaupt nur mit, mit dem Target reden.
00:52:35: Und gerade bei Lina X, wo wir ja so eng vorher schon der Vertriebspartnerschaft hatten, war das fast ein bisschen schräg.
00:52:40: Also so plötzlich gehst du von total alles nur fokussiert auf diesen Tag.
00:52:45: Geht das dann runter?
00:52:46: Und dann, der Moment, wo du dann wirklich zusammenwächst, ist der Tag des Closings, wo dann tatsächlich auch die Transaktion closed.
00:52:55: Das heißt, das Geld wird überwiesen.
00:52:57: ist es ab dem Tag eine hundert Prozent der Shares wechseln, dem Besitzer, und das gehört dann dem neuen Besitzer.
00:53:04: Und da kommt der Kuchen.
00:53:04: Es hat so ein bisschen eine Tradition, dass am Tag des Closings eine Hochzeitstorte, wenn da ein großer SAP-Event war, auf die Bühne kommt und angeschnitten wird.
00:53:16: Genau, das ist so, weil man hat sich ewig geprüft, ob man zusammenpasst, und dann hat man ja gesagt, und dann passt eine Hochzeitstorte ganz
00:53:23: gut dazu.
00:53:24: Könnte es einen besseren Übergang zum Thema Post Merger?
00:53:27: geben.
00:53:28: Lassen Sie ein paar Post-Merger sprechen.
00:53:31: Sehr gerne.
00:53:32: Wo oft dann die Euphorie übergeht in Reality-Check.
00:53:36: Ja.
00:53:36: Wie lange sind der Gero und André jetzt dabei nach der Übernahme?
00:53:43: Seit der Übernahme.
00:53:44: Also der Gero seit Anfang, zwanzig, einzwanzig, jetzt im fünften Jahr und zwanzig, dreinzwanzig war Lina X-Aquisition.
00:53:52: Das heißt jetzt auch schon im dritten Jahr.
00:53:54: Die scheint ja, was man so mitbekommt, auch relativ glücklich zu sein und weiter Vollgas zu geben, weil es ja nicht unbedingt selbstverständlich ist nach so vielen Jahren, nach einer Übernahme und wo.
00:54:09: Nun doch der eine oder andere Gründer vielleicht eher sein Urnaut absitzt, um danach zu gehen.
00:54:14: Jetzt würde mich natürlich total interessieren, warum ist das so?
00:54:17: Was macht ihr vielleicht richtig?
00:54:19: Wie macht man einen Post-Merger nach SAP-Art?
00:54:25: Also ohne den Anspruch zu haben, dass das jetzt auf alle Facetten des Post Merger passt.
00:54:32: Aber ich glaube in der Tat, dass wir eine gute Kombination hinbekommen haben zwischen den Gemeinsamkeiten zwischen der SAP und dem zukaufenden Unternehmen, ob das vertriebliche Erfolg ist, ob das Kultur ist, ob das Produkt ist, also wirklich die Gemeinsamkeiten herauszustellen.
00:54:53: Aber nicht alles zu opfern, was auch die Spezialisierung, die das besonders sein, der aufgekauften Firma ausmacht.
00:55:03: Ich habe ja gesagt, irgendwann löst sich zum Beispiel diese Legal Entity auf.
00:55:06: Also die Firma wird zu einer SAP-Firma, die Mitarbeiter kriegen SAP-Badges.
00:55:11: bekommen eine SAP-E-Mail-Adresse.
00:55:14: Sie dürfen in die SAP-Kantine gehen, was ja auch gar nicht so schlecht manchmal ist und solche Dinge.
00:55:20: Sie können in andere Büros gehen.
00:55:22: Also ich weiß noch, als wir das erste Mal einen Termin hatten, dann mit Partnern zum Beispiel in unserem New Yorker Büro.
00:55:30: Das ist einfach am Herzenjahr, wunderbar, fifty-fünfzigster Stock, Ausblick auf Manhattan.
00:55:36: Und das ist halt, wenn du so eine kleinere Firma bist, eine tolle Firma, alles tolle Firmen, die wir gekauft haben.
00:55:40: Es macht natürlich aber nochmal, das ist so ein Moralboost, ich glaube.
00:55:44: Oder ich kann mich an eine andere Szene erinnern, relativ kurz.
00:55:47: Es war sogar während der SAFE, da haben wir ja die Akquisition von Walk Me bekannt gegeben.
00:55:54: Und Dan Adica, der Gründer und CEO von Walkme, war dann auch direkt dabei bei der Sapphire und kam dann in die Lehre Halle, eine tolle Firma, auch alleine sehr erfolgreich, aber steht in dieser Lehrenhalle mit Tausenden Stühlen.
00:56:10: und dann kommt so das Walkme-Logo während des Dry Runs und da sieht er, hat fast, der hat was Tränen in den Augen gekriegt.
00:56:15: Also, das sind so Dinge, die du, glaube ich, dann nicht nur über Halte-Premien oder Cliffs oder so was abbilden kann.
00:56:24: Das sind vielleicht die Mechanics.
00:56:28: Aber ich glaube, das macht nicht den Unterschied, ob du einen Gründer, sagen wir mal, die Lebensaufgabe weiterhin gibst, zu sagen, ja, das findet auch hier bei der SAP.
00:56:40: Du hast hier eine weitere Lebensaufgabe.
00:56:42: Und ich glaube, das ist extrem wichtig, weil jetzt mal rein aus finanzieller Sicht sind das natürlich Transaktionen, die Für die meisten von uns als Generational Welts Making gelten.
00:56:55: Die Personen, also vor allem die Gründer, müssen wahrscheinlich nicht mehr aktiv jetzt im angestellten Verhältnis bei der SAP ausharren.
00:57:05: Aber die Möglichkeit zu sehen, was kann ich eigentlich schaffen für einen Gerodecker?
00:57:10: zu sagen, hey, das Thema.
00:57:11: Lina X hat mich immer schon interessiert.
00:57:13: Ich arbeite seit Jahren mit denen zusammen und jetzt kann ich an Vorderster Front eine Firma kaufen.
00:57:17: Er war auch eng dabei, bei Walkme, auch dort wieder ein weiteres Asset mit in die Familie holen sozusagen und dieses Gebilde gemeinsam aufbauen.
00:57:28: Das hätte ja, ich sag mal, wenn er den Weg der Unabhängigkeit gewählt hätte, also die Firma nicht verkauft hätte oder nach der Übernahme gesagt hätte, jetzt.
00:57:38: mach ich den Weg der Unabhängigkeit für mich persönlich, werden ja diese Dinge nicht eingetreten.
00:57:42: Und ich glaub, das ist das, was auf der Gründerebene zu einem sehr, sehr hohen Bindeeffekt führt.
00:57:53: Aber ganz klar, du verkaufst erst mal dein Baby.
00:57:58: Also das ist so, wenn vor allem, glaub ich, klar ist, dass du irgendwie in eine Corporate Struktur mit reingehst und ich will das jetzt auch nicht alles nur Schokakoden, weil da kommen Standardanforderungen, du musst dieses UI unterstützen, du musst deine Plattform irgendwie SAP-konform machen, du musst diese und diese Open Source Elemente ausbauen.
00:58:20: Diese drei Produkte darfst du bei der SAP nicht mehr vermarkten.
00:58:23: Das sind so Dinge, die natürlich dann kommen, das sind alles natürlich Entscheidungen, die vielleicht du als Gründer noch von einem Jahr oder zwei selber getroffen hast.
00:58:31: Wir gehen jetzt in diesen Bereich und dann sagt ihr die SAP, nee, das können wir aus den Gründen aber jetzt nicht mehr machen.
00:58:36: Man muss schon eine gewisse Resilienz, glaube ich, haben, auch mit dem selbstbeschlossenen, von vor gar nicht so langer Zeit, damit okay zu sein, dass diese früheren eigenen Entscheidungen jetzt nicht mehr gelten.
00:58:50: Man muss damit ein Stück weit okay sein, in einem Corporate-Umfeld natürlich generell zu agieren.
00:58:56: Aber die Möglichkeiten, die natürlich so ein Corporate-Setting auch bietet, sind teilweise unglaublich groß, um Dinge tun zu können, die man vorher nicht hat tun können, wie zum Beispiel einen neuen Geschäftsbereich aufbauen, an dem Thema Agentic AI jetzt anforderst der Front mitzuspielen.
00:59:13: Auch andere Teile des SAP-Portfolios einfach als breiteres Betätigungsfeld mit aufzunehmen.
00:59:20: Ich glaube, das sind alles Dinge, die sehr, sehr wichtig sind.
00:59:22: Was sind deine Top zwei, drei Du-Send-Downs für den Post-Merger-Prozess?
00:59:27: Und wer cool, wenn er einen Punkt auch auf die Kultur eingehen würde?
00:59:35: Also ich glaube, man braucht relativ schnell gemeinsame Erfolge.
00:59:40: Das ist extrem wichtig.
00:59:42: Also zu zeigen, dass man in der Lage ist, nach der Akquisition zum Beispiel große Vertriebserfolge zu feiern, dass die Vertriebler sehen, das funktioniert hier.
00:59:52: Und schnell zu sein.
00:59:53: Also die Gefahr ist groß, dass du dich verzettelst.
00:59:56: Du hast so.
00:59:57: was ist denn jetzt?
00:59:58: und gehörbar zu SAP, gehörbar nicht dazu.
00:59:59: Was wir zum Beispiel bei allen Akquisitionen gemacht haben, war so schnell wie möglich die Möglichkeit auf SAP Vertragspapier.
01:00:06: abschließen zu können.
01:00:08: Der Kunde ruft an, ich hab gehört, ihr habt diese Firma gekauft, da kannst du jetzt nicht sagen, nee, da müssen wir jetzt noch warten, ein halbes Jahr.
01:00:13: Das war extrem wichtig.
01:00:14: Also
01:00:15: auch
01:00:16: den Vertrieb dann diese Option zu geben.
01:00:18: Ganz früh, du kannst mit deinem SAP-Vertriebskollegen gemeinsam an den Markt gehen.
01:00:23: Friktion rauszunehmen.
01:00:25: Nicht irgendwie, oh, wenn es auf SAP-Papier ist, dann bezahlen wir die Kommission nur an den SAP-Ler, und wenn es auf Eujam ist, also das ist ganz wichtig, frühzeitig.
01:00:34: Friction rausnehmen, gemeinsam Erfolg feiern.
01:00:38: Einfach zeigen, dass die Leute das auch merken.
01:00:40: Hey, ich habe hier einen Deal gewonnen.
01:00:42: beim Großkunden, der hat mich.
01:00:44: die letzten zwei Jahre hat er mich ignoriert.
01:00:47: Jetzt steht SAP auf meiner Visitenkarte und plötzlich gehen hier alle Türen auf.
01:00:51: Also da hatten wir viele Fälle, wo Kunden, die sich... gegen das Produkt des kleinen Saarunternehmens entschieden haben, dann mit dem SAP-Fahrwasser plötzlich nochmal die Tür aufging.
01:01:05: Das ist natürlich tolle Erfolge.
01:01:10: Kultur, glaube ich, ist immens wichtig, da ein Gefühl für zu haben, wie viel Gemeinsamkeit wichtig ist, wie viel Autonomie wichtig ist.
01:01:20: Ich hab dir das Thema Schuhe ja mal erzählt im Vorgespräch.
01:01:25: Soll ich mal zeigen?
01:01:26: Ja, packe sie aus.
01:01:26: Ja, guck mal.
01:01:28: Wer in die Kamera guckt, der kann dann sehen, hier steht drauf ...
01:01:31: ... ans Mikro.
01:01:32: So,
01:01:34: einmal Schuhe mit Signavio drauf, einmal Schuhe mit Line X drauf.
01:01:37: Das sind Customized Nikes.
01:01:38: Das sind Customized Nikes.
01:01:39: Wollen wir mal hinten, hast du noch die Initialen?
01:01:41: Stimmt, hinten sind meine Initialen drauf, SAP steht hinten drauf auf dem anderen Schuh.
01:01:46: Ja.
01:01:48: Das kam kurz nach dem Kuchenmoment, kam der Andre Christ der Gründer von Linaix und meinte, ich habe noch eine Überraschung für dich und übergab mir diese Schuhe.
01:01:58: Kulturell, weil Linaix ein ganz großes Thema sind.
01:02:00: diese Schuhe, weil nicht in dieser Edition mit Signavio, Logo und SAP drauf, sondern diese Schuhe gab es mit Linaix Logo, für die Mitarbeiter die fünf Jahre beschäftigt waren.
01:02:13: Also zum fünfjährigen gab es diese Schuhe und das ist ein riesen kulturelles Sag mal, so ein Identifizierungsmerkmal gewesen.
01:02:22: Oder ist es immer noch?
01:02:23: Ich weiß, als ich diese Schule damals bekomme, habe ich Leute gefragt, wo hast du die denn her?
01:02:26: Wie geht das denn?
01:02:26: Und so.
01:02:27: Ich kenne André seit zweizig-sebzehn, das sind über fünf Jahre.
01:02:31: Aber es war und ist immer noch so ein kulturelles Element.
01:02:36: Aber wie gehst du damit um?
01:02:37: Wenn man überlegt mal, du kommst als akquirierte Firma rein.
01:02:40: Da sind jetzt Mitarbeiter von Signavio, die sind seit fünf Jahren schon bei der SAP.
01:02:46: Die waren vielleicht vorher auch noch mal fünf Jahre bei Signavio.
01:02:48: Gibst du den jetzt goldene Schuhe?
01:02:50: Was machst du mit den ganzen SAP-Leuten, die einfach ein Roteil dieser Business Unit sind und vielleicht ihr zwanzigjähriges Feiern?
01:02:58: Das muss man aber vorsichtig managen.
01:02:59: Du kannst nicht ab ersten Tag sagen, eure Schuhe, das machen wir nicht mehr.
01:03:03: Aber du musst diesen Übergang vorsichtig angehen, weil das ist kulturstiftend.
01:03:08: Du kannst es nicht einfach abschaffen.
01:03:10: Ich selber bin sehr stolz auf diese Schuhe.
01:03:11: Ich finde das wunderbar, dass ich diese Schuhe habe.
01:03:14: Aber ich weiß auch, welches kulturelle Element mitschwingt, wenn man das zu lange prolongiert.
01:03:21: Also es ist wichtig, die Balance zu finden zwischen Identitätsstiftung für das, was auch irgendwann zu Nostalgie wird.
01:03:29: So es war immer so, als wir noch unabhängig waren.
01:03:33: Aber gleichzeitig auch irgendwie ein Verbindenselement zu schaffen.
01:03:36: Wir haben dann viele Veranstaltungen gemacht.
01:03:39: Wir hatten damals dann mit Signal, wir hatten einmal im Jahr On-Site, Town Hall, mehrere Tage mit allen mit.
01:03:46: Aber das haben wir auch unter SAP Flagge dann weiter gemacht.
01:03:49: Wir haben, als wir die beiden Teams noch stärker zusammengebracht haben zwischen Signavi und Lina X, haben wir ein großes Projekt aufgesetzt.
01:03:58: Das ist dann to.ignite.
01:04:00: Wir ignite'n sozusagen beide zusammen mit Hoodies, mit Aufschrift und beide Logos.
01:04:08: Da haben wir wirklich sehr, sehr viel gemacht um dieses kulturell verbindende Element.
01:04:14: zusätzlich zu dem, was vorher da war, irgendwie zu installieren.
01:04:20: Aber auch präsent sein, also für mich war es sehr wichtig, ich war sehr oft in Bonn, ich war in den verschiedenen Lina X Offices, um einfach auch Gesicht zu zeigen, zu sagen, ja, wir sind da, wir sind hier bei den All Hands immer offene Q&A Sessions anzubieten, dass die Leute Fragen stellen können, um sich nicht... abgehangen zu fühlen.
01:04:42: Weil es passieren sehr viele Veränderungen.
01:04:44: Das Problem mit Veränderungen ist glaube ich nicht, dass die Leute es nicht wollen.
01:04:47: Die Leute wollen einfach nur wissen, was passiert da und hat das, also ist es sinnvoll begründet und ich glaube, wir konnten vieles sehr sinnvoll begründen und auch Leute mitnehmen auf diese Reise.
01:04:57: Und ja, das ist das sicherlich ein Aspekt, den würde ich mit empfehlen.
01:05:02: Bei den Schuhen spüre ich ja ganz stark die DNA von Jojo Jörg Binbrücker, dem Founding-Partner von Capnamic.
01:05:10: Der ist nämlich bekannt für genau diese individualisierten Schuhe und der Jojo hat ganz früh an den Anderen geglaubt, ganz früh investiert, zusammen mit Thomas Preuss, meinem ersten Podcast-Gast von DTCP.
01:05:21: Und ich glaube, du hast mir im Vorgespräch auch noch was Interessantes gesagt.
01:05:25: Ihr auf der Käufer-Seite habt gar nicht so viel zu tun mit den VCs, die investiert sind, oder?
01:05:30: Ja,
01:05:30: auf der Economic Bayer-Seite.
01:05:31: Also unsere M&A-Abteilung stellt natürlich dann schon sicher, dass wir den Captable richtig einschätzen können und auch sicherstellen, dass die Transaktion am Ende auch funktioniert.
01:05:45: Ich meine, das ist ja das eine ist, ob du die due diligence der Firma erfolgreich, abschließend andere ist, ob natürlich die Investoren zu dem Zeitpunkt auch bereit sind, alle Chips vom Tisch zu nehmen.
01:05:55: Das ist aber etwas, was an eher eine transaktionale Frage ist.
01:05:58: Also da wieder die Trennung zwischen was macht die M&A-Abteilung und was macht die fachliche Abteilung?
01:06:03: Auf der fachlichen Abteilung sind die Anklupfungspunkte mit den Investoren sehr, sehr gering.
01:06:07: Da halten wir uns komplett raus.
01:06:11: Sag mal mal, ich bin der Gründer eines Softwareunternehmens.
01:06:15: und fangen an über ein Exit nachzudenken, perspektivisch.
01:06:19: Zwei Jahren, drei Jahren.
01:06:21: Was sollte ich heute tun, um meine Chancen auf einen guten Exit zu erhöhen?
01:06:28: Was würde so jemandem raten, der sich auf ein Exit schon mal früh strategisch schlau vorbereiten möchte?
01:06:37: Also erstmal ist es wichtig, in welchem Markt bin ich tätig.
01:06:40: Ist das ein Markt, der in sich sehr, sehr klar umrissen ist und wo ich mit hoher Strahlkraft, der Marktführer sein kann oder werde in den nächsten zwei bis drei Jahren.
01:06:52: Ich glaube, wenn ich in einem spezialisierten Markt unterwegs bin, wie zum Beispiel Enterprise Architecture Management ist, so ein klassisches Beispiel, muss ich schon herausragen als Player.
01:07:04: Also mein Produkt muss top-notch sein.
01:07:08: Ich muss eine gewisse Zahl an Kunden nachweisen können.
01:07:13: Ich glaube, für den Verkauf eines Unternehmens spielt schon so eine Mindestumsatzgröße eine Rolle.
01:07:21: Es gibt so diesen Speedspot, glaube ich, zwischen dreißig und hundert Millionen RR, wo es für einen strategischen Käufer interessant ist, weil er eben noch die Vertriebsbeschleunigung sehr gut hinbekommt über seine internationalen Distributionen.
01:07:34: Aber das Produkt ist schon so weit und das Unternehmen ist so reif.
01:07:37: dass man das auch sofort tun kann.
01:07:39: Also es bringt natürlich nichts, ein Unternehmen, was noch deutlich kleiner ist, plötzlich als Vertriebskarotte vor Zehntausend SAP-Vertriebler und noch ein größeres Ökosystem zu hängen.
01:07:50: Also Size Matters, das ist, glaube ich, schon wichtig, dass das ein Unternehmen ist, was ausreichend reif ist, aber auch nicht... zu groß, weil wenn es bereits selber eine sehr, sehr komplexe Multistep Distribution aufgebaut hat weltweit, kann es dann auch schon wieder schwieriger werden, das wieder zu konsolidieren.
01:08:12: Wenn man es vor allem in die SAP tief integrieren möchte, ist das nochmal ein Thema.
01:08:19: Einige Produktaspekte, ich glaube eine Plattformstrategie ist unglaublich wichtig.
01:08:23: Was ich gemerkt habe, was ein Unterschied macht, ob man klar eine Plattformstrategie hat oder nicht.
01:08:30: Was
01:08:30: heißt das konkret?
01:08:31: Das heißt
01:08:31: ganz konkret, dass man sich zum Beispiel auf eine Hyperscaler fokussiert oder eine Multicloud-Strategie fährt.
01:08:37: Also wie integriere ich mich in die IT-Systeme meiner Kunden?
01:08:42: Ich als Start-up setze nur auf Azure oder auf AWS und wie passt das dann in die Architektur eines potenziellen Käufers?
01:08:53: Für das Unternehmen selbst ist das eine stringente Plattformstrategie.
01:08:56: Habe ich eine klare Plattformstrategie für meine Lösung gefunden und Azure mag auch eine sehr, sehr gute Wahl sein oder AWS, aber eben nicht verteilt.
01:09:05: Also ich kann nicht zwei Module auf AWS, drei Module auf Azure und, weiß ich nicht, hab noch fünf Open Source daneben stehen, die nicht integriert sind.
01:09:16: Am besten auch bei jedem Kunden ein anderes Jahr.
01:09:18: Also ich glaube, eine stringente Plattformstrategie ist unglaublich wichtig, um auch technologisch robust zu sein und robust wachsen zu können.
01:09:27: Was mir auch immer wieder aufgefallen ist, also eine klare Steuerungsgröße zu haben, zu wissen, optimiere ich, wie optimiere ich für mein Wachstum?
01:09:39: Also geht es um Wachstum, um jeden Preis?
01:09:42: Oder habe ich gewisse gewisse Golden Rules, also das ist Ruler Forty, es sind es Dinge, die ich regelmäßig berücksichtige, wenn ich überlege, meine nächste Wachstumsphase zu starten.
01:09:54: Also ganz großes CapEx-Event ist ja meistens, wenn ein Unternehmen aus Deutschland zum Beispiel in die USA geht, ist extrem teuer.
01:10:00: Also in den USA eine Vertriebsstruktur aufzubauen, zwar ist das der größte Softwaremarkt der Welt, aber diesen Schritt zu gehen kann erstmal sehr viel Geld kosten und sich genau zu überlegen, tue ich das, dann bin ich wahrscheinlich die nächsten zwei Jahre, drei Jahre erst mal damit beschäftigt, diesen Markt aufzubauen.
01:10:19: Wenn ich aber, ich sag mal, in kürzeren Zeitabständen über ein Exit nachdenke, dann ist vielleicht das Thema USA noch nicht so etwas, was ich jetzt direkt angehen möchte, weil ich glaube, dass es fast so so eine Art Freeze führt, weil ich fokussiere mich dann erst mal darauf, das erfolgreich zu machen.
01:10:34: Ansonsten kommen sehr viele Nachfragen, ja, dass es hohe Cappex gehabt, um jetzt in die USA zu gehen.
01:10:41: Was sehen wir denn daraus?
01:10:42: Es ist ja sehr unklar.
01:10:43: Es ist ein tragfähiges Modell auch außerhalb der etablierten Werte.
01:10:47: Das heißt
01:10:47: ja auch, du könntest theoretisch sogar... Also das eine ist die Kostenseite, das andere ist, dass du einen negativen Proof schaffen könntest, dass es vielleicht nicht so gut funktioniert, weil du es angegangen bist und es noch nicht Früchte trägt.
01:10:58: Natürlich noch mal was ganz anderes.
01:10:59: Wenn
01:10:59: du es gar nicht tust, du sagst, es ist eine bewusste Entscheidung, es nicht zu tun, dann ist da noch die Fantasie auf Käuferseite da, dass es funktionieren kann.
01:11:06: Die Fantasie und auch vielleicht die Gewissheit, dass man es als Käufer... mit einer hohen Wahrscheinlichkeit hinbekommt, als ein Unternehmen, was dies zum ersten Mal macht.
01:11:15: Ja, genau.
01:11:16: Also es gibt viele Aspekte, ich glaube aber auch das, was ich eingangs gesagt hatte, Vertragskonstellation und so weiter.
01:11:23: Ich finde, das ist schon etwas, was ein Unternehmen, wenn es wächst, auch wenn es noch ein kleines Unternehmen ist, immer im Kopf haben sollte.
01:11:29: Also wenn ich mir Überlege, ich gehe jede Vertragskonstellation ein mit meinen, ich sag mal, ich hab die ersten zehn, fünfzehn POC-Kunden gefunden.
01:11:38: Skaliertsehreinrichtung, ich sag mal, fünfzig Kunden bis hundert Kunden.
01:11:42: Dass ich irgendwann auch weiß, das sind meine Non-negotiables.
01:11:46: Ich mache keine Termination for convenience-Klauseln.
01:11:49: Ich werde bestimmte Dinge mir rechtlich nicht einfangen.
01:11:54: Ich werde nicht ... Open Source Libraries einbauen in meinem Produkt, die ich nicht per Code scanne, auch tatsächlich ganz einfach identifizieren kann, wenn ein Käufer mich mal danach fragt.
01:12:07: Das Thema Mitarbeiterüberlassung.
01:12:08: Viele Unternehmen haben ja, wenn sie in anderen Ländern Mitarbeiter einstellen, die gründen ja keine rechtliche Einheit.
01:12:17: Das ist sehr, sehr teuer, eine eigene Legal Entity zu gründen und die gehen dann über so Contractor Firmen wie Papaya und andere.
01:12:25: Wenn ich das tue, wie wirkt sich das zum Beispiel aus auf IP?
01:12:31: Wem gehört die IP?
01:12:32: Wenn ich Out source Development mache in günstigeren Ländern, die für mich Teile meiner Produktentwicklung übernehmen, habe ich da wirklich Klarheit, dass dieses Produkt auch mir gehört.
01:12:42: Und das sind Dinge, bei denen ein Käufer sehr, sehr tief reinschaut.
01:12:46: Ich sage nicht, dass sowas generell keine gute Idee ist, das zu tun.
01:12:50: Nur muss man das mit dem Bewusstsein tun.
01:12:53: Dass man das im Falle einer Due Diligence auch sehr, sehr transparent darlegen kann, dass man all das getan hat unter Berücksichtigung von IP-Rechten, was das bedeutet für die Mitarbeiter nach einer Transaktion etc.
01:13:07: Das macht total viel Sinn.
01:13:08: Was heißt das dann ganz konkret für den Gründer, der gerade zuhört und in zwei Jahren verkaufen möchte?
01:13:12: Heißt das vielleicht?
01:13:13: ... ein Anwalt zu finden, weil es ist vor allem rechtliche Themen auch, ... ... ein Anwalt zu finden, der genau weiß, ... ... wie die Standards im Corporate-Umfeld sind ... ... und alles einmal durch eine DD jagen kann, ... ... oder was kann man ganz konkret tun als Gründer?
01:13:28: Also ich glaube, ich würde als Gründer jetzt nicht hoher Anwaltsfies ... ... mehr aufbürden dafür, aber ich würde schon ... ... mir anschauen, was sind denn so die Kernbereiche, ... ... auf die ein Käufer schaut, weil es ist am Ende ... Hilft sie auch ein Unternehmen selbst, wenn ich nicht verkaufe.
01:13:45: Also klare Vertragsstrukturen zu haben ist ja keine Frage von späterer due diligence, sondern etwas, was mir auch als Unternehmen hilft, klar, predictable revenue zu schaffen.
01:13:56: Wenn ich weiß, dass die Verträge in einer gewissen Mindeststandard haben, was die Mindestlaufzeit angeht, Kündigungsfristen etc.
01:14:03: hilft mir das doch auch als Founder.
01:14:06: einen klaren Revenue Stream vorhersagen zu können, auch gegenüber meinen Investoren.
01:14:10: Ich glaube nicht, dass das ausschließlich für den späteren Verkauf eine Sache ist, die man sich anguckt.
01:14:15: Und ich glaube, dass diese Dinge nicht unbedingt einer Rechtsanwaltskanzlei bedürfen, die darauf schaut.
01:14:24: ich mein, ich entwerfe ja irgendwann meinen Vertrag und ich entscheide dann in den jeweiligen Sales-Zyklen, weiche ich jetzt davon ab oder nicht.
01:14:29: Und ich glaube, da muss man gerade als Founder, der hoffentlich die ersten zehn Millionen RR noch sehr stark auch im Founder Slate Sales drin ist, sich schon überlegen, gehe ich jetzt jedes Mal dann doch über, gehe ich einmal über meinen, springe ich über meinen Schatten und gebe wieder diese Concession im Vertrag oder nicht.
01:14:47: Und ich finde einfach gewisse Dinge, Nicht zu tun kann langfristig dem Unternehmen helfen.
01:14:54: das gilt übrigens auf der produktseite genauso.
01:14:56: wenn ich anfange das produkt auszufasern und für jeden kunden.
01:15:00: Customizations und Sonderlocken anzubieten dass ich dann nicht mehr ganz klar mein adressierbaren markt angehe dass ich anfange.
01:15:08: zu einem Spezialentwickler zu werden, dass ich anfange, meinen ARR eigentlich gegen Services Revenue zu tauschen, weil ich eben doch dann mehr im Projektgeschäft bin.
01:15:17: Also ich finde, das eine hängt mit dem anderen zusammen.
01:15:19: Wenn ich ein ganz klares Ziel habe, ich möchte dieses Produkt in meiner Kategorie weltweit führend machen in fünf bis zehn Jahren, dann muss ich eigentlich zu vielen Dingen Nein sagen, die mich von diesem Ziel immer wieder... zurückhalten.
01:15:33: Es gibt so Momente, wo halt der erste Großkunde kommt und sagt, ja, wir würden ja gerne mit euch, aber dann müsste er uns vielleicht jetzt die und die Sonderlocke noch mit in eure Software programmieren.
01:15:44: Wenn das sinnvoll ist, und es gilt auch für andere, zwanzig, dreißig, fünfzig Großkunden, mag das die richtige Entscheidung sein.
01:15:50: Aber wenn ein das davon abhält, das Produkt weiterzuentwickeln und das Produkt großzumachen und vielleicht auch gegen die eigene Überzeugung einer zum Beispiel konsistenten Plattformstrategie spricht, sollte man das vielleicht dann nicht tun.
01:16:01: Ich glaube, das sind die Dinge, wo man sich doch immer wieder selber testen muss als Founder.
01:16:07: Hilft mir das auch beim Wachstum meines Unternehmens über die nächsten, ich sag mal, Ten X Periods.
01:16:14: Weil es ist nicht nur eine Frage des Exits, es ist eigentlich eine Frage des langfristig erfolgreichen Geschäfts aufs meiner Firma.
01:16:21: Soll ich Dinge einzahlen?
01:16:24: Und was wir mitnehmen aus unserem Gespräch ist, wenn es einen logischen Käufer gibt, Dann kann eine frühzeitige Partnership, Partnership, Partnerschaft, ob nur Vertriebspartnerschaft oder eine Kundenbeziehung sehr helfen, richtig.
01:16:40: Also das glaube ich sowieso, wenn relativ klar ist, dass ich in einem Segment unterwegs bin, wo es einige Unternehmen gibt, die einfach natürlich gut zu meinem Portfolio passen, wo ich eine gute Ergänzung bin, frühzeitig diese Beziehung zu finden, ob das als Kunde ist, ob das als Partnerschaft ist.
01:17:00: Versuchen, eine gewisse Visibilität dort auch zu erreichen.
01:17:03: Das ist sicherlich extrem sinnvoll.
01:17:04: Das hat sich jetzt mehrfach so erwiesen.
01:17:07: Manni.
01:17:09: Wer ist Manni?
01:17:11: Sehr gute Frage.
01:17:13: Wo und wie bist du aufgewachsen?
01:17:16: Ich bin aufgewachsen in Hannover.
01:17:19: Und zwar, als ich geboren bin ich im Iran.
01:17:23: Ich bin in der Nähe von Tehran geboren, bin im Alter von drei Jahren nach Deutschland gekommen, bin in Hannover aufgewachsen.
01:17:31: Klassisches Flüchtlingskind.
01:17:34: Mein Vater war politisch aktiv im Iran, da mussten wir dann nach der Revolution das Land verlassen.
01:17:39: Er hatte aber schon in Deutschland studiert und also mein Vater und sprach Deutsch und da war dann Deutschland auch das klare Ziel, dass wir hierher migrieren.
01:17:49: Und ja, bin dort zur Schule gegangen, bin Hannover-Rana, spreche deshalb so gut Hochdeutsch.
01:17:57: Und ja, bin aber jetzt, wie gesagt, seit längerem nach Süddeutschland sozusagen noch mal emigriert.
01:18:05: Und bin auch dort für mich sehr, sehr heimisch, muss ich sagen.
01:18:09: Bin Familienmensch, zwei Kinder, zwei Jungs sind sieben und neun.
01:18:19: machen viel, viel Sport zusammen, fahren viel Mountainbike, reisen sehr, sehr gerne.
01:18:26: Ich habe letztes Jahr übrigens so Fun Fact, ich habe einhundert Länder komplett gemacht, ich war bereits in einhundert Ländern auf diesem Planeten.
01:18:33: War das ein Ziel?
01:18:34: Nee, das war Zufall, dass es dann die Jahrhundert voll war.
01:18:36: Das ist
01:18:37: getrackt dann schon.
01:18:37: Ja, ich habe es mal immer wieder so geguckt, so nachgezählt wie viele Länder, aber es sind jetzt genau einhundert, ja.
01:18:43: Dass du Familienmensch bist, hab ich auch schon daran gemerkt, die letzten Monate, wenn wir Kontakt hatten, das ist sehr oft, dass du öfter mal über deine Mutter gesprochen hast.
01:18:51: Weil du sie besucht hast, weil du sie abgeholt hast, etc.
01:18:58: Wie wichtig ist deine Mutter in deinem Leben?
01:19:01: Sehr wichtig.
01:19:02: Meine Mutter, also mein Vater ist gestorben vor einigen Jahren, aber meine Mutter lebt alleine in Hannover.
01:19:06: Und ja, ich besuch sie sehr gerne.
01:19:10: Sie ... kommt ab und an uns besuchen, dass ihr die Enkel mal seht.
01:19:14: Aber ja, das ist, ich finde, das ist auch noch mal so ein Aspekt, wenn man so in der, ich bin jetzt forty-fünf, wenn man so in einem Alter ist, wo man selber schon Kinder hat, aber noch ein Elternteil da ist, fühlst du dich beidem.
01:19:31: verpflichtet und du möchtest auch diese diese diese Generationen mehr und mehr zusammenbringen.
01:19:35: Das ist so etwas, was immer so ein bisschen mitschwingt.
01:19:38: Übrigens im privaten wie im beruflichen.
01:19:40: Ich hatte letztens, das war ein ganz tolles Dinner, wo war einer meiner Mantis und mein langer Mentor.
01:19:50: Also über drei Generationen SAP quasi.
01:19:54: Das war wirklich ganz toll.
01:19:56: Grüße gehen raus an Thomas und Tobi, die dieses Dinner möglich gemacht haben.
01:20:02: Also dieses Generationenübergreifende, vielleicht ist es auch so eine Sache, wo wir im Leben stehen.
01:20:05: Weißt du, so mit Mitte vierzig bist du ja so zwischen den Generationen.
01:20:10: Hoffentlich sind wir noch nicht richtig alt, das sind wir glaube ich noch nicht, aber wir sind halt auch nicht mehr richtig jung.
01:20:14: Und du versuchst irgendwie beides zusammenzubringen.
01:20:16: Die Jüngeren im Business versuchst du irgendwie, den Zerhelfen voranzukommen, versuchst da Mentor zu sein.
01:20:24: Gleichzeitig die Verpflichtung gegenüber der älteren Generationen schwingt immer noch mit, solange sie da sind.
01:20:30: Was hat der Tod deines Vaters mit dir gemacht?
01:20:34: Das ist eine schwierige Frage.
01:20:38: Ja, einen Teil von dir ist nicht mehr da.
01:20:46: Man realisiert einige Dinge im Nachhinein mehr, wenn So ein Einschneiden des Erlebnises passiert.
01:20:53: Also mein Vater ist vor fast sieben Jahren verstorben.
01:20:58: Ich muss sagen, ich bin sehr dankbar für die Zeit, die wir hatten, also erst mit ein siebzig gestorben, das ist relativ.
01:21:05: jung, finde ich, also wahrscheinlich.
01:21:07: Mein Name ist Zweiundsebzech.
01:21:09: Spricht wahrscheinlich der Lebenserwartung des Jahrganges, mit dem man so hat, also statistisch gesehen, das ist vielleicht gar nicht, gar nicht eher so ein Mittel.
01:21:17: Es fühlt sich trotzdem viel zu jung an.
01:21:18: Gerade wenn man Kinder hat selber und man weiß, oh, diese Enkel werden jetzt den Opa nicht mehr sehen oder sich kaum an denen erinnern, das ist schwierig.
01:21:29: Ich bin gleichzeitig aber auch sehr dankbar für die Zeit, die da war und die Dinge, die ich dann auch immer wieder merke, die ich mitnehme oder mitgenommen habe aus der gemeinsamen Zeit und die immer wieder so in den Vordergrund kommen in dem, was ich tue, in dem, wie ich denke, manchmal.
01:21:45: Das merke ich jetzt mehr als vielleicht vor zehn Jahren.
01:21:49: Kann ich gut nachvollziehen.
01:21:51: Wie migrantisch bist du aufgewachsen?
01:21:53: Du bist ja Teil unseres Too-Hards Executive Circles, also für die, die es nicht kennen, Too-Hards, die größte Community für Menschen mit Migrationshintergrund.
01:22:00: in der Text-Szene bist du Teil von.
01:22:02: Das ist ja schon Thema, dass das für dich noch ein relevantes ist.
01:22:06: Ja, es ist relevant.
01:22:08: Ich versuche aber nicht, dass das der definierende Faktor für Barney Piros ist.
01:22:13: Also ich bin, ich fühle mich... Migrantisch, ich fühle mich deutsch, ich fühle mich manchmal niedersächsisch, ich fühle mich manchmal kurpfälzisch.
01:22:22: Ich bin extrem froh, in einem Umfeld aufzuwachsen, was mich nicht darauf reduziert.
01:22:31: Gleichzeitig habe ich dazu aber auch eine Meinung und ich glaube schon auch jemand, der ein Gefühl dafür entwickelt hat, wo Migrant sein eine gewisse Lobby braucht und ich versuche diese auch zu bieten.
01:22:45: Ich bin nicht besonders migrantisch aufgewachsen, also schon klar aus einem persischen Elternhaus, beide Eltern iranisch, persisch, ich hab, ich spreche Fasi.
01:22:56: Und bin aber sehr früh und das ist mir aufgefallen.
01:23:00: Meine Eltern haben darauf geachtet, dass ich nicht in dieser reinen, migranten Flüchtlingsbubble irgendwie bin.
01:23:09: Zum Beispiel die Wahl der Schule war ganz bewusst.
01:23:12: Der Sohn geht auf eine Schule, die zwar nicht direkt um die Ecke ist, also wo der vielleicht zu Fuß ein paar Minuten hinläuft, sondern ein bisschen weiter weg, aber mit einem geringeren Migrationsanteil in der Klasse.
01:23:24: Meine Freunde zur Schulzeiten hießen Patrick und Martin und Andre und die waren also hauptsächlich Deutsch.
01:23:33: Es gab auch den Ostmann, aber es war nicht, dass ich nur persisch gesprochen habe oder um mich herum nur Migranten hatte.
01:23:42: Und vielleicht da auch mal kurz den Schwenk zu unserem M&A-Thema zu haben.
01:23:49: Das ist übrigens auch noch mal ein kultureller Aspekt, der mir aufgefallen ist.
01:23:54: Ich hab, also bei Tuhaaz bin ich dank dir auch in diesem Executive Circle, aber ich hab bei der SAP den Habibis in Tech Club gegründet.
01:24:04: Und das möchte ich mal kurz erklären, warum.
01:24:07: Als wir Signavio übernommen hatten und ich kam mit rein in diese Business Unit, Gab's unglaublich viele Nationalitäten.
01:24:16: Berliner Firma, wie man sich das vorstellt.
01:24:18: Berlin, Multikulti, es gab Manager mit iranischem Hintergrund.
01:24:25: Also da gab's ganz viele Italiener, also sehr, sehr bunt.
01:24:30: Und als dann Lina X dazu kam, Bonner Firma, ist ja vielleicht auch so ein bisschen die Bundesrepublik in ihrer Geschichte fast wieder gespiegelt, Berlin versus Bonn.
01:24:42: Ganz tolle Firma, extrem gut gemanagt.
01:24:47: Aber eine Sache ist mir aufgefallen.
01:24:49: Ich bin zu deren Presidents Circle gefahren, die Top-Vertriebler eingeladen sind von Lina X. Und die Top-Vertriebler hießen Navid, Nasim, Elif und so weiter.
01:25:05: Es gab auch einen deutschen Namen oder amerikanischen Namen.
01:25:10: Es gab Mark und es gab andere.
01:25:12: Aber das war schon aufgefahren in den Topten und auch das war auch bei den Quartalsweisen Top Performer Awards immer wieder dieselben Middle Eastern Gesichter, die da irgendwie nach vorne geholt wurden.
01:25:24: Und dann habe ich geguckt, wie viele von denen sind denn eigentlich Manager?
01:25:29: Null.
01:25:30: Hab keinen einzigen.
01:25:31: Hab keinen einzigen mit Middle Eastern Background, der in der Managementposition in dieser Firma hatte.
01:25:39: Immerhin, im Zeitpunkt bereits mit, ich glaube, siebenhundert Mitarbeitern, verschiedene Management-Layer.
01:25:44: Also es gab viele Management-Positionen.
01:25:45: Also rein statistisch hätte irgendwo einer sein müssen.
01:25:49: Und dann habe ich gesagt, so, ich rufe jetzt ein Projekt ins Leben.
01:25:52: Das nehmen wir jetzt Habibis in Tech.
01:25:54: Am Anfang war das dann nur in Bonn.
01:25:55: Wenn ich in Bonn war, gab es dann so die Truppe, die ich dann eingeladen habe zur Pizzeria.
01:26:00: Und dann haben wir einfach ein bisschen Karrierecoaching schauen, was möglich ist.
01:26:05: Und das haben wir dann ausgeweitet auf die Signavio-Leute und dann was breiter gemacht, was virtuell gemacht.
01:26:10: Ein Gast-Gestspeaker gehabt, die aus anderen Teilen der SAP dazukam.
01:26:15: Und da ist ein bisschen so eine Bewegung daraus entstanden.
01:26:17: Inzwischen hat ein Kollege aus Frankfurt das letztens ein eigenes Event gemacht, das ist schön mit einem Habibis in Tech-Logo.
01:26:24: Und ich finde das eigentlich schön, etwas gestartet zu haben aus einer Überlegung.
01:26:28: Also klar, wegen meines migrantischen Backgrounds.
01:26:32: Aber ... Auch weil ich weiß, gerade diese Branche, diese Tech-Branche, ist sehr offen für Diversität.
01:26:41: Ein nationaler Background spielt eigentlich kaum eine Rolle.
01:26:45: Aber wenn er keine Rolle spielt, darf es halt eigentlich auch nicht so sein, dass du den Erfolg nicht siehst in einer Zusammensetzung bestimmter Teams.
01:26:53: Und das ist mir sehr, sehr wichtig, da eine Lobby fürzubilden.
01:26:58: Du hast mir erzählt, dass du in den Jahren von zu Hause warst.
01:27:04: Und von einem Wake-up-Call.
01:27:08: Ja, also Wake-up-Call klingt so dramatisch, aber ich kann mich noch dran erinnern.
01:27:11: Ich war, da war eine Gardnerkonferenz in Australien, Gold Coast, also wirklich am anderen Ende der Welt.
01:27:19: Ich kam freitagabend zurück.
01:27:23: Samstagmorgen war die Einschulung meines, meines Kleinen, meines Sohnwands.
01:27:29: Wir machen das im Baden-Württemberg Samstags, damit kein anderer Schultag für andere ausfällt.
01:27:33: Sehr, sehr effizient.
01:27:35: Und sonntagmorgen saß ich neben Gerodecker im Flieger nach Chicago zu unserem nächsten Kunden-Event.
01:27:41: Also ich war innerhalb von, ich glaube, forty- acht Stunden einmal um die Welt geflogen.
01:27:45: Und ich habe das als relativ normal empfunden.
01:27:49: Das war so irgendwie, das war der Rhythm of the Business irgendwie.
01:27:54: Das Jahr war schon heftig.
01:27:56: Das war schon eine Phase, die heftig war.
01:27:58: Ich habe es aber sehr gerne gemacht.
01:28:00: Ich möchte auch ganz klar unterstreichen, ich gebe immer Vollgas.
01:28:07: Ich habe richtig Bock auf das, was es dazu zu erreichen gilt, diese Firmen zusammenzubringen, ein Projekt erfolgreich abzuliefern.
01:28:17: Das ist mir schon sehr, sehr heilig.
01:28:19: Ich habe auch jetzt nicht danach gedacht, jetzt musste ich mal kürzer treten oder so, aber ich habe dann schon gesagt, hm.
01:28:26: Du bist jetzt ... ... forty-fünf, also ... ... wie sagt man so schön, Bergfest war schon wahrscheinlich.
01:28:33: Und ... ... es gibt diese Statistik, du verbringst mit deinen Kindern ... ... ich glaube, achtzig Prozent der Zeit ... ... bis sie zwölf sind.
01:28:42: Jetzt ist die Frage, verbringst du sie tatsächlich mit ihnen?
01:28:44: Oder sind nur achtzig Prozent vorbei ... ... und sie sind zwölf?
01:28:49: Und ... ... ja, daraufhin habe ich entschieden, ich ... ... ich möchte Elternzeit machen.
01:28:53: Und hab jetzt eine längere Elternzeit gemacht, hab viel Zeit mit den Kindern verbracht, mit der Familie.
01:28:59: Und ja, es war keine Wake-up-Call im Sinne von, oh, du musst jetzt irgendwie dein Leben neu strukturieren, sondern so ein bisschen ... Moment, wenn du so weitermachst, dann kriegst du von dieser Phase, dieser Lebensphase, vor allem den Kindern, kriegst du relativ wenig mit.
01:29:15: Und das war eine ganz bewusste Entscheidung zu sagen, nee, jetzt drückst du mal auf Pause.
01:29:22: Und ja, das war eine extrem wichtige Zeit für mich.
01:29:26: Das ist jetzt die erste Amtshandlung, offizielle nach der Elternzeit.
01:29:32: Du hast mir vorhin erzählt, dass dieser Abstand, den du dadurch gewonnen hast, aber auch sehr, sehr gut getan hat.
01:29:37: Was du jetzt gemerkt hast bei den ersten Businessgespräch, nachdem du jetzt wieder zurück bist mit Kollegen, magst du da nochmal kurz was
01:29:44: zu sagen?
01:29:44: Ja, ich glaube, es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass wenn du sehr, sehr nah an einem Thema dran bist, Du nicht unbedingt die Dinge am besten siehst.
01:29:55: Das ist ja so fast wie in der Fotografie.
01:29:57: Je weiter du raussums, desto besser siehst du das gesamte Objekt.
01:30:00: Und das war auch für mich während der Elternzeit wichtig.
01:30:07: Also klar, das ganze Thema Familie, Emotionalität mit den Kindern, Freunde, ganz wichtiger Aspekt.
01:30:15: Ich hatte zwei weitere Themen, die ich versucht habe, durchweg beizubehalten.
01:30:19: Das eine war Fusis, also wirklich sich auch um sich selbst kümmern.
01:30:25: Ich habe einen Cross-Triathlon gemacht letztes Jahr, bin sehr viel Fahrrad gefahren, doch versuche regelmäßiger Sport zu machen, als sonst möglich war.
01:30:33: Aber der dritte Aspekt ist Intellectual Curiosity, so ein Naht dranbleiben an den Themen.
01:30:41: Und zwar nicht nur SAP.
01:30:42: Also ich habe regelmäßig natürlich auch geguckt, wie es ganz konkret in unserem Bereich weitergeht.
01:30:47: Aber ich habe sehr viel mit Start-ups gesprochen.
01:30:49: Ich habe mit, sagen wir mal, AI-Native-Firmen versucht, sehr viel Austausch zu haben.
01:30:56: Weil ich glaube, dass wir in einer Phase sind, wo extrem viel Neues entsteht.
01:31:01: Es hat sich auch noch nicht so ganz Spreu von Weizen getrennt.
01:31:04: Wir sind wirklich noch in dieser Goldgräberphase gerade, was das Thema Agentic AI angeht.
01:31:11: Aber da nah dran zu sein und mit verschiedenen Firmen regelmäßig sprechen zu können, das hat mir unglaublich viel gegeben.
01:31:18: Und ich merke das jetzt, wo ich zurück komme, so in diese Corporate-Welt.
01:31:22: Ich fühle mich gar nicht abgehangen, sondern ich finde, ich habe sogar so eine Art Schulung durchlaufen, eben nicht nur mit dem Blick auf nur unser Geschäft, Enterprise Software, SAP, sondern habe auch andere Dinge gesehen in dieser Zeit, die für mich sehr wertvoll waren, die ich hoffe, die ich auch wieder reinbringen kann.
01:31:41: In unser Tagesgeschäft, genau.
01:31:44: Lass uns zum Ende noch eine schnelle Feuerrunde machen.
01:31:47: Was sind andere BISIDE M&A-Kollegen, die du sehr schätzt?
01:31:57: Innerhalb der SAP schätze ich unsere M&A-Abteilung sehr.
01:32:01: Da gibt es unglaublich gute Leute.
01:32:03: Ich würde persönlich schätze ich sehr den Gardicromolz, mit dem habe ich ... die Walkme-Anbahnung gemacht.
01:32:11: Das ist ein ganz, ganz toller Kollege bei der SAP, der unsere AM&A-Aktivität in Israel leitet.
01:32:18: Wie folgst du gerne bei LinkedIn und gerne auch bei Instagram?
01:32:23: Ich bin kein großer Instagram-Aktiv-Luzer, um ehrlich zu sein.
01:32:28: Ich folg da dem Jay Shetty, find's ganz interessant, was der so außerhalb unserer Techbubble, da muss man ja auch mal ein paar Inspirationen einfangen.
01:32:39: Bei LinkedIn, die Sanjaona, ich hoffe, ihr habt es richtig ausgesprochen, bei Bank Capital, die finde ich sehr, sehr qualifizierte Betrachtung auf, wie sich der KI-Markt entwickelt, immer wieder postet.
01:32:53: Das finde ich wirklich eine der, der, der, der apontiertesten Stimmen in dem, in dem Umfeld.
01:33:00: Ich folge dem Pip-Klock nach regelmäßig.
01:33:02: Ich höre den Doppelgänger-Podcast sehr regelmäßig.
01:33:06: Das ist genauso meine Dosis an regelmäßigen Hörern, was ich hinkriege.
01:33:10: Wir haben es ja auch mal darüber gehabt, wieviel Podcast kann man eigentlich regelmäßig hören.
01:33:13: Also ein bisschen die Kombination aus mal auf LinkedIn in den Leuten folgen und dann den Deep Dive in den jeweiligen... Podcast folgen.
01:33:21: Das ist für mich beim Doppelgäger-Podcast noch ganz gut vertretbar.
01:33:25: Aber wenn ich die lange Liste, was ich schon mal markiert habe, was ich auch regelmäßig hören wollte, aber dann doch nicht getan habe, das ist dann irgendwann fällt es dann sozusagen runter von der Liste.
01:33:38: Wer ist ein Super-Roll-Model für Gründer?
01:33:45: Ich glaube, der andere Christ ist einer der herausragenden Gründer, die wir in Deutschland in den letzten zehn, fünfzehn Jahren hatten.
01:33:52: Ich schätze, Ungemein, ist intellektuell extrem fit.
01:33:57: Es ist ein echter Product Guide, versteht das Produkt.
01:34:00: Aber weiß auch, wie man eine Firma ganzheitlich steuert über Vertrieb, Finanzen, Personal, Internationalisierung.
01:34:10: Also wirklich, der ist ein General Manager, aber gleichzeitig auch so ein Product-led Kopf, der unglaublich klar weiß, wohin will.
01:34:21: Aber mit einer ruhigen Art, extrem angenehm finde ich ihm auch zu folgen und wirklich mal sich anzuhören, wie er die Firma aufgebaut hat.
01:34:32: Ich muss zur Eingrenzung sagen, ich glaube es macht einen Unterschied, ob man in einem relativ klar umschaubaren Bereich eine Firma hat.
01:34:42: Also wenn er adressierbare Markt für Enterprise-Architecture wird taxiert auf, ich glaube, ein bis drei Milliarden im Jahr Gesamtumsatz.
01:34:50: Das ist jetzt kein riesiger Markt.
01:34:52: Wenn man das jetzt natürlich vergleicht mit einem Gründer im AI-Umfeld, der sagt, der Sky ist der Limit und ich gehe in einen Markt, der quasi, das sind so multi-trillion Markets, ist, glaube ich, ganz anders.
01:35:06: Also ich glaube, in einem Enterprise-Sas-Umfeld, für einen klar umrissten Markt ist der Andre Christ schon jemand, sich sehr genau angucken sollte, wenn man heute Founder ist und was lernen möchte.
01:35:20: Abschließend, du hast vorhin zu mir gesagt, Play to Play funktioniert nicht.
01:35:24: Was meinst du damit?
01:35:26: Ja, ich glaube, du musst immer Play to Win Mindset haben als erfolgreicher Gründer.
01:35:32: Ich glaube, Play to Play heißt, ich gucke mal, ob das hier so funktioniert.
01:35:36: Das ist ein bisschen dieses, trifft man sich zum Fußball spielen einfach nur so zum Kicken oder spiele ich Champions League.
01:35:45: Und ich glaube, der Anspruch muss schon sein, selbst wenn du gerade gegründet hast, du willst Champions League spielen.
01:35:53: Das ist hier nicht Freitagnachmittagskicken mit Kumpels.
01:35:56: Und ich glaube, das ist schon sehr, sehr wichtig, also den Grid mitzubringen, dieses wirklich andere Dinge auch dem Unser zu ordnen.
01:36:10: Ja, ganz, ganz klare inneren Kompass zu haben, dass man bereit ist, hier auch sehr, sehr viel reinzugeben von sich persönlich in diesen Abschnitt des Lebens.
01:36:22: Ich glaube, das ist was ein erfolgreicher Hingründer ausmacht.
01:36:24: Also ich glaube, das geht nicht in Teilzeit.
01:36:27: Es geht nicht mit einer Play-to-play-Mentalität.
01:36:32: So, jetzt kommt der Moment für dein Inklarsichtfolie.
01:36:39: Von Klasichtfolie um höhltes Dokument.
01:36:42: Magst du das einmal in die Kamera halten und erzählen, was es damit auf sich hat?
01:36:47: Alles.
01:36:48: In den diversen
01:36:48: Kameras.
01:36:50: Ich hatte ehrlich gesagt zuerst überlegt einen Mountainbike-Helm mitzubringen.
01:36:54: Mein Integral-Helm, welcher sogar einen Mountainbike-Fahrer.
01:36:56: Und dann habe ich gesehen, es hat Thomas Preuß seinen Helm von seiner Rally dabei hatte und das wäre jetzt nun wirklich ein bisschen lame gewesen.
01:37:01: Da kommt schon wieder einer mit dem Helm.
01:37:04: Deshalb habe ich den Helm nicht mitgebracht.
01:37:05: Obwohl ich eigentlich sehr gerne Mountainbike fahre.
01:37:07: Und das Fahrrad selbst war einfach zu groß.
01:37:10: Sonst hätte ich das auch mitgebracht.
01:37:12: Also ich liebe meinen Canyon und fahre damit gerne die Berge rauf und runter.
01:37:16: Aber was ich auch sehr gerne mache, ich bin so ein Do-it-yourself-Typ.
01:37:21: Ich mag... Gerade in unserer Welt, dieser Softwarewelt, wo es doch alles sehr wenig greifbar ist, Sachen mit der Hand erschaffen.
01:37:32: Vor zweieinhalb Jahren haben wir unser Garten neu gestaltet und da gab es eine Terrasse abzubrechen mit einem Vorschlaghammer.
01:37:39: Kann ich auch nicht mitbringen.
01:37:40: Dann habe ich lauter Rohre verlegt für so einen Poolanschluss, für wo der Wasser durch muss.
01:37:45: Habe ich alles mit der Kapsäge gemacht, auch ein Riesengerät konnte ich auch nicht mitbringen.
01:37:49: Und dann brauchten wir ... Den Kran.
01:37:51: Er braucht dann ein paar Wochen lang einen Kran, um da die Arbeiten abzuschließen.
01:37:55: Und um einen Kran in Deutschland aufzustellen, der auf die Straße kommt, musst du die Straße sperren dürfen.
01:38:01: Da habe ich mich informiert und da gibt es Firmen, die das für dich machen, die kassieren dann sehr viel Geld, um diese Dienstleistung zu erbringen.
01:38:09: Denn du musst MVAS-IXZ zertifiziert sein.
01:38:14: Natürlich.
01:38:14: Nach RSA-IXZ.
01:38:16: Klar.
01:38:17: Klar.
01:38:18: Vor dir sitzt ein zertifizierter Baustellenabsperrer.
01:38:20: Ja, das habe ich mir dann
01:38:24: selbst
01:38:25: ist der Mann.
01:38:25: Genau, ich dachte, wenn du hier schon Beton abreißt und irgendwelche Poolinstallationen machst und die Wärmepumpe mit dem Kran selber reinhiefen willst, dann kannst du auch die Absperrung der Straße selber beantragen.
01:38:37: Und so war das dann.
01:38:38: Und dann haben wir bei der Gemeinde die Straßensperrung erfolgreich beantragt, auf den Kran aufstellen lassen.
01:38:44: Selbst ist der Mann, wie du sagst.
01:38:46: Aber das ist nur so eine Anekdote, weil ich finde es gerade in unserer Branche so wichtig, dass man, ja, ich nenne das so Appreciation for Craftmanship.
01:38:56: Und damit meine ich nicht nur Software Craftmanship, da habe ich auch sehr viel Begeisterung für Leute, die tolle Softwareprodukte bauen.
01:39:03: Aber wirklich was mit seinen Händen schaffen, Leute, die kreativ arbeiten können.
01:39:09: Das imponiert mir, hat mir immer schon imponiert und ich bin jetzt kein großer Designer oder Maler oder so was, aber ich mag's gerne diese klassischen handwerklichen Dinge, die gefallen mir.
01:39:23: Letzte Frage.
01:39:25: Wer soll sich bei dir melden?
01:39:29: Jeder, der eine Absperrung braucht, das haben wir jetzt verstanden.
01:39:32: Das wollte
01:39:32: ich noch sagen.
01:39:32: Was würde dich noch interessieren?
01:39:34: Wer soll den Reach-Out machen zu dir, für welches Thema?
01:39:38: Also ich tausche mich immer extrem gerne mit Gründern aus, die die mir helfen, einen Einblick zu kriegen, wie sie operaten in einer Welt, die einfach anders ist, als ein Corporate, das inzwischen fast fünfzig Jahre gegründet wurde.
01:39:57: Das hilft mir sehr, weil ich glaube, die Art wie ein Founder heute, mit diversen Themen umgehen, ob das Hiring von neuen Mitarbeitern angeht.
01:40:08: Wie viel Personal brauche ich überhaupt, um erfolgreiches Unternehmen aufzubauen?
01:40:11: Wie kann ich meine Prozesse strukturieren?
01:40:12: Wie kann ich automatisieren?
01:40:14: Wo liegen die nächsten Opportunities, die ein Founder heute sieht, der anfängt?
01:40:19: Das finde ich extrem spannend, mich da auszutauschen, weil es mir wiederum hilft, uns selber etwas... mehr native in diesem modernen Umfeld zu halten.
01:40:31: Man darf nicht vergessen, die SAP ist ein über fünf Jahrzehnte altes Unternehmen, was sich immer wieder neu erfunden hat.
01:40:38: Wer mich anspricht, bekommt ein curious mind, der sich gerne mit ihm austauscht.
01:40:43: Und ich helfe auch gerne, dass ich in die andere Richtung vielleicht das ein oder andere ein Ratschlägen geben kann.
01:40:51: Ich habe das Thema Partnerschaften sehr, sehr lange verantwortet und ich glaube, das sind so Themen, die wir jetzt auch heute diskutiert haben.
01:40:57: Prüfe bevor du dich ewig bindest.
01:40:58: Das ist so ein Mantra, was ich durch die letzten Transaktionen gezeigt hat.
01:41:05: Gute Partnerschaften sind eigentlich das Fundament aus meiner Sicht in unserer Branche, um später entweder gemeinsam zu wachsen oder auch bis hin zum Zusammenwachsen von Unternehmen zu kommen.
01:41:18: Da bin ich gerne ein Ansprechpartner, um solche Austausche zu
01:41:22: bringen.
01:41:22: Machst du auch Angel Investments?
01:41:23: Ich mache auch Angel Investments vereinzelte.
01:41:25: Ja, das habe ich auch schon gemacht.
01:41:28: Man kann auch theoretisch Geld und Expertise und Draht ...
01:41:34: Ja, gerne.
01:41:34: ...
01:41:37: bei SAP bekommen von dir.
01:41:39: Das ist dann nicht bei SAP, das Angel Investment, das ist kein SAP-Thema, das ist Manny privat.
01:41:45: Deine SAP-Experience.
01:41:48: Manny, vielen Dank.
01:41:49: Ich danke dir.
01:41:50: Wenn dir der Dealmacher gefällt, abonnier den Podcast auf YouTube, Spotify oder Apple Podcast und gib uns fünf Sternen damit mehr Gründer, CEOs, Investoren und Entscheider ihn finden können.
01:41:59: Und wenn du Unterstützung beim Fundraising, M&A, Executive Branding oder Storytelling suchst, melde dich gern bei
01:42:15: mir.
Neuer Kommentar